DKB-Kunden: Achtung! Bank warnt vor Betrug

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Immer wieder versuchen Betrüger an sensible Daten heranzukommen. Sogenannte Phishing-Angriffe gehören zum Alltag. Nun trifft es Kunden der DKB. Dabei ist der Versuch der Betrüger an dein Geld zu kommen äußerst raffiniert.
DKB-Kunden in Gefahr: Es geht um dein Geld
DKB-Kunden in Gefahr: Es geht um dein GeldBildquelle: DKB / Unsplash Chunttersnap

Viele Phishing-Mails lassen sich relativ einfach als solche enttarnen. Anhand von Rechtschreibfehlern, Unstimmigkeiten bei der Absende-E-Mail-Adresse oder falschen Angaben zum eigenen Namen erkennen viele Menschen heutzutage Spam. Es gibt aber auch Phishing-Mails, die seriös aussehen. Etwa wie der sich aktuell im Umlauf befindende Versuch, der vermeintlich von der Deutschen Kreditbank (DKB) stammt.

DKB-Konto gesperrt?

Wie die Verbraucherzentrale meldet, taucht diese E-Mail mit dem Betreff „Die Aktivierung Ihres Tan2Go“ in den Postfächern auf. Dabei erinnert sie dich an eine noch ausstehende Datenüberprüfung, die für die Kontosicherheit notwendig ist. Wer auf einen Button klickt, dessen DKB-Konto soll wieder freigeschaltet werden. Der Inhalt der E-Mail enthält kaum Rechtschreibfehler und sieht auf den ersten Blick ziemlich seriös aus:

„Wir haben festgestellt, dass Sie Ihre persönlichen DKB Daten bis heute nicht bestätigt haben. Um Ihnen weiterhin einen sicheren Service anbieten zu können, ist die Bestätigung Ihrer persönlichen Daten notwendig. Ihr Nutzerkonto wurde temporär gesperrt. Nach Abschluss der Bestätigung wird Ihr Nutzerkonto automatisch freigeschaltet. Die Bestätigung können Sie über den unten ausgeführten Button starten.“

Unter den Button wird anschließend noch vor eine Gebühr gewarnt, die auf dich zukommt, wenn du deine DKB-Daten nicht bestätigen solltest. „Kommen Sie dieser E-Mail innerhalb 14 Tagen nicht nach, ist die Freischaltung nur über den Postweg möglich. Dabei wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 79,95 Euro fällig, welche wir abschließend von Ihrem Konto abbuchen werden.“

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So schützt du dich und dein Geld

Auf gar keinen Fall solltest du auf den Button klicken. Auch die DKB warnt aktuell im Online-Banking seine Kunden vor einem Internet-Betrug. Hinter solchen Mails und Links lauern meist Fallen, die beispielsweise eine simulierte Seite, etwa der DKB, anzeigen. Tippst du hier die Zugangsdaten ein, gelangen sie in die Hände der Betrüger. Zwar sollen TAN-Verfahren oder Zweifaktor-Authentifizierungen davor schützen. In der Praxis funktioniert das aber nicht immer. Solche E-Mails solltest du sofort in den Spam-Ordner verschieben.

In dem Fall wäre eine Überprüfung, ob dein Konto tatsächlich gesperrt ist, relativ simpel. Du meldest dich in einem neuen Browser-Tab mit deinen DKB-Zugangsdaten im Online-Banking an. Kannst du dich einloggen, ist dein Konto nicht gesperrt und die E-Mail als Betrug entlarvt. Befindet sich in deinem DKB-Posteingang keine Nachricht deiner Bank, ist der Fall erledigt.

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Bei anderen E-Mails lässt sich das nicht so einfach verifizieren. Zunächst solltest du neben dem eigentlichen Inhalt auch auf die Absender-Adresse achten. Kommt dir diese bereits merkwürdig vor, handelt es sich mit hoher Sicherheit um einen Phishing-Versuch. Fehlt dann eine direkte Kundenansprache, ist das ein weiterer Hinweis. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte Links in nicht absolut vertrauenswürdigen E-Mails grundsätzlich nicht anklicken. „Selbst wenn der Absender täuschend echt aussieht: Eine seriöse Bank und damit auch die DKB, würden Kund*innen nie per E-Mail oder SMS auffordern, Ihre PIN oder andere Daten über eine Verlinkung einzugeben“, erklärt uns ein DKB-Sprecher auf Anfrage. Zudem sollte man nie PIN oder TAN per E-Mail, SMS oder Telefon weitergeben.

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1 KOMMENTAR

  1. Avatar Florian

    Man hätte auch „Erneuter Phishing Angriff auf die DKB“ als Überschrift nehmen können, aber das wäre ja nicht einmal ein zehntel so reißerisch.

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