Easyjet und Ryanair: Nichts geht mehr!

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Die nächste bekannte Fluggesellschaft hat angekündigt, ihre Flugzeuge ab sofort am Boden zu lassen. Und zwar komplett. Easyjet folgt mit dieser Maßnahme auf eine Entscheidung, die auch Ryanair schon getroffen hat.
Easyjet Airbus
Bildquelle: Easyjet

Aktuell zu reisen ist in Zeiten der Corona-Krise keine sonderlich gute Idee. So gilt zum Beispiel in Deutschland eine Reisewarnung für die ganze Welt. Das heißt nichts anderes als: Wenn du innerhalb Deutschlands oder in das Ausland reisen möchtest, solltest du davon schlicht und ergreifend absehen. Nur zwingend notwendige Reisen solltest du noch antreten, alles andere verschieben. Ohnehin hast du aber kaum noch eine Möglichkeit ins Ausland zu kommen. Denn neben geschlossenen Grenzen haben nicht nur Flixbus und BlaBlaBus haben ihre Verbindungen europaweit gestoppt, auch Reiseveranstalter wie TUI und FTI und Fluggesellschaften bieten kaum noch die Möglichkeit, von A nach B zu kommen.

Easyjet lässt keine Flugzeuge mehr starten

Und jetzt folgt das nächste Schwergewicht: Schon vor einer Woche ließ Easyjet verlauten, dass nur noch ein kleiner Prozentsatz an Flügen durchgeführt werden solle. Seit Montag steht jedoch die gesamte Flotte des Billigfliegers aus Großbritannien still. Grund seien „beispiellose Reisebeschränkungen der Regierungen als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie“, teilte Easyjet am Montag mit. Damit heben auch die Easyjet-Flüge von deutschen Flughäfen nicht mehr ab. Zum Beispiel in Berlin, Köln/Bonn, Hamburg und München fallen die Easyjet-Verbindungen ab sofort aus.

In den vergangenen Tagen seien von Easyjet mehr als 650 Rettungsflüge durchgeführt worden, um mehr als 45.000 Kunden zurück in ihre Heimat zu fliegen. Der letzte dieser Rettungsflüge habe jedoch am Sonntag stattgefunden. Auf Anfrage will Easyjet auch in Zukunft noch Rettungsflüge durchführen. Ansonsten ruhe das Geschäft aber komplett.

„Wir arbeiten unermüdlich daran, dass Easyjet weiter besteht.“ Johann Lundgren, CEO Easyjet

Wann Flugzeuge von Easyjet wieder starten? Völlig offen. Man werde die Situation kontinuierlich anhand von Vorschriften und Kundennachfrage neu bewerten. Wichtig sei nun aber, die Kosten zu senken. Mit dem Grounding der kompletten Flotte sei ein wichtiger Schritt in dieser Hinsicht nun vollzogen. Das betroffene Kabinenpersonal soll ab April für zwei Monate 80 Prozent seines bisherigen Durchschnittsgehalts erhalten.

Auch der Flugbetrieb bei Ryanair ruht

Wie Easyjet hat auch Ryanair, Europas größte Billig-Airline, vorübergehend den Stecker gezogen. Für mindestens zwei Monate will Ryanair praktisch keine kommerziellen Flüge mehr anbieten – von einigen wenigen Verbindungen in Großbritannien und Irland abgesehen.

Konzernchef Michael O’Leary geht davon aus, dass im April und Mai keinerlei Verbindungen durchführbar sind. Wie Easyjet will aber auch Ryanair erste Flüge dann wieder abheben lassen, wenn Beschränkungen durch Regierungen in Europa gelockert werden. Wann genau das der Fall ist, kann derzeit aber niemand verlässlich sagen. Für Rückhol-Flüge und Medikamenten-Lieferungen stehen auch Ryanair-Maschinen zur Verfügung.

Auch andere europäische Fluggesellschaften fliegen aktuell nur noch nach einem Notfall-Programm. Austrian Airlines hat seine Flotte ebenso vorübergehend aus dem Verkehr gezogenen wie die skandinavische SAS oder die polnische LOT. Lufthansa fliegt nun noch in ausgewählte europäische Metropolen und zu wenigen interkontinentalen Destinationen.

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