Energiekrise: Diese Bundesländer wollen Notstand ausrufen

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Wegen der Energiekrise steigen die Preise. Schon jetzt wollen die Bundesländer Brandenburg und Bayern einen Notstand ausrufen. Dieser könnte mehrere Jahre lang anhalten und Insolvenzen und Schließungen verhindern.
Energiekrise Horrormeldung: Diese beiden Bundesländer rufen den Notstand aus
Energiekrise Horrormeldung: Diese beiden Bundesländer rufen den Notstand ausBildquelle: Lisa-S / Shutterstock.com

Die rot-schwarz-grüne Koalition in Brandenburg will wegen der steigenden Energiepreise eine Notlage ausrufen und darüber hinaus ein zwei Milliarden Euro schweres Entlastungspaket zur Verfügung stellen. Dies teilte SPD, CDU und Grüne am Montag in Potsdam nach einem Koalitionsausschuss mit. Dem Bundesland droht ein Notstand, der sich bis Ende 2024 ziehen könnte. Zudem ermöglicht dieser Notstand eine erneute Aufnahme von Schulden.

Brandenburg-Paket gegen den Notstand

Als Unterstützung will die Brandenburger rot-schwarz-grüne Koalition ein zwei Milliarden Euro schweres „Brandenburger-Paket“ bereitstellen. „Wir als Koalition stehen dafür, dass dieses Land möglichst gut durch die kommenden Monate, durch die kommenden Jahre kommt“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). „Wir stehen dafür, dass die Menschen sich diese Energiepreise leisten können.“

Die Landesregierung möchte die Folgen der Krise mit dem dritten Entlastungspaket des Bundes abfedern. Laut Ministerpräsident Woidke soll das Brandenburg-Paket einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Jedoch sind die Landeshilfen erst nach einer Einigung im Bundestag abgeschlossen. Im September dieses Jahres hatte der Regierungschef ein Hilfspaket verkündet und schon dort hatte er aufgefordert, einen Notstand auszurufen. Sobald die Bundesregierung solch eine Lage ausruft, ist es dieser gestattet, die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse zu lösen und neue Kredite aufzunehmen.

Bayerns Gesundheitssystem droht Notlage

Im Bundesland Bayern warnt Gesundheitsminister Klaus Holetschek derweil vor Klinikschließungen, Insolvenzen und Evakuierungen. „Was wir jetzt brauchen, ist ein breiter Rettungsschirm, unter dem sich Krankenhäuser, Vorsorge- und Reha- sowie Pflegeeinrichtungen gleichermaßen versammeln können“, sagte Holetschek der „Bild am Sonntag“. Häuser steuern vermehrt auf die Zahlungsunfähigkeit zu, wenn sie keinerlei Hilfe erhalten. Gleichzeitig ist die Gesundheit aller Patienten gefährdet, so der Gesundheitsminister.

Den Krankenhäusern in Bayern drohen gleich mehrere bedrohliche Notlagen. Bei einem tagelangem Stromausfall könnten die Krankenhäuser „nicht über Notstromaggregate betrieben, sondern nur evakuiert werden“, so Holetscheck. Dass die Bundesregierung in solch einer Lage noch über den Weiterbetrieb von Kernkraftwerken diskutiere und nicht alles tue, um eine stabile Stromversorgung zu garantieren, sei unbegreiflich, sagte Holetschek anschließend.

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4 KOMMENTARE

  1. Karsten Frei

    Diese alle Notstände sind echt besorgniserregend.
    Die Regierungen verleihen sich damit besondere Befugnisse und regieren vermehrt autoritär, vorbei an Parlamenten.
    Wir schlingern uns aus einem Notstand in den anderen, die Zeitspangen ohne Krisen und Notstand werden kürzer und kürzer.

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  2. Hoffmann Friedhelm

    Wir werden doch egal wie und wo über den Leisten gezogen. Denn wir die mit das letzten der Bezahl Kette sind, denn versteuert wird doch alles hier, was bleibt denn von der Energie Pauschal Noch über, beim Rentner, erst wird die Rente Versteuert, obwohl die schon versteuert wurde, und nun die 300€.
    Die sollte Steuer frei sein, find ich, und bestimmt noch andere.
    Also dann, zieht uns noch mehr
    Über den Leisten. Danke.

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  3. Bea

    In den Krankenhäusern Bayerns wurde schon vor der Krise nicht gut für die Patienten gesorgt! Stellenabbau und Kosteneinsparung für maximale Gewinne heißt schon seit Jahren die Devise. Mitunter so krass, dass Behandlungen darunter leiden und damit die Patienten nur eine ‚Ware’sind…

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  4. Paul

    Bayern hat sich viele Jahre lautstark (wie immer) gegen den Bau von Stromtrassen vom Norden in den Süden gewehrt, und lieber auf Gaskraftwerke gesetzt. Das Problem warum einige Bundesländer besonders stark unter der Energiekrise leiden ist politisch und ausgemacht. Einfach bei den nächsten Landtagswahlen im Hinterkopf haben.

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