Dschungelcamp und die Realität: So echt ist die TV-Show wirklich

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Was ist real, was ist erfunden? Bei Reality-TV-Shows ist das wohl eine der am heißesten diskutierten Fragen. So auch beim Dschungelcamp – vor allem in puncto Essen, wie die Stars wohnen und ob die Camper wirklich so schlimm sind, wie sie dargestellt werden. Ehemalige Teilnehmer packen nun aus und kritisieren RTL.
Dschungelcamp 2020 alle Teilnehmer
Bildquelle: TVNOW / Stefan Menne

Ob die Stars im Dschungelcamp tatsächlich Kuh-Urin, Hoden oder Mäuseschwänze zu essen bekommen? Und ob Camper wie Danni Büchner wirklich so nervig sind, wie sie im Fernsehen dargestellt werden?

Nach Shows wie „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ (IBES) oder auch „Germanys Next Topmodell“ (GNTM) packen immer wieder Ex-Teilnehmer aus und zeichnen ein realistisches Bild, wie es hinter den Kulissen abläuft. Auch Sonja Kirchberger, die in der zweiten Woche des Dschungelcamps 2020 rausflog, bezeichnet die Sendung als „Camp der Scheinheiligkeit“.

Bastian Yotta packt aus: So war es wirklich im Dschungelcamp

Auch 2020 melden sich Stars und Sternchen zu Wort. So auch Bastian Yotta: Der Fitness-Profi richtete sich im vergangenen Jahr im australischen Dschungel ein und wettert nun über die ganze Sendung.

Den Zuschauern gaukelt RTL vor, dass die Teilnehmer einen langen und ebenso beschwerlichen Fußmarsch bis zum Camp zu bewältigen haben. Pustekuchen! Stattdessen fährt ein kleiner Bus die Teilnehmer bis zum Dschungel, sodass die Stars nur noch wenige Meter zu Fuß gehen müssen. Auch der Wasserfall und der kleine Teich sind nicht echt, sondern künstlich angelegt. In diesem Punkt spielt RTL aber mit offenen Karten.

Auch die Darstellung der Teilnehmer kreidet Yotta RTL an: Jeder Dschungelcamper soll schon vorab eine bestimmte Rolle zugewiesen bekommen, die ins Drehbuch passen. So wurde Bastian Yotta als Fitness-Profi mit Motivationssprüchen wie „I’m strong! Healthy! And full of energy“ von RTL ins Lächerliche gezogen, indem er als dargestelltes Großmaul bei den Prüfungen versagte. Alles geschehe zugunsten des Unterhaltungswerts, die Realität würde vernachlässigt.

Helena Fürst: Jetzt spricht die Ex-Dschungelcamperin

In die gleiche Kerbe schlägt auch Helena Fürst, die schon vor vier Jahren, also 2016, ins Dschungelcamp zog. Das TV-Sternchen ist Sympathisantin von Danni Büchner und kann ihre Situation nachvollziehen. Auch sie wurde schnell zur Nervensäge der Staffel degradiert, so wie es derzeit auch Malle-Danni geschieht.

Sie wirft RTL vor, Situationen und Gespräche völlig aus dem Zusammenhang zu reißen und die vermeintlich „besten“ Situationen aus einem Tag in eine Sequenz von zwei Stunden Sendezeit zusammenzuschneiden. Das Ziel: die Quote muss stimmen.

Wie Fürst angibt, leide sie noch heute unter den Folgen des Dschungelcamps. Sie wäre durch die Teilnahme an der Show verleumdet worden, erhielt Morddrohungen und wurde beschimpft. Neue Aufträge bekäme sie auch nur noch schlecht. Die 45-Jährige appelliert, dass kein Sender die Macht haben dürfe, das Leben der Teilnehmer nachhaltig negativ zu beeinflussen. Ihre Fans haben hingegen kein Verständnis dafür und meinen, sie sei selber Schuld, wie man den Kommentaren auf Facebook entnehmen kann.

Dschungelcamp: Und was ist mit dem Essen?

Krokodil, Mäuse, Innereien, Urin – das Essen, das die Teilnehmer aufgetischt bekommen, scheint hingegen echt zu sein. Wie einige Teilnehmer verrieten, bewege sich RTL zwar fernab von bekannten Fleischsorten – Fleisch war es aber trotzdem. Zusätzlich bekommen die Stars Reis, Bohnen und Wasser, wenn keine Prüfung ein Dinner einholt.

Quellen:

Bildquellen

  • Dschungelcamp 2020: TVNOW / Stefan Menne
Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!
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