Fernsehen per 5G: Live-Test an zwei Standorten

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Die 5G-Zukunft nimmt Formen an. In Bayern werden jetzt von zwei Standorten aus Testsendungen für TV- und Radio-Übertragungen über 5G übertragen. Das Ziel: Lineares Streaming soll aus den Mobilfunknetzen verschwinden und diese so entlasten.
Fersehen über 5G: Versuchaufbau mit meheren Smartphones und einem Fernseher
Bildquelle: IRT

Vor allem Livesport-Ereignisse sind es, die auch unterwegs auf dem Handy geschaut werden, während andere Zuschauer sie normal über das Fernsehen schauen. Heute wird die Bundesliga oder die Weltmeisterschaft gestreamt und belegt so für jeden Nutzer Mobilfunkkapazität. Wie von inside handy bereits berichtet, soll im 5G-Netz diese Übertragung durch einen Broadcast-Betrieb entfallen. Auch ein Ersatz von DVB-T2 oder Radionetzen ist so langfristig denkbar. Die Frequenzen könnten dann als Mobilfunkfrequenzen genutzt werden.

In München wird dieses 5G Broadcast derzeit getestet. Wie das Institut für Rundfunktechnik jetzt bekannt gab, wurde dazu nach dem Sender Wendelstein in der vergangenen Woche im Rahmen des Forschungsprojekts 5G Today ein weiterer Sender in Ismaning vor den Toren Münchens in Betrieb genommen. Die beiden vom Bayerischen Rundfunk betriebenen Sender, die auf 700-MHz-Frequenzen von O2 betrieben werden, bilden weltweit erste High Tower High Power (HTHP) Gleichwellennetz mit LTE-/5G-Broadcast. HTHP-Netze gelten als zukunftsweisende Technologie, um Rundfunkinhalte flächendeckend an 5G-Nutzer zu verbreiten. Dabei kommen keine kleinzelligen Mobilfunknetze zum Einsatz, was den Einsatz kostengünstig und strahlungsarm mache, heißt es vom IRT.

Künftige Geräte müssen 5G Broadcast unterstützen

Das Broadcast-Element ist inzwischen Bestandteil der 5G Standardisierung. Jetzt müssen auch Endgeräte diesen 5G-Aspekt berücksichtigen, damit ein Aufbau und Betrieb eines solchen Senders sinnvoll ist. Die Endgeräte müssen dabei nicht unbedingt die Bauform eines Smartphones oder Tablets haben. Denkbar ist auch, die 5G-Empfänger in Autos, Busse oder kleine transportable Fernseher einzubauen. Die Mobilfunknetze könnten dann als Rückkanal für Abrufangebote und Interaktionen genutzt werden.

Die jetzt übertragenen Sendesignale können von Verbrauchern noch nicht empfangen werden. Das ist nur innerhalb des Forschungsprojektes mit speziell vorbereiteten Geräten möglich. Zu sehen gibt es aber ohnehin nur Sender, die auch über normale Rundfunkwege oder Streaming zu sehen sind.

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