Eskalation bei Eurowings: Jetzt folgt das große Chaos

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Passagiere von Eurowings müssen sich darauf einstellen, dass ihre Flüge am Donnerstag nicht wie geplant durchgeführt werden. Die Piloten der Fluggesellschaft werden in einen Streik treten, was für viele Ausfälle und Verspätungen sorgen dürfte.
Eurowings-Flugzeuge stehen am Flughafen Köln/Bonn
Bei Eurowings kommt es am Donnerstag zu einem Streik der Piloten.Bildquelle: Eurowings

Kaum ist das große Flugchaos bei Lufthansa abgewendet, tut sich für den größten deutschen Luftfahrtkonzern das nächste Problemfeld auf. Jetzt haben sich die Piloten der Tochtergesellschaft Eurowings darauf verständigt, kurzfristig in den Streik zu treten. Schon am Donnerstag legen die Cockpit-Crews für einen kompletten Tag die Arbeit nieder; mitten in den Herbstferien von Nordrhein-Westfalen. Das teilte jetzt die Pilotenvereinigung Cockpit mit.

Piloten fordern weniger Arbeitsbelastung

Stein des Anstoßes ist, dass die Verhandlungen über einen sogenannten Manteltarifvertrag (MTV) nicht vorankommen. Nach Gewerkschaftsangaben konnte auch nach zehn Verhandlungsrunden keine Einigung erzielt werden. Cockpit fordert im Kern eine Entlastung des Personals, das nach Darstellung der Pilotenvertreter hart an der Belastungsgrenze arbeite. Seit 2015 habe es im aktuell geltenden MTV keine Anpassungen gegeben.

Cockpit-Sprecher Matthias Baier sagt: „Die Arbeitsbelastung ist erheblich gestiegen. Der Arbeitgeber schöpft regelmäßig die Einsatzzeit der Kolleginnen und Kollegen bis zum zulässigen Maximum aus, das kann kein Dauerzustand sein.“ Man bedauere, dass es nun zu Einschränkungen für Fluggäste komme. Es bleibe aktuell aber nur noch die Option, über einen Streik den eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Cockpit möchte eine Reduzierung der maximalen Flugdienstzeiten und eine Erhöhung der Ruhezeiten erreichen.

Pilot und Co-Pilotin im Cockpit eines Airbus.
Die Piloten von Eurowings fordern weniger belastende Arbeitszeiten.

Eurowings arbeitet an Notfall-Flugplan – viele Flugzeuge sollen starten

Eurowings teilte unter anderem im Kurznachrichtendienst Twitter mit, alles dafür tun zu wollen, um die Auswirkungen für die Passagiere so gering wie möglich zu halten. Man gehe davon aus, etwa die Hälfte des vorgesehenen Flugplans wie geplant durchführen zu können. Betroffen seien nur Flüge von Eurowings Deutschland, nicht jene von Eurowings Europe. Fluggäste werden gebeten, sich laufend über den Status ihres Fluges zu informieren.

Im Laufe des heutigen Tages (Mittwoch) möchte die Airline nach eigenen Angaben alle betroffenen Passagiere über mögliche Beförderungsalternativen informieren. Passagiere, die einen Flug direkt über Eurowings gebucht haben, können ihre persönlichen Kontaktdaten auch nachträglich im Bereich „My Eurowings“ hinterlegen. Wird ein Flug wegen des Streiks gestrichen, ist für Passagiere eine kostenlose Umbuchung oder Stornierung möglich.

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