E-Auto: Immer mehr Menschen kaufen einen Tesla, doch das reicht nicht

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Im vierten Quartal 2022 hat der Automobilhersteller Tesla insgesamt 405.000 Elektrofahrzeuge ausgeliefert. Dies ist zwar ein Anstieg von fast einem Drittel im Vergleich zu Vorjahr, ist aus Sicht von Börsenmaklern aber trotzdem eine Enttäuschung.
Tesla Model S in Rot von vorne
E-Auto: Immer mehr Menschen kaufen einen Tesla, doch das reicht nichtBildquelle: canadianPhotographer56 / Shutterstock.com

Trotz der deutlichen Absatzsteigerung im vierten Quartal vergangenen Jahres lagen die Auslieferungszahlen unter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten mit gut 421.000 ausgelieferten Fahrzeugen gerechnet. Dank anhaltender Logistikprobleme und einer sinkenden Nachfrage für rein elektrische Fahrzeuge wurde der E-Automobilhersteller von steigenden Leitzinsen und Rezessionsängsten getroffen. Im Berichtszeitraum lag die Gesamtproduktion bei insgesamt 439.701 Fahrzeugen. Zwischen Oktober 2021 und September 2022 waren es insgesamt 1,3 Millionen Elektrofahrzeuge, was einer Steigung von 40 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2021/2022 entspricht. Die konkreten Absatzzahlen für das Jahr 2022 inklusive des vierten Quartals werden nach aktuellem Stand am 25. Januar 2023 von Tesla verkündet.

Künftige Probleme am Markt

Die Tesla-Aktie hatte im vergangenen Jahr 65 Prozent an Wert verloren, das ist ihr größter Verlust seit dem Börsengang im Jahr 2010. Die Zahlen seien zwar weniger schlimm als die düstersten Vorhersagen an der Wall Street, erläuterte der Analyst Daniel Ives von Wedbush Securities. „Aber verfehlt ist verfehlt.“ Experten sehen Tesla mit mehreren Problemen konfrontiert, darunter eine Schwäche auf dem Automarkt in China. Gleichzeitig sehen sie Herausforderungen mit traditioneller Konkurrenz wie General Motors und Ford sowie von den Start-up-Unternehmen wie Rivian und Lucid. Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll Tesla in diesem Monat seine Produktion in Shanghai zurückfahren. Tesla-Aktionäre beschwerten sich, dass Konzern-Chef Elon Musk durch seine parallelen Aktivitäten als Boss von Twitter abgelenkt sei und sein Auftreten als CEO des Autokonzerns mangelhaft sei. Um die Finanzierung des Kaufs der Social-Media-Plattform sicher auf die Beine zu stellen, verkaufte er bereits Tesla-Aktien in Millionenhöhe.

Tesla: Zu viele Kapazitäten?

„Was wir herausfinden ist, dass Tesla nur eine gewöhnliche Autofirma ist, die mehr Kapazität gebaut hat, als sie verkaufen kann“, sagte der Analyst Gordon Johnson in einem Interview mit dem Aktionär Hot Stock Report. „Sie haben Kapazitäten aufgebaut, die sie nicht verkaufen können, obwohl ihre Anlagen noch nicht einmal vollständig hochgefahren sind“, erklärte Johnson. Tesla sei kein Technologieunternehmen und sollte auch nicht wie eins bewertet werden, fügte er hinzu.

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