DKB: Neue Gebühr für Bargeld – auch für Bestandskunden

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Die DKB gilt als eine der beliebtesten Onlinebanken. Die Beliebtheit kommt nicht von ungefähr: Das Konto ist Kostenlos und Geld gibt es kostenlos per Visa-Card aus jedem Automaten weltweit. Doch jetzt wird bekannt: Die Konditionen bei der DKB verschlechtern sich – auch für Bestandskunden.
Eingang der DKB-Zentrale in Berlin
Eingang der DKB-Zentrale in BerlinBildquelle: Mo Wüstenhagen/dkb.de

Zunächst einmal hatte die DKB – die Abkürzung steht für Deutsche Kreditbank – eine neue Gebühr eingeführt, die nur Neukunden betrifft: das Verwahrentgelt. Dieses Verwahrentgelt sollte ohnehin nur wenige Kunden betreffen. Denn erst, wenn du mehr als 100.000 Euro bei der Bank auf den Konten liegen hast, sollten die Strafzinsen gelten. 0,5 % p.a. will die DKB dir für jene Beträge jenseits der 100.000 Euro in Rechnung stellen. Das gilt übrigens auch für die Aktivkunden, die als aktive Kunden der DKB sonst viele Preisvorteile haben.

Bargeld einzahlen kostet künftig

Jetzt kommt eine neue Gebühr hinzu, die aber jeden Kunden der DKB treffen könnte. Es geht dabei um die Bargeld-Einzahlung. Diese hatte die DKB bislang kostenlos ermöglicht. Damit wird ab 1. April Schluss sein. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Preis- und Leistungsverzeichnis hervor.

Bislang können alle Kunden ihr Bargeld an den (wenigen) Geldautomaten der DKB einzahlen. Das geht vollautomatisch und das Geld ist direkt auf dem Konto verbucht. Doch ab April will die DKB sich diesen Vorgang bezahlen lassen. Die Kosten für die Einzahlung von Bargeld am Automaten der DKB werden demnach mindestens 2,50 Euro betragen. Die Obergrenze liegt bei 15 Euro. Welchen Betrag du tatsächlich bezahlen musst, ist aber abhängig von dem Betrag, den du einzahlst: Die Provision beträgt 1,5 Prozent. In der Praxis heißt das: Eine Einzahlung von 100 Euro kostet dich den Mindestbetrag von 2,50 Euro. Bei 500 Euro zahlst du 7,50 Euro und ab 1.000 Euro fällt der Maximalbetrag von 15 Euro an.

Die neue Bargeld-Gebühr wird für jeden DKB-Kunden gelten. Kompatible Geldautomaten hat die DKB in einer Liste zusammengestellt. Übrigens: Eine Ausnahme von den Gebühren gibt es. „Soweit das Girokonto, auf dem der eingezahlte Betrag gutgeschrieben werden soll, zum Zeitpunkt der Einzahlung einen Sollsaldo aufweist und mit dem Einzahlungsbetrag somit ein Darlehen zurückgezahlt wird, beträgt das Entgelt unabhängig vom Einzahlungsbetrag 2,50 EUR“, heißt es im Kleingedruckten der Preisliste.

Tipp: Über den Kooperationspartner Barzahlen.de ist es möglich, Bargeld in vielen Supermärkten und Drogerien einzuzahlen. Hier beträgt die Provision generell 1,5 Prozent – ohne Unter- oder Obergrenze.

DKB-Zinsen auf Tagesgeld fallen weg

Weitere Gebühren, die sich zum 1. April ändern werden, betreffen das Einreichen von Schecks sowie sogenannte beleghafte Überweisungen, also Überweisungen auf Papier. Die Kosten liegen bei 2,95 Euro. Zudem werden die Zinsen für das DKB Tagesgeld auf der Visa-Karte zusammengestrichen. Allerdings lag dieses zuletzt ohnehin nur noch bei 0,01 Prozent. Für das Tagesgeld soll es künftig ein eigenes Produkt geben – das aber auch nur 0,01 Prozent Zinsen bringen soll. Die gute Nachricht ist aber. Generell bleibt die DKB kostenlos. Die Norisbank als Tochter der Deutschen Bank schafft dieses Kontomodell ab, wenn du nicht mindestens 500 Euro im Monat als Geldeingang verbuchst.

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21 KOMMENTARE

  1. Wer bei einer reinen Onlinebank etwas beleghaft durchführt hat eh nicht alle Latten am Zaun. Und die Gebühr für die Einzahlung am Automaten trifft auch nur die 50 Kunden die in der Nähe von einem der 20 Automaten in Deutschland leben.

  2. Geld auf mein Girokonto einzahlen? Ich finde dafür ist mein Arbeitgeber zuständig…
    Naja wer wirklich 100.000 € auf dem Girokonto hat, der sollte sich eigentlich mal über Anlagemöglichkeiten beraten lassen…

  3. Auch Kontoinhaber bei einer Onlinebank bekommen manchmal einen Scheck, z.B. von der gegnerischen Versicherung bei einem KFZ-Haftflichtschaden !
    Spar dir doch deine Beleidigungen…

    • Sorry aber ich bin so jung ich wüsste nicht mal wie man einen Scheck nutzt 😉

      Nein im Ernst jetzt auch bei Kfz-Haftplichtschäden habe ich bisher immer eine Überweisung der Summe bekommen. Alles andere ist ja auch vorsintflutlich.

      • Nicht zwingend. Es gibt auch Tätigkeiten die bar beglichen werden/ können/ müssen. Zum Beispiel aus freiberufliche hen und Selbstständigen Tätigkeiten.
        Für jede bargeldlose Abeicklung brauche ich die passenden Vertragspartner (was auch kosten verursacht) dazu noch Equipment usw. Bargeld ist da wesentlich einfacher und effizienter.
        Ich selbst hatte das lange. Und ganz ehrlich, ich passe nicht mein Leben der Bank sondern die Wahl der Bank meinem Leben an. 🙂

  4. Weltweit Geld abgeben ist schon lange nicht mehr möglich, nur noch in der EU.
    Das habe ich auch erst erfahren als ich die Abhebegebühren aus Thailand zur Rückerstattung eingereicht habe.

    • Wenn der Geldautomatenbetreiber eine Gebühr berechnet, dann kann DKB da nichts zu. In einigen Ländern der Welt ist das offenbar üblich. Aber wenn du das Geld von der DKB aus Kulanz zurück bekommen hast, warum war es dann nicht kostenlos?

      Übrigens geht die DKB damit offen um. Das steht dazu auf der Webseite:
      Mit Ihrer DKB-VISA-Card erhalten Sie als Aktivkunde überall auf der Welt an Geldautomaten mit dem Visa-Logo kostenfrei Bargeld. Einen Geldautomaten in Ihrer Nähe finden Sie mit unserer weltweiten Geldautomatensuche. Mit der DKB-VISA-Card haben Sie zudem die Möglichkeit auch ohne Geldautomat Bargeld zu erhalten – z. B. mit Cash im Shop.

      Für Kunden ohne Aktivkunden-Status fällt außerhalb des Euroraums und bei Abhebungen in anderen Währungen ein Währungsumrechnungsentgelt in Höhe von 2,20% des verfügten Betrags an.

      Wichtiger Hinweis:
      Geldautomatenbetreiber im Ausland können individuelle Entgelte erheben, die Ihnen vor Auszahlung des Betrages am Geldautomaten angezeigt werden. Nur wenn Sie die Auszahlung bestätigen, wird Ihrer Karte zusätzlich zum Auszahlungsbetrages auch das Entgelt belastet. Auf diese Entgelte hat die DKB keinen Einfluss, daher erstatten wir sie nicht. Selbstverständlich können Sie den Vorgang auch abbrechen und sich für einen anderen Geldautomaten mit Visa-Logo entscheiden.

  5. Ich habe in Italien mit der Debitkarte 20€ abgehoben. Plötzlich waren 10€ mehr von meinem Konto runter. Wucher Kosten!

    • Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Steht genau so in der Preisliste. Immer die Visa card nutzen. Und nicht der Bank die Schuld geben wenn man nicht versteht, was man gebucht hat.

  6. Der Artikel strotzt nur so vor groben Fehlern. Beispiele: Das Verwahrentgeld über 100.000€ gilt hier pro Konto, nicht für die Summe der Konten. Die Tagegeldverzinsung wird nicht abgeschafft, sondern vom Kredikartenkonto auf das neue Produkt Tagesgeldkonto verlagert.

  7. Und dein Kommentar ist sinnfrei. Wenn ich 100k Euro bei so einer Bank liegen habe, mach ich eh was verkehrt. Und da ist mir egal, wenn ich auf einem zweiten Konto noch mal 100k liegen haben könnte. Die dann übrigens nicht mal von einem Einlagensicherungsfonds abgedeckt wären.

    Und das das sinnfreie Tagesgeld unter anderem Namen wieder kommt, steht in Text, was man wüsste, wenn man ihn denn gelesen hätte.

  8. Wenn du aber (im Lotto gewinnst oder) einen Kredit für ein Haus von der Bank überwiesen bekommst,dann hast du schnell Mal 100000 auf dem Konto.

  9. Das erinnert mich an meetings in großen Einheiten des Gesundheitswesens, wenn morgens gesagt wird: Wir sollten heute noch ein zwei Gelenke mehr austauschen ddas verbessert die Erlösseite :-)). Auch ihr habt den Bezug zur Realität völlig verloren. Scheint ja in Berlin in zu sein. Macht weiter so !

  10. Wichtigtuerische Panikmache, dieser Bericht. Kann man getrost vergessen. Steht alles so auch in den Bedingungen. Für geschätzt 99.9% der Kunden ändert sich nichts.

    • Bisher waren Einzahlungen kostenlos und ab jetzt werden dafür 2,50 – 15€ pro Vorgang fällig. Auch für Bestandskunden. Was ist daran Panikmache?

  11. Wenn man die Bank Geld zahlen muss, damit sie mit dein Geld weiteres Geld in Form von Krediten kreieren kann, dann hat Gier eine neue Stufe erreicht.
    Dezentralisierte Finanzdienstleistungen (DeFi) kommen, wer früh einsteig ist später im Vorteil.

  12. Kundenunfreundlich, dass Einzahlungen jetzt kosten. Man hätte zumindest ein paar Einzahlungen pro Jahr kostenlos machen können, z.B. wie bei Comdirect 3x pro Jahr. Und das auch noch bei eigen betriebenen Automaten. Aber gut, in Zeiten von Minuszinsen müssen die Banken ja auch irgendwie Geld machen und Mitarbeiter bezahlen.

  13. Soweit ist fast alles richtig nur ein Punkt stimmt nicht: Die Einreichung eines Schecks in Euro ist weiterhin kostenfrei. Sieht man sich einmal das neue PLV an, steht dort:
    3 Entgelte/Kosten bei Scheckeinreichung
    bezogen auf ein inländisches Kreditinstitut in EUR kostenlos

    Beleghafte Überweisungen sind Überweisungsaufträge, die außerhalb des Onlinebankings stattfinden. Sprich wenn man einen eingescannten, unterschriebenen Auftrag einreicht, per Fax oder Post versendet

  14. Das wahre Problem geht von den Zentralbanken aus. Die können es harnicht mehr abwarten Ihre Digitalwährungen einzuführen. Natürlich zu 100% kontrolliert. Die Bargeldabschaffung wird natürlich nicht von heute auf morgen vollzogen und die Zentralbanken, die aus Nichts Fiat Währung erstellen werden alles versuchen, Menschen davon zu überzeugen, daß es ein guter und notewndiger Shritt sein wird. Dabei geht es ausschließlich um Macht und Kontrolle. Die wollen jeden cent verfolgen und was damit gekauft wurde. und wenn jemand nicht für brav genug befunden wird, gibt es Minuspunkte für den sozialen Kreditrahmen.. so wie es in China jeden Tag passiert. der Social Credit score wird dort fleißig getestet. Soweit dürfen Wir es nicht kommen lassen. Die Pläne werden schon fleißig besprochen.

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