Disney+, Netflix und Co.: Das ist der neue Spitzreiter unter den Streaming-Diensten

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Immer mehr Streaming-Dienste strömen auf den Markt, auch in Deutschland. Dadurch sowie durch weitere Komponenten verschieben sich die Konstellationen am Markt. Vor allem für Netflix sieht es bitter aus, denn der ehemalige Gewinner muss nun im Q1 Federn lassen.
Amazon, Netflix oder doch Disney? Diese Zahlen sind verblüffend
Amazon, Netflix oder doch Disney? Diese Zahlen sind verblüffend Bildquelle: Unsplash/Nicolas J Leclercq

Netflix musste in diesem Jahr bereits einige Rückschläge hinnehmen. Zu Beginn des Jahres brach der Aktienkurs des Streaming-Anbieters dramatisch ein, sodass der Aktienwert im ersten Quartal um ein Fünftel absank. Durch immer teurer werdende Abos kehren darüber hinaus viele Nutzer Netflix den Rücken. Und das hat nun Auswirkungen auf den einstigen Gewinner am Markt, wie eine Statistik zeigt.

Hat Netflix ausgedient? Dieser Anbieter ist jetzt der Liebling

Die sinkenden Kundenzahlen wirken sich nun auch sichtbar im gesamten Wettbewerb aus. Wie Business Insider unter Berufung auf das Unternehmen JustWatch berichtet, haben die Deutschen seit knapp zehn Jahren erstmals einen anderen Lieblings-Anbieter als Netflix. Laut der Datenbank von JustWatch verschiebt sich die Spitze im ersten Quartal 2022 leicht.

Um ein Haar zieht Netflix den Kürzeren und kommt „nur noch“ auf 30 Prozent Marktanteil. Stattdessen zieht nun Amazon Prime Video an der Konkurrenz vorbei und avanciert zum beliebtesten Streaming-Dienst in der Republik – und das mit einem Prozent Anteil mehr. Obgleich der Unterschied zwischen Amazon Prime Video und Netflix derzeit nur marginal ist, setzt er doch ein Zeichen und untermauert den Abwärtstrend von Netflix abermals.

Den Aufwärtstrend von Amazon Prime Video erklärt sich das Londoner Marktforschungsunternehmen Ampere Analytics damit, dass Prime mehr deutschsprachige Inhalte bietet als Netflix, wie Spiegel Online berichtet. Dazu zählt unter anderem etwa die Erfolgsshow „LOL – Last One Laughing“ von und mit Bully Herbig. Grund zu dieser Annahme ist, dass Prime in Westeuropa nur in Deutschland und Österreich vor Netflix liegt. Weiterhin schätzt das Unternehmen, dass Amazon mit seinem Streaming-Dienst im vergangenen Jahr um 1,4 auf 12,6 Millionen Abonnenten wachsen konnte. Im Vergleich: Netflix konnte lediglich um 300.000 auf 9,6 Millionen Kunden zulegen.

Konkurrenz liegt weit zurück

Weiterhin ungebrochen ist der Erfolg von Disney+ – obgleich der Streaming-Dienst mit 18 Prozent Marktanteil deutlich hinter den Speerspitzen zurückliegt. Sky Go und Sky Ticket kommen derweil insgesamt auf 7 Prozent und liegen damit noch vor Apple. Trotz des Oscars für die Eigenproduktion „Coda“ stagniert Apple TV+ nach wie vor bei 5 Prozent Marktanteil.

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2 KOMMENTARE

  1. Uwe

    Was immer so von Analysten rausgefunden wird. Das ist wie Kino. Die Kritiker haben zumeist ne ganz andere Meinung zu Inhalten wie die Fans.
    Ich z.B. sehe so gut wie keine deutschen Inhalte. Eigentlich gar nichts. Netflix und prime abonniere ich je nach Angeboten. Netflix Inhalte, vor allem die Originale (zuletzt der Hammer Actioner Kate) sehe ich aber deutlich lieber als prime Inhalte.

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  2. Don Ramon

    Wegen LOL und dem witzlosen Herbig habe ich garantiert kein Prime Abo!!
    Netflix ist okay, die meisten „Eigenproduktionen“ allerdings absoluter Müll!!
    Disney+ lebt auch nur von Mandolorian, Bad Batch und TWD… Für den Rest von Disney+ holt sich wahrscheinlich keiner das Abo!!

    Antwort

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