Eigenes 1&1-Mobilfunknetz: Es kann losgehen

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1&1 bekommt bis 2025 Frequenzen von O2 für den Aufbau eines eigenen Handynetzes. Wie es zu diesem Deal kommt und was das für O2 bedeutet, zeigen wir dir.
Das 1&1 Logo
Bildquelle: David Gillengerten / inside handy

Die hinter O2 stehende Telefónica Deutschland wird ein Frequenzpaket von 2 x 10 MHz im Bereich um 2,6 GHz an 1&1 Drillisch abgeben. Bis 2025 kann 1&1 die Frequenzen nutzen und auf diesem Weg ein eigenes Netz aufbauen. Ab 2026 hat 1&1 dann eigene Frequenzen, die der Anbieter im Sommer ersteigert hat. O2 bekommt für die Abgabe der Frequenzen Geld. Wie hoch die Summe ist, verraten die Unternehmen nicht. Die Frequenzüberlassung steht noch unter dem offiziellen Genehmigungsvorbehalt der Bundesnetzagentur. Das aber scheint nur Formsache zu sein.

Ganz freiwillig gibt O2 die Frequenzen aber nicht ab. Es handelt sich bei der Abgabe der Frequenzen um eine weitere Auflage der Europäischen Kommission in Folge des 2014 vollzogenen Zusammenschlusses mit E-Plus. Telefónica sieht darin nach eigenen Angaben aber auch die Gelegenheit, einen kleinen Teil seiner Nahversorgungs-Frequenzen zu monetarisieren. Denn auch nach der Abgabe der Frequenzen verfügt Telefónica nach eigenen Angaben noch über ein Frequenzspektrum von 300 MHz.

National Roaming von O2 möglich

1&1 nutzt durch Drillisch bereits heute bis zu 30 Prozent der Netzkapazität von O2. Das sehen ebenfalls Auflagen der EU vor. Ferner besagen die Auflagen, dass 1&1 als entsprechender Partner die Möglichkeit hat, sich zum Betreiber eines eigenständigen Netzes zu entwickeln und im Rahmen dessen auch Frequenzen von O2 bekommen muss. Die angekündigte Frequenzüberlassung ist nach Angaben von O2 auch bedingende Voraussetzung, künftig National Roaming im Netz von O2 nutzen zu können.

Das National Roaming wird 1&1 benötigen, da selbst beim Aufbau eigener Sendemasten der Ausbau einerseits lange dauern wird. Zum anderen sind die verfügbaren eigenen und geliehenen Frequenzen aufgrund ihrer Eigenschaften lediglich für die Versorgung von Städten geeignet. Wann 1&1 seinen ersten Sendemast in Betrieb nimmt, ist allerdings vollkommen offen. Zuletzt war von 2021 die Rede.

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