E-Autos endlich billiger? Dieser Hersteller hat den Schlüssel in der Hand

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E-Autos sind derzeit einfach viel zu teuer. Wohl auch deshalb stockt der Verkauf und die ambitionierten Ziele der Politik entfernen sich immer weiter von den Wunschvorstellungen. Ausgerechnet ein Hersteller, der kein Autobauer ist, könnte jetzt dafür sorgen, dass E-Autos günstiger werden.
E-Autos endlich billiger? Dieser Hersteller hat den Schlüssel in der Hand
E-Autos endlich billiger? Dieser Hersteller hat den Schlüssel in der HandBildquelle: Renato Rocca / Unsplash

Die hohen Preise, die für Batterie-elektrisch betriebene Fahrzeuge erhoben werden, sind ein Grund für die Kaufzurückhaltung potenzieller Interessenten. Im vergangenen Jahr kostete ein E-Auto im Durchschnitt 52.700 Euro, wie der ADAC in einer Erhebung ermittelt hat. Ein Grund dafür sind die Vielzahl komplexer Bauteile, die ineinander greifen. Und für dieses Problem will Intel mit einem neuen Chip eine Lösung gefunden haben.

Der OLEA U310 ist ein speziell für den Einsatz in E-Autos konzipierter Prozessor, der auf einer sogenannten Field Programmable Control Unit (FPCU) basiert. Die als heterogen ausgewiesene Architektur vereint eine große Anzahl unterschiedlicher Recheneinheiten in einem Chip. Sie ist darauf ausgelegt, möglichst viele Prozesse in Echtzeit verarbeiten zu können. Neben der Hardware wird auch die nötige Software speziell auf die Möglichkeiten des U310 entwickelt.

E-Autos werden günstiger: So soll es funktionieren

Im Vergleich zu aktuellen Steuerungssystemen soll sich so eine enorme Vereinfachung bewerkstelligen lassen. Intel verkündet, dass mit dem Chip bis zu sechs bisher notwendige Microcontroller zur Steuerung des Wechselrichters, des Gleichspannungswandler, des Motors, des Getriebes sowie des Onboard-Ladegeräts eingespart werden können. Zulieferer können den Prozessor nutzen, um mehrere und unterschiedliche Leistungs- und Energiefunktionen parallel und in Echtzeit zu steuern.

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In der Praxis soll sich auf diesem Weg allein der Energiebedarf eines entsprechend ausgestatteten Fahrzeugs um bis zu fünf Prozent reduzieren. Bei gleicher Leistung soll die Größe des Motors um bis zu 25 Prozent geringer ausfallen. Auch die Leistung, die bei aktuellen Systemen für die Kühlung aufgebracht wird, kann um 35 Prozent reduziert werden. Im Vergleich zu heutigen E-Autos steigt die Anzahl der passiv gekühlten Teile um den Faktor 30.

Wann ist es so weit?

Aufgrund dieser großen Einsparpotenziale bei verschiedensten Bauteilen stellt Intel beim Einsatz seines OLEA U310 Herstellern eine deutlich kleinere Stückliste in Aussicht, auf der sämtliche Rohstoffe, Bauteile und Werkzeuge in den benötigten Mengen festgehalten werden. Allerdings wurde bisher nur der neuartige Chip vorgestellt. Noch fährt kein Auto auf der Straße, das diesen auch nutzt.

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  • Wegen E-Auto-Desaster: VW tritt auf die Bremse: Sergi Dolcet Escrig / Unsplash
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