Fernseh-Comeback durch Corona – Nachrichten sind nicht der Hauptgrund

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Die Corona-Krise hat seit März das Leben auf den Kopf gestellt. Theater, Kinos und Discos waren oder sind geschlossen und das Internet ist dank Streaming-Diensten gefragt wie nie. Doch auch Live-TV war deutlich gefragter. Der Grund dafür sind aber nicht die Nachrichten.
Fernseher
Ein Hacuh von Hue: Das Ambilight-Feature von Philips.Bildquelle: Philips

Wie sich das TV-Verhalten seiner Nutzer durch Corona geändert hat wollte der TV-Streaming-Dienst Zattoo wissen und hat mehr als 400 seiner Nutzer dazu befragt. Zattoo gilt als der Pionier der TV-Streaming-Dienste und ist eine Alternative zum Empfang von Fernsehern per Satellit, Kabel oder Antenne.

Die Befragung ergab, dass 30 Prozent der Nutzer öfter Streaming-Angebote während der Corona-Krise nutzten als davor. Dabei schauten 67 Prozent mehr Video-on-Demand-Inhalte und die Mediatheken der Sender wurden von 44 Prozent der Befragten häufiger verwendet. Doch auch das bei einigen schon todgeweihte Live-TV legte deutlich zu. 48 Prozent der befragten schauten öfter als vor der Krise.

Mehr TV-Konsum als früher – aus Langeweile

Das mag man zunächst mit dem erhöhten Informationsbedarf vor allem im März und April in Verbindung bringen. Tatsächlich aber nannten nur 41 Prozent der Befragten das als einen der Gründe, warum sie wieder mehr lineares Fernsehen schauen. 70 Prozent der deutschen Zattoo-Nutzer gibt an, dass sie häufiger Live-TV schauten, als Alternative zu Aktivitäten, die aufgrund der Einschränkungen nicht möglich waren. Da Mehrfachantworten möglich wären, gaben auch noch 36 Prozent der Befragten an, dass sie sich mit dem Live-TV von der Krise ablenken wollten.

28 Prozent der deutschen Onliner nutzen bereits das Internet um ihr Fernsehprogramm zu empfangen, heißt es im TV-Streaming-Report von Zattoo weiter. Kabel nutzen 43 Prozent, Satellit 41 Prozent. Das Internet-TV gewann damit binnen Jahresfrist 8 Prozentpunkte. 6 Prozent der Deutschen beziehen ihr Fernsehsignal über DVB-T.

Viele haben Internet-TV-Dienste als Ergänzung zum normalen TV-Empfang, beispielsweise auf einem Zweitfernseher. Ausschließlich auf Fernsehen per Internetleitung setzen in Deutschland der Studie zufolge hingegen nur vier Prozent. TV-Streaming-Dienste haben den Vorteil, dass sie in der Regel nicht an ein Gerät oder einen Anschluss gebunden sind. Je nach Anbieter und Tarif kannst du das TV-Signal auch unterwegs auf Tablet, PC und Smartphone verfolgen.

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