Deutsche Bahn baut Deutschlands ersten Smart-City-Bahnhof

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Smart City ist ein Buzzword, das derzeit auch und vor allem im Hinblick auf 5G die Technikbranche umtreibt. Dabei geht es nicht nur um autonomes Fahren mit dem Auto. Das macht auch eine überraschende Ankündigung der Deutschen Bahn deutlich: Sie errichtet derzeit den ersten Smart-City-Bahnhof.
Smart City Bahnhof in Berlin als Visualisierung in einer App auf dem Handy
Bildquelle: Deutsche Bahn

Dabei handelt es sich um den S- und Regionalbahnhof Berlin-Charlottenburg. Die Deutsche Bahn sei bereits dabei, die Station zum ersten Smart-City-Bahnhof Deutschlands umzugestalten, teilte sie jetzt mit. Bis Juni 2019 soll der Umbau schon abgeschlossen sein. Dazu investiert die Deutsche Bahn etwa 1,8 Millionen Euro. Schon heute könnten Reisende und Bahnhofsbesucher durch 3-D-Visualisierungen per Smartphone-App erkennen, wie die neue Gestaltung der Personenunterführung zukünftig aussehen wird, heißt es von der Bahn.

Was ist ein Smart-City-Bahnhof?

„Smart heißt für uns, Infrastruktur und Flächen um vielfältige Nutzungskonzepte zu erweitern – mit dem Ziel, unseren Kunden einen angenehmen Aufenthalt zu bieten“, sagt Meike Niedbal, Leiterin Smart Cities der Bahn. Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude erhält unter anderem zwei Sitzbänke mit USB-Lademöglichkeiten und bessere Wartemöglichkeiten an den Bahnsteigen. Zu den weiteren Maßnahmen zählen ein neues Beleuchtungskonzept und eine verbesserte Sauberkeit. Die Personenunterführung erhält eine neue Wandgestaltung aus Glas. Sie zeigt ein Motiv historischer Karten Berlins aus verschiedenen Jahrzehnten mit dem Verlauf der Stadtbahn.

Künftig sollen zudem neue Monitore mit Informationen zu Zugabfahrten für eine bessere Auskunft sorgen. Auch die Aufenthaltsqualität auf dem Vorplatz soll verbessert werden.

Es sind also viele Maßnahmen, die auf den ersten Blick gar nichts mit einer Smart City zu tun zu haben, sondern die gemeinhin mit Vernetzung verbunden wird. Für die Deutsche Bahn bedeutet Smart City in Bezug auf den Bahnhof aber auch, umweltfreundliche Angebote für eine nachhaltige Stadt und eine gute Vernetzung von Verkehrsinfrastruktur und Mobilität schaffen. „Das ist das Ziel von Smart City“, heißt es in der Pressemitteilung der Bahn. Smart City sieht CO2-freie Alternativen für Mobilität als zentralen Schlüssel zu einer lebenswerten Stadt und stellt ihre Bewohner in den Mittelpunkt. Bahnhöfe würden dabei zu attraktiven Anziehungspunkten und somit zu Zentren des urbanen Lebens weiterentwickelt.

Den Bahnhof Berlin-Charlottenburg nutzen täglich circa 90.000 Reisende und Besucher. Rund 900 Regionalzüge und S-Bahnen halten dort jeden Tag. Der Bahnhof dient zudem als Umsteigestation zur U-Bahn, in unmittelbarer Bähe befindet sich Berlins einzige echte Fußgängerzone.

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