eBay Kleinanzeigen: Rostocker verliert 11.000 Euro durch üble Betrugsmasche

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Dass eBay Kleinanzeigen nicht gerade die sicherste Plattform im Internet ist, ist kein Geheimnis. Es existieren zahlreiche Betrugsmaschen, mit deren Hilfe sich Cyberkriminelle Zugang zu deiner Geldbörse verschaffen wollen. Nun warnt die Kriminalpolizei Rostock vor einem besonders gefährlichen Trick.
Phishing eBay kleinanzeigen
Polizei warnt vor Betrugsmache auf eBay KleinanzeigenBildquelle: Jonas Augustin / Unsplash

Auf dem Online-Portal eBay Kleinanzeigen findet gerade eine teure Betrugsmasche verstärkt Anwendung. Im Fokus stehen laut Informationen der Polizei Rostock nicht die Käufer, sondern die Verkäufer. Dabei nutzen Kriminelle das sogenannte Social Engineering, also die zwischenmenschliche Beeinflussung, um sich Zugang zu den finanziellen Mitteln des Gegenübers zu verschaffen.

Teure Betrugsmasche: Vorsicht bei Kreditkartendaten

Ein 47-jähriger Rostocker wollte ursprünglich nur etwas über das Portal eBay Kleinanzeigen verkaufen. Der abgesprochene Geldbetrag wurde jedoch nicht auf das von dem Verkäufer angegebene Konto gebucht. Stattdessen entstand ein Schaden von etwa 11.000 Euro. Schuld daran ist eine Betrugsmasche, die aktuell die Runde macht.

Das grundsätzliche Prinzip der neuen Masche ist ziemlich simpel. Die Betrüger streben in einem ersten Schritt eine Kommunikation abseits der offiziellen Kontaktfunktion an – wie etwa über WhatsApp. Anschließend kündigen sie an, die sichere Bezahlfunktion von eBay Kleinanzeigen nutzen zu wollen, um die Transaktion sicher abzuwickeln. Bei dieser verwahrt eBay Kleinanzeigen respektive dessen Partner Online Payment Plattform (OPP) die Zahlungsmittel getreu eines Treuhandprinzips und überweist das Geld an den Empfänger, sobald der Eingang der Wahre bestätigt wurde.

Zu diesem Zweck senden die Betrüger dem Verkäufer einen Link zu, über den sich dieser anmelden und seine Kreditkartendaten angeben soll. Nur handelt es sich dabei um einen einfachen Phishing-Link, der dazu gedacht ist, die Anmeldedaten des Gegenübers abzugreifen. Und daran ändert auch die täuschend echt wirkende Optik der Internetseite nichts. Anschließend können die gesammelten Daten missbraucht werden, um Abbuchungen von dem Bankkonto zu tätigen. Aus früheren Fällen ist bekannt, dass die Opfer teilweise sogar eingehende Push-Benachrichtigungen bestätigen sollten und dadurch „freiwillig“ die Schutzmechanismen der Banken umgingen.

So kannst du dich schützen

Zunächst empfiehlt es sich, die Verhandlungsgespräche keinesfalls außerhalb der Plattform eBay Kleinanzeigen zu führen. Etwa über E-Mail oder über WhatsApp. Andernfalls kann das Kleinanzeigenportal im Nachhinein nicht viel ausrichten. Weiterhin solltest du deine Anmeldedaten stets geheim halten und sie keinesfalls in Seiten eingeben, die du über dubiose Verlinkungen erreicht hast. Das gilt sowohl für die Zugänge zu Bankkonten als auch für die Login-Daten von Diensten wie Amazon und Facebook. Welche anderen Betrugsmaschen existieren und worauf du jeweils achten musst, erfährst du in unserem Ratgeber:

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