DHL macht bei der Packstation das Smartphone zur Pflicht

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Wer in der analogen Welt DHL-Pakete über die Packstation empfangen möchte, ist schon bald dazu gezwungen, eine App von DHL auf seinem Smartphone zu installieren. Ohne die Anwendung gibt es keine Pakete. Nur für Bestandskunden gibt es derweil eine rudimentäre Alternative.
Packstation von DHL
Bildquelle: DHL

Bisher brauchten DHL-Kunden zur Abholung eines Paketes an der Packstation zwei Dinge: Ihre Kundenkarte und eine mTAN, die sie von DHL per SMS geschickt bekamen. Damit ließ sich an der richtigen Packstation das entsprechende Fach öffnen und das Paket entnehmen. Ab 9. August ist damit jedoch Schluss. DHL schickt seinen Kunden dann keine SMS mehr.

Künftig soll der weiter benötigte Code ausschließlich in der DHL-App angezeigt werden. Diese gibt es für Apple-Handys mit iOS und Android-Smartphones mit mindestens Android 5.0. Wer ein älteres Android-Handy nutzt, einen altes Blackberry oder Windows Phone einsetzt oder die DHL-App nicht auf seinem Handy haben möchte, kann die Packstation künftig nicht mehr nutzen – zumindest, wenn er sich neu anmeldet.

Für Bestandsnutzer gibt es seitens DHL noch eine Alternative. Parallel zur Anzeige des Abholcodes in der App will man den Kunden den Abholcode auch per E-Mail zuschicken. Neuen Packstation-Nutzern steht diese Option nicht zur Verfügung. Wen diese Mails nerven, der kann sie online abbestellen – bekommt sie dann aber auch nie wieder bestellt.

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Mobile Paketmarke für die Abgabe an der Haustür

Schon vor einigen Wochen hat DHL einen anderen mobilen Service ausgeweitet. Mit der „mobilen Paketmarke“ bietet der Paketdienst seinen Kunden mehr Möglichkeiten, Pakete zu verschicken. Dabei kauft der Kunde über die DHL Paket App oder in der Online-Frankierung im Internet ein Versandlabel für seine Sendung und erhält einen QR-Code auf sein Smartphone.

Statt den Paketaufkleber auszudrucken oder den QR-Code im Paketshop vorzuzeigen, reicht es, dem DHL-Boten Paket und QR-Code zu geben. Der Bote druckt die Aufkleber für das Paket aus und nimmt das Paket dann mit.

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7 KOMMENTARE

  1. Es ist schon so, dass die immer noch rasant zunehmenden Mail-Order-Geschäfte den Transport der Pakete bis in die Hände des Kunden durch deren schiere Menge zu einem Problem gemacht haben.

    Einige DHL-Zusteller behelfen sich dadurch, dass sie für ganze Straßenzüge die Pakete überhaupt nicht mehr an die Empfänger zustellen, sondern die Ware etwa bei einem Kiosk deponieren, mit dem sich DHL verbündet hat.
    Dummerweise werfen sie beim eigentlichen Empfänger auch keine Benachrichtigung ein. Diese erfolgt sehr unauffällig bei der Abfrage der Sendung etwa bei Amazon in deren Sendungsverfolgung. Gelegentlich informiert DHL per Email direkt über die Deponierung der Sendung an einer bestimmten Adresse.

    Was jetzt hinsichtlich der Paketstationen angestoßen wird., darf nach den Regeln von Zweckbestimmung und Nutzungsmöglichkeit als völlig normal angesehen werden. Um das zu verdeutlichen: Autobahnen darf man nur mit bestimmten Fahrzeugen nutzen, und wer nur ein Fahrrad hat, darf damit eine Autobahn nicht befahren. In unseren hochtechnisierten Gesellschaften ist ein Smartphone mit entsprechender Software bereits Standard.

    Wer nicht wegen eines Paketes von der Arbeit fernbleiben und nicht zu Hause warten will, wird sich von allein auf eine für ihn praktikable Lösung einlassen. Und DHL selbst wird darauf bedacht sein, möglichst rationelle und kostengünstige Vorgehensweisen zu entwickeln, anzubieten und durchzusetzen. Das ist als Fortschritt lediglich eine Weiterentwicklung von Methoden in bestimmten Marktsegmenten und Lebensbereichen.
         Am Ende wirkt sich das auch aus als Ressourcenschonung und Schadstoffvermeidung.
    – mlskbh –

  2. Das das teilweise so nicht stimmt, wer nicht angemeldet ist und eine Benachrichtigung im Briefkasten hat das er sein Paket in der Packstation abholen kann . Der braucht nur die Benachrichtigung mitnehmen und bekommt sein Paket aus der Packstation. Und das wird noch die Mehrheit der Kunden sein denn die wenigsten sind angemeldet.
    Rudi

  3. Wie verhält sich das nur mit der Sicherheit bei der Zustellung?
    Ganz zu Beginn war es so, daß jeder Nutzer eine Karte mit seiner Packstationsnummer und einen festen Pin hatte, wie beispielsweise bei den Bankkarten. Damals war es an jeder Packstation möglich beides von Hand einzugeben um sein Paket zu erhalten. Dann wurde umgestellt und die Karte musste unbedingt im Lesegerät erkannt werden, eine Eingabe der Nummer von Hand war nicht mehr vorgesehen. Dann kamen irgendwann die immer wieder wechselnden Pins dazu, um die Sicherheit noch mehr zu erhöhen.

    Jetzt haben die neuesten Stationen gar kein Lesegerät mehr mit eingebaut, daß den Magnetstreifen der Karte lesen könnte. Da reicht dann auf einmal wieder die manuelle Eingabe der Kartennummer aus.
    Eine neue Karte, die mit der optischen Erkennung der neuen Geräte kompatibel ist, bekommt man als Altkunde aber nur auf eigene Bestellung zugeschickt.

    Noch nicht mal eine Dementsprechende Nachricht habe ich bemerkt!

  4. Auf meinem Android Gerät (Samsung Galaxy Note N7000, Bj. 2012) lässt sich die App nicht installieren. Ein Android Update ist auch nicht möglich, da das Telefon zu alt ist. Leider verfüge ich auch nicht über die notwendigen Mittel, um ein Neues Mobiltelefon zu erwerben. Ab dem 15 November 2019 werde ich die Packstation nicht mehr nutzen können. Das ist nicht nur sehr schade, sondern auch sehr ärgerlich!

  5. Mir geht es genauso. Ich habe kein Smartphone, sondern nur ein altes Handy.
    Auf meinem Laptop kann ich die App von DHL nicht installieren. Die Packstation war für mich die praktische Lösung, da tagsüber nicht zuhause bin. Die Postämter sind dermaßen voll sind, dass man eine halbe Stunde und länger anstehen muss. Außerdem gibt es dort auch kaum Parkplätze. Ich werde mich wohl dann demnächst wieder im Postamt anstellen müssen. Meine Nachbarn nehmen keine Sendungen an. Tolle Neuerung!!!! Wir sind bestimmt nicht die einzigen Kunden denen es so ergeht. Super, DHL!!!!!! So sieht Kundenzufriedenheit aus.

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