FaceApp: Die neue alte Hype-App und das leidige Thema Datenschutz

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Eine neue Challenge überzieht gerade die sozialen Medien: Sie firmiert unter dem Namen „#AgeChallenge“ oder auch „#FaceAppChallenge“. Dabei laden Nutzer Bilder von sich hoch, die mit der Anwendung „FaceApp“ verjüngt oder gealtert wurden. Die App ist ein alter Bekannter in der Welt der Viral Hits und mit ihr kommt auch das Thema Datenschutz wieder auf den Plan.
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside handy

Zwei Jahre nach dem ersten Hype ist „FaceApp“ wieder da. Die Anwendung aus dem Jahr 2017 hatte kurz nach ihrer Veröffentlichung ersten Erfolg. Sie erlangte unter anderem im Windschatten des großen Erfolgs der Foto-App „Prisma“ an Bekanntheit. Schon damals gab es Bedenken, was den Datenschutz angeht. Zwei Jahre später und wenig hat sich verändert: „Face App“ erfreut sich erneut großer Beliebtheit. Im Rahmen der „#AgeChallenge“ oder auch „#FaceAppChallenge“ laden tausende Nutzer Bilder von sich hoch, in denen sie magisch gealtert oder verjüngt worden.

Im Vergleich zum Start hat sich der Qualität der digitalen Fotobearbeitung bei „FaceApp“ noch einmal spürbar verbessert. Viele Fotos sehen durchaus realistisch aus. Selbst Gruppen sind für die Software kein Problem. Kein Wunder also, dass viele Menschen die Challenge aufgreifen und selbst sehen wollen, wie sie möglicherweise im hohen Alter aussehen. Besonders, wenn die Anwendung kostenlos erhältlich ist. Sein Geld macht „Face App“ auf den ersten Blick mit In-App-Käufen. So müssen Nutzer für alle Filter sowie Werbefreiheit zahlen. Der Preis für Face App Pro ist mit einmalig 44 Euro oder einem Jahresabo in Höhe von 20 Euro durchaus stattlich.

FaceApp und das Thema Datenschutz

Mittlerweile ist die Anwendung im App Store und im Google Play Store auf Platz 1 der beliebtesten Anwendungen. Der neuerliche Hype hat auch wieder viele Datenschützer und Skeptiker auf den Plan gerufen. So äußerte sich beispielsweise ein Datenschutzexperte kritisch gegenüber dem Dienst. Demnach würde sich „FaceApp“ weit mehr Rechte einräumen, als es für die bereitgestellten Funktionen benötigt. Auch die Herkunft der App hilft nicht: Die Anwendung wurde vom russischen Studio Wireless Lab entwickelt.

Die Entwickler haben sich mittlerweile zu einigen Vorwürfen geäußert. Die wichtigste Aussage dabei: „Ja, wir speichern die veränderten Fotos auf unseren Servern – aber nicht für mehr als 48 Stunden“. Gelagert werden die Bilder auf Servern von Amazon und Google Cloud und somit nicht in Russland. Darüber hinaus gebe man die Fotos nicht an Dritte weiter oder verkaufe sie gar. Trotz der Beschwichtigungen von Wireless Lab sind einige Experten noch nicht überzeugt. Wie The Next Web berichtet, haben Sicherheits-Experten keine Auffälligkeiten abseits der Norm entdecken können, während „Forbes“-Reporter Thomas Brewster sich auf Twitter weiterhin kritisch äußert.

FaceApp – AI Fotobearbeitung
FaceApp – AI Fotobearbeitung
Entwickler: FaceApp Inc
Preis: Kostenlos+
FaceApp
FaceApp
Entwickler: FaceApp Inc
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Quellen:

Bildquellen:

  • Icons von verschiedenen Apps: Pixabay
  • Faceapp im Check: Blasius Kawalkowski / inside handy
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David Gillengerten
David liebt Technik - insbesondere Games jeglicher Art. Seit 2017 ist er als Redakteur bei inside handy an Bord, davor auch schon als Freier Mitarbeiter. Sein Weg in den Handy-Markt hat ihn über sein liebstes Hobby, die Games-Branche, geführt. Entsprechend beschäftigt er sich auch bei inside handy viel mit Spielen, aber produziert auch die Videos für inside handy, in denen er gerne mal in andere Rollen schlüpft. Seine Lieblingsrolle: Business-Dave. David ist gebürtiger Rheinländer, der im Herzen aber gerne ein Brite gewesen wäre.

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