E-Auto laden: Auch EinfachStromLaden zieht die Preisschraube kräftig an

3 Minuten
Der nächste bekannte Anbieter für preiswerte E-Auto-Ladetarife verschlechtert seine Konditionen. Ab August musst du tiefer in die Tasche greifen, wenn du dein Elektroauto über EinfachStromLaden mit neuer Energie versorgen möchtest.
EinfachStromLaden Ladekarte an Ladesäule
Das E-Auto-Laden über EinfachStromLaden wird ab August 2021 teurer.Bildquelle: Maingau Energie

Der Nächste, bitte. Auch Maingau Energie hebt die Preise für seine Ladetarife für E-Autos an. Die Marke EinfachStromLaden macht das Laden von Elektroautos teurer, behält aber immerhin eine übersichtliche Tarifstruktur bei. Trotzdem: Für Autostromkunden ergeben sich ab dem 1. August 2021 Preissteigerungen von bis zu 16 Prozent.

EinfachStromLaden: Die neuen Preise ab August 2021

Bisher zeichnet sich EinfachStromLaden durch nicht nur einfache, sondern auch günstige Preise für das Laden von E-Autos aus. An AC-Ladesäulen musst du pro geladener kWh 38 Cent bezahlen, an schnellen DC-Ladesäulen sind es 48 Cent. Ab August werden die Preise an AC-Säulen um knapp 16, an DC-Stationen um immerhin noch 12,5 Prozent angehoben. Der kWh verteuert sich dann auf 44 (AC-Säulen) beziehungsweise 54 Cent (DC-Säulen).

Preiswerter, aber ebenfalls etwas teurer, ist das Laden für Maingau Energie Kunden, die auch einen Strom– oder Gas-Tarif des Anbieters nutzen. Sie laden an AC-Säulen in Zukunft für 30 Cent pro kWh, während an DC-Säulen ein kWh-Preis von 40 Cent gilt. Das sind jeweils 2 Cent pro kWh mehr als bisher.

An Schnellladesäulen von IONITY beträgt der kWh-Preis weiterhin teure 75 Cent. Im EU-Ausland musst du in Zukunft ebenfalls an allen von EinfachStromLaden unterstützen Ladesäulen mit höheren Kosten rechnen. Bis zu 91 Cent pro kWh werden dort dann fällig. An allen AC-Ladesäulen musst du zudem ab der 241. Minute 10 Cent pro Minute Standzeitzuschlag zahlen. An DC-Säulen gilt dieser Aufpreis schon ab der 61. Minute. Eine Grund- oder Startgebühr zu jedem Ladevorgang gibt es bei EinfachStormLaden abr weiterhin nicht.

Auch andere Anbieter haben die Preise erhöht

Die Preiserhöhung von Maingau Energie reiht sich nahtlos in Preiserhöhungen von anderen Anbietern ein. Den Anfang hatte schon Ende Mai EnBW gemacht, indem die Preise für emobility+ zum Teil drastisch angehoben wurden. Mitte Juni folgte Shell Recharge mit zum Teil heftigen Aufschlägen, während PlugSurfing die Preise jüngst nach einer zuvor erfolgten Preiserhöhung wieder moderat senkte. Maingau Energie begründet die neuen Preise mit einer „nicht beeinflussbaren Entwicklung der Preise der Ladesäulenetreiber im europäischen Autostrommarkt“, wie es in einer Kunden-E-Mail heißt.

Eine Alternative zu Ladetarifen, die nach tatsächlich geladenen kWh abrechnen, kann für dich das Flatrate-Angebot von elvah sein. Hier bezahlst du einen monatlichen Pauschalpreis und kannst dein E-Auto dann beliebig oft laden. Das lohnt sich aber in erster Linie nur für Vielfahrer. Für Wenigfahrer bietet elvah einen Flex-Tarif an, bei dem das Aufladen eines E-Autos im besten Fall 36 Cent pro kWh kostet. Und das soll auch vorerst so bleiben, wie elvah-Produktchef Sören Ziems erst vor wenigen Tagen in einem Interview mit inside digital verriet.

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9 KOMMENTARE

  1. Avatar Domi

    Ja es wurde um fast 50% BILLIGER bei Maingau. Leider gehörte ich zu denen, die nach der Erhöhung letztes Jahr 68cent pro KWh AC hatten zahlen müssen. Ich habe bis heute noch keine Erklärung wieso weshalb warum. Jetz ist es ja wieder günstig

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    • Wie meinst du das? Was genau wurde denn in deinen Augen preiswerter?

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  2. Avatar Marco Carstens

    Bleibt abzuwarten, ob diese Preisentwicklung nicht dazu führt, den derzeitigen Boom auf dem Markt für Elektrofahrzeuge, zu bremsen.
    Ich selber fahre einen Plugin-Hybrid und fahre derzeit ab einem Preis von 0,50€/kWh mit Benzin günstiger.

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  3. Avatar K

    Lieber Hayo,

    hattest du nicht mitbekommen, dass Maingau bei einigen Kunden annähernd willkürlich „individuelle “ Preise verlangt hat?!?

    Dieses Preisnodell ist nun entfallen. Daher wird es für einige wieder „billiger“…

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    • Nein, das ist mir tatsächlich neu… danke für die Aufklärung. 🙂

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  4. Avatar Jens

    War doch schon immer klar, dass Strom „tanken“ teurer ist und werden wird als Benzin & Co. Wenn man aber wie schon angedroht die Spritpreise drastisch erhöht,bestraft man gleichzeitig die Plugin/Hybrid Fahrer. Ich würde gerne Elektro fahren,aber die Abzocke in allen Richtungen hält mich davon ab.

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  5. Avatar André Redenz

    Ich zahle nur 8€ct je kW, wenn ich bei mir zu Hause in Norwegen lade. Fast jeder verdient das doppelte wie in Deutschland, gut die Politiker in Deutschland mit ihren hohen Nebeneinkünften verdienen bestimmt in Deutschland mehr. Zum Glück muss ich dieses Pack nicht mehr finanzieren. Ich rate jeder Fachkraft das Land so schnell wie möglich zu verlassen und sich nicht wie eine Weihnachtsgans ausnehmen zu lassen.

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  6. Avatar Hinnerk

    Wer nicht Zuhause laden kann ist der Dumme. Ich hab alle Ladekarten in die Tonne getreten, bleib in der Reichwete der ZOE. Aber meistens fahre ich sowieso Fahrrad mit E-Unterstützung.

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  7. Avatar Sam

    Tja, unterwegs wird es teuer. Bei der Anschaffung auch nur durch Förderung interessant…halte grundsätzlich nichts von Wettbewerbsverzerrung.

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