Erstaunlich: So smart sollen Deutschlands Zuhause bis 2025 werden

3 Minuten
Smart Home ist für die meisten bislang ein Fremdwort. Ein paar automatische Vorrichtungen sind installiert, das wars - oder? Laut einer aktuellen Statistik-Schätzung könnten innerhalb der nächsten knapp drei Jahre deutsche Haushalte merklich smarter werden.
Bosch Smart Home AppBildquelle: Bosch

Deutschlands Zuhause sollen bis 2025 smarter werden – und das deutlich. Bald schon könnte jeder fünfte deutsche Haushalt über ein Smart Home-System verfügen. Das geht aus aktuellen Schätzungen einer Statistik des Marktforschungsinstituts Statista hervor. Bisher besitzt nur rund jeder zwanzigste Haushalt in Deutschland ein solches Smart Home-System.

So smart sind Deutschlands Zuhause heute schon

Die meisten Haushalte besitzen Geräte, die Statista zur Kategorie Vernetzung & Steuerung zählt. Dazu gehören unter anderem smarte Lautsprecher wie Amazon Echo oder Google Home. Hier wird der größte Zuwachs bis 2025 erwartet. Direkt gefolgt wird der Bereich von Komfort & Licht. In diese Kategorie fallen nicht nur smarte Glühbirnen, sondern auch Rollläden und Jalousien. Bereits heute verfügt beinahe jeder zwanzigste Haushalt über solche Geräte. Bis 2025 soll es jedes fünfte Zuhause in Deutschland werden. Die dritte Kategorie Energy Management liegt mit unter 4 Prozent aller Haushalte in Deutschland noch etwas zurück. Allerdings rechnet Statista damit, dass künftig rund jeder achte Haushalt in Deutschland Energy Management besitzen werden. Unter Energy Management fasst man Produkte und Dienstleistungen zusammen, die zur Kontrolle und Steuerung von Raumtemperatur und Energieverbrauch genutzt werden. Darunter können etwa smarte Heizkörperventile oder Thermostate zählen.

Smarte Haushaltsgeräte erfreuen sich bisher nur einer geringeren Beliebtheit. Nur etwa 3 Prozent aller Haushalte verwenden zurzeit ein solches Gerät. Künftig könnten es smarte Haushaltsgeräte jedoch in mehr als jedem zehnten deutschen Zuhause geben. Über ein ähnliches Ergebnis darf sich die Kategorie Gebäudesicherheit freuen, die bisher nur unter 3 Prozent aller deutschen Zuhause nutzen. Auch hier dürfte künftig mehr als jedes zehnte Zuhause Deutschlands entsprechend smarte Alarmanlagen oder Türschlösser besitzen. Etwas abgeschlagen von den anderen Bereichen liegt die Kategorie Home Entertainment. Hier überrascht, dass nicht einmal 3 Prozent aller Haushalte heute über smartes Home Entertainment verfügen. Dafür rechnete Statista jedoch mit einem größeren Zuwachs als bei smarten Haushaltsgeräten und der Gebäudesicherheit. Bis zum Jahr 2025 soll jedes achte deutsche Zuhause smartes Home Entertainment besitzen.

Statistik darüber, wie smart deutsche Haushalte bis 2025 werden können.
So smart könnten deutsche Haushalte bis 2025 werden.

Großer Zuwachs bis 2025 erwartet

Deutlich wird, dass Statista hier von einem großen Zuwachs an Smart Home-Geräten in deutschen Haushalten ausgeht. So gibt es keine aufgelistete Kategorie, die ihren aktuellen Anteil in Deutschlands Eigenheimen nicht mindestens vervierfachen soll. Man darf daher gespannt sein, mit welchen künftigen Vernetzungsmöglichkeiten Anwender rechnen können. Da Smart Homes ihren Fokus vor allem darauf legen, Menschen ihr Leben auch künftig zu erleichtern, verwundert es nicht, dass sich immer mehr Menschen für die verfügbaren Möglichkeiten interessieren.

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2 KOMMENTARE

  1. Anonym

    Das Bild zeigt Apples HomeKit-App und stammt so sicher nicht von Bosch. Die verwenden zwar das gleiche Stock-Foto, aber mit ihrer eigenen App.

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  2. Frei

    Smart Home von Markenhersteller, ist extrem teuer!
    Dazu sind es oft geschlossene Systeme, in die sich andere Komponenten nicht einbinden lassen!
    Viele Markenhersteller machen sich inkompatibel, um den einmal geangelten Kunden, nur bei seinen teuren Produkten zu halten..
    Tipp für alle: Viel preiswerter, flexibler erweiterbar ist noname China Ware, die über Tuja-App gesteuert wird!
    Habe früher zum Beispiel zehn WLAN-Schaltsteckdosen über „Vipon“ für ca. fünf Euro pro Stück erworben.
    Aber auch heute gibt es vereinzelt Aktionen mit 4 WLAN Schaltsteckdosen für ca. 20 €

    Die Steuerung, die man früher ohne Nutzungsgebühr mit „IF-THEN-ELSE“ realisieren konnte, kostet jetzt Geld. Das schreckt viele ab, mit intelligenter Steuerung anzufangen. (wahrscheinlich ist es auch für viele zu kompliziert.…)

    Außerdem, ist der Umweg über fremde ausländische Server, wegen Datenschutz Bedenken vielen potenziellen Nutzer nicht geheuer.
    In den meisten Endgeräten kann man auch die IP-Adresse des Servers nicht manuell einstellen. Das ist ein sehr starkes Indiz dafür, dass die Kundendaten gespeichert, verkauft, und verwertet werden!
    Dringend nötig wäre, frei einstellbare Serveradresse, und optional eine Direktsteuerung von App zu Endgerät, ohne jeden Umweg über fremde Server. Wenn es über Server geht, ist das System auch von der Infrastruktur abhängig, und kann nicht autark funktionieren, zum Beispiel in Krisensituationen, oder bei LTE/Internetstörungen!
    Besonders kritisch ist die Schnüffler Funktion über fremde Server, sind die Sprechstellen mit Videoübertragung. Die speichern nicht nur die Gesichter, sondern auch Namen der Besucher, und viele weitere Informationen! Unter anderen, wer mit wem vernetzt ist, und ob zum Beispiel der Gerichtsvollzieher öfter klingelt. An den Tagesablauf lässt sich feststellen welchen Status der Besitzer hat, Z. B. berufstätig, H4, umtriebig, usw. Hier müsse der Bundesdatenschutzbeauftragte streng eingreifen, und gegebenenfalls sogar Importe sperren verhängen lassen, für Geräte die schnüffeln.
    PS: und die elektronischen Türschlösser sind fünfmal langsamer als manuelles Tür öffnen mit Schlüssel und Hand. Die Teile haben schwache Motoren und Batterien, und das erfordert starke Untersetzung, was die langsam macht.

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