Dieser Mobilfunk-Anbieter schafft die SIM-Karte ab

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Die SIM-Karte ist eigentlich der Inbegriff eines Handyvertrages. Doch ihr geht es jetzt an den Kragen. Denn der erste Anbieter in Deutschland schafft sie ersatzlos ab. Wir zeigen dir, was dahinter steckt.
SIM Karten
Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures

Seit dieser Woche gibt es beim Prepaid-Mobilfunk-Angebot simquadrat des Anbieters sipgate keine SIM-Karte mehr. Alle Plastik-SIMs wurden für Neukunden abgeschafft. Der Grund: Neukunden erhalten bei der Buchung automatisch eine eSIM und können ihren Tarif direkt online aktivieren. Der Nachteil: Das funktioniert nur mit einem Handy, das eSIMs unterstützt. Das sind noch nicht viele. Als Beispiele seien iPhones XR, XS (Max), 11, 11 Pro (Max) von Apple sowie Pixel 3 (XL) und Pixel 4 (XL) von Google genannt.

Bei diesen Handys wird die Information, die sich sonst auf dem Chip der Plastik-SIM-Karte befindet auf eine im Handy eingebaute SIM-Karte geschrieben. Über das Handy-Menü kann diese dann aktiviert werden. Alle Kunden, die eine echte SIM-Karte brauchen, schließt simquadrat damit aber ab sofort von seinem Angebot aus.

Veränderte Kosten durch eSIM

Für simquadrat fällt mit der Umstellung keine Grundgebühr mehr an und es gibt keine Bindung. Simquadrat möchte den Kunden damit ermöglichen, sich beispielsweise Daten, Sprache und Features ergänzend zu einem bestehenden Vertrag bei einem anderen Anbieter zu buchen. Alle kostenpflichtigen Pakete und Features sind einzeln und ohne Laufzeit buchbar. So können Kunden jeden Monat neu festlegen, was sie benötigen. Auch Bestandskunden können auf die neuen Optionen umstellen.

Möglich sind zum Beispiel verschiedene Ortsrufnummern, internationale Rufnummern, Daten-Flatrates sowie Sprach-Flatrates für die Nutzung innerhalb der EU und in bis zu 35 Ländern. Mit den Datenflatrates surfen simquadrat Kunden mit LTE (bis zu 50 Mbit/s Down- und bis zu 32 Mbit/s Upload-Geschwindigkeit) im Netz von O2.

Der simquadrat-Basistarif enthält die kostenlose eSIM und hat weder Grund- noch Bereitstellungsgebühren. Für Gespräche in alle deutschen Netze fallen dann beispielsweise 9 Cent pro Minute und 7 Cent pro SMS an. Eine Deutschland-Allnet-Flat kostet 4,95 Euro monatlich, eine Allnet-Flat in alle 28 Länder der EU 9,95 Euro monatlich. Das Datenpaket mit 1 GB kostet 4,95 Euro pro Monat, das Routing einer nationalen Festnetznummer 2,95 Euro monatlich.

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