Alles wird teurer, aber PlugSurfing senkt die Preise

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Während das Aufladen von E-Autos über EnBW bald teurer wird, kannst du bei Plugsurfing ab Mitte Juni Geld sparen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Plugsurfing bleibt ein vergleichsweise teurer Anbieter für das Laden deines Elektroautos.
Plugsurfing Ladekarte an Ladesäule
Das Aufladen von E-Autos über Plugsurfing wird günstiger.Bildquelle: Plugsurfing

Auf dem Markt der Ladetarife für Elektroautos ist derzeit ordentlich Musik drin. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass EnBW die Preise für seine Ladetarife von mobility+ im Juli deutlich anheben wird. Der Aufbau neuer Stromladesäulen wie beispielsweise an Europas größtem Schnellladepark koste schlicht viel Geld, argumentiert der Stromriese. Beim Berliner Start-up Plugsurfing geht man jetzt einen anderen Weg. Dort werden die Preise für das Aufladen von E-Autos ab dem 15. Juni gesenkt. Allerdings hatte Plugsurfing die Preise vor wenigen Monaten auch kräftig angehoben.

PlugSurfing: Das sind die neuen Preise ab Mitte Juni 2021

In einer E-Mail an seine Kunden teilte PlugSurfing mit, nach der jüngsten Tarifanpassung Anfang des Jahres „zahlreiches Feedback“ erhalten zu haben. Vor wenigen Monaten hatte der Anbieter in Deutschland einen festen Tarif für das Stromladen an öffentlichen Ladesäulen eingeführt. An allen AC-Ladesäulen (langsames Wechselstrom-Laden) gilt seitdem einheitlich ein Preis von 49 Cent pro kWh. An DC-Säulen (schnelles Gleichstrom-Laden) werden 69 Cent pro kWh fällig. Ausnahme: An Ionity-Schnellladesäulen musst du 1,09 Euro (!) pro kWh bezahlen.

Ab dem 15. Juni senkt Plugsurfing die Preise auf breiter Front. Dann gilt an AC-Säulen ein kWh-Preis von 48 Cent. Das schnellere Aufladen deines E-Autos per Gleichstrom wird dann mit 64 Cent pro kWh abgerechnet. Und an DC-Ladesäulen von Ionity sind künftig nur noch 89 Cent pro kWh zu bezahlen. Gut? Sicherlich. Aber wirklich preiswert ist Plugsurfing damit nicht. Denn vergleicht man die neuen Preise mit den in Deutschland ebenfalls häufig genutzten Angeboten von EnBW (mobility+) und Maingau Energie (EinfachStromLaden), wird schnell deutlich, dass Plugsurfing vergleichsweise teuer bleibt.

Die Ladetarife der Konkurrenz im Vergleich

Etwas preiswerter als PlugSurfing: mobility+ von EnBW. Hier kostet das E-Auto-Laden ab dem 6. Juli im Standard-Tarif ohne Grundgebühr 45 Cent pro kWh an AC- und 55 Cent je kWh an DC-Ladesäulen. Im Viellader-Tarif für 5,99 Euro Grundgebühr pro Monat werden Preise zwischen 36 und 49 Cent pro kWh fällig. Das Laden an Ladesäulen von EnBW ist in diesem Tarif preiswerter als das Laden an Säulen von Fremdanbietern. Wichtig auch: Das Aufladen an Stationen von Ionity kostet bei EnBW in beiden Tarifen 79 Cent pro kWh. Bei mehr als 240 Minuten Standzeit wird eine Blockiergebühr in Höhe von 10 Cent pro Minute erhoben – gedeckelt auf maximal 12 Euro.

Die preislich noch attraktiveren Ladetarife als bei PlugSurfing und EnBW sind derzeit bei Maingau Energie zu haben. Über das Angebot EinfachStromLaden werden an AC-Ladesäulen in Deutschland Stand heute nur 38 Cent pro kWh berechnet. An schnellen DC-Ladesäulen liegt der kWh-Preis bei 48 Cent. Wer sich für das Aufladen des E-Autos an einer Ionity-Ladesäule entscheidet, muss 75 Cent pro kWh bezahlen. Auch hier wird ein Standzeitzuschlag von 10 Cent pro Minute fällig. Ab 240 Minuten an AC-Säulen und ab 60 Minuten an DC-Säulen.

Alternative: E-Auto per Flatrate laden

Übrigens: Eine ganz neue Art des Stromladens kannst du auch über die Lade-Flatrate von Elvah finden. Monatlich einen Pauschalpreis bezahlen und soviel Strom tanken wie du möchtest. Vor allem für Vielfahrer ist das attraktiv. Wir haben das Angebot jüngst getestet. Den zugehörigen Testbericht findest du schon in Kürze hier bei inside digital.

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