Böse Überraschung für Bahn-Fahrer: Diese Änderung sorgt für miese Stimmung

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Bahn fahren wird ab Mitte Dezember teurer. Wir verraten dir, welche Tickets zukünftig mit einem Aufpreis verbunden sind und wie die Deutsche Bahn ihre teureren Fahrkarten rechtfertigt. Gute Nachrichten gibt es aber auch.
Deutsche Bahn Tickets teurer
Flexibel reisen mit der Deutschen Bahn wird ab Mitte Dezember teurer.Bildquelle: Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn wird in diesen Tagen nicht müde, Neuigkeiten zu verkünden. So musst du in Zukunft auf ein kleines, vielerorts lieb gewonnenes Extra verzichten, wenn du im Fernverkehr mit IC oder ICE unterwegs bist. Darüber hinaus gibt es schlechte Nachrichten für alle, die gerne flexibel mit dem Zug fahren. Denn für sie wird das Reisen im Fernverkehr ab dem bevorstehenden Fahrplanwechsel Mitte Dezember teurer. Das teilte die Deutsche Bahn am Dienstag in Berlin mit.

Diese Bahn-Tickets werden zum 13. Dezember teurer

Konkret verteuert die Bahn die Preise für Flexpreise zum 13. Dezember um durchschnittlich 1,5 Prozent. Unter Flexpreisen sind Tickets zu verstehen, die du auf einem bestimmten Streckenabschnitt ohne Zugbindung nutzen kannst. Ebenfalls teurer werden die Preise für die BahnCard 100, die Zugfahren innerhalb Deutschlands zum Flatrate-Preis ermöglicht, und für Streckenzeitkarten. Sie verteuern sich im Schnitt um 1,9 Prozent.

Weil sich schlechte Nachrichten in Kombination mit gute Nachrichten besser verkaufen, gibt es auch Erfreuliches zu vermelden. Denn die Konditionen für Sparpreise und für Super Sparpreise sollen sich ab dem 14. Dezember nicht ändern. Hier hält die Bahn an ihren aktuell gültigen Konditionen fest. Ohne Bahn Card Rabatt reist du beispielsweise mit dem Super Sparpreis ab 17,50 Euro pro Strecke. Stornieren kannst du diese Billig-Tickets nicht, ein City-Ticket für Anschlussfahrten am Start- und Zielbahnhof ist nicht inklusive. Dafür müsstest du ein normales Sparpreis-Ticket kaufen, das aktuell ab 21,10 Euro zu haben ist.

Und der günstige Preis für die Sparpreis-Tickets hat noch einen weiteren Nachteil: Du musst dich auf einen bestimmten Zug festlegen (Zugbindung). Du bist also verpflichtet, diesen einen Zug zu nutzen, für den du dein Ticket gekauft hast. Nur wenn absehbar ist, dass dein Zug so stark verspätet ist, dass du mehr als 20 Minuten später als geplant am Zielort ankommst, darfst du auf eine andere Verbindung ausweichen.

Auch andere BahnCards werden nicht teurer

Erfreulich ist zudem, dass die Deutsche Bahn auch darauf verzichtet, die Kosten für die BahnCard 25 und BahnCard 50 anzuheben. Mit der BahnCard 25 sparst du auf alle Tickets im Fernverkehr 25 Prozent – sie ist aktuell zum reduzierten Sonderpreis erhältlich. Mit der BahnCard 50 kannst du sogar 50 Prozent des Flexpreises und ebenfalls 25 Prozent auf (Super-)Sparpreise einsparen.

Auf weitere Änderungen müssen sich allerdings ältere Menschen einstellen. Die ermäßigte BahnCard für Senioren gibt es ab April kommenden Jahres für Neukunden erst ab einem Alter von 65 Jahren. Bisher war sie schon ab 60 Jahren erhältlich.

Bahn investiert – das kostet

Als Grund für die Preisanpassung nennt die Bahn hohe Investitionen in die Modernisierung der eigenen Flotte. Bis 2026 investiert der Konzern nach eigenen Angaben insgesamt 8,5 Milliarden Euro in neue und modernisierte ICE und InterCity-Züge. Schnellere ICE wurden von der Bahn schon bestellt. Zudem ist geplant, künftig rund 50 XXL-ICE zwischen Metropolen verkehren zu lassen. Sie bieten knapp 1.000 Sitzplätze.

Den neuen Fahrplan schaltet die Deutsche Bahn am 13. Oktober frei. Wer bis einschließlich 12. Dezember seine bevorstehende Bahnreise bucht, fährt aber noch zu den alten Preisen.

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6 KOMMENTARE

  1. Investiert der Bund nicht Milliarden dafür, dass die Bahn ihre Strecken ausbauen, modernisieren und restaurieren kann.
    Dafür dass die Bahn billigere Tickets anbieten kann damit das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt.
    Ich denke die DB könnte sich die „Modernisierung“ auch ohne Preiserhöhung leisten

  2. Kein Wunder das immer mehr Menschen schwarzfahren wenn man (symbolisch) für 1 ticket genauso viel zahlt wie für den Führerschein!
    Arme Menschen denen nicht mehr viel bleibt das letzte Geld aus den Taschen ziehen und trotzdem ständig garnet oder zuspät zu kommen. Reudig

    • sehr schlau, erst zieht „Staat“,massiv Gewinne ab,als alleiniger Aktionär um einige
      Krümmel ins die eigenständige Netz AG zurück zugeben und der Lohn für die Angestellten die 365 Tage und 24Stunden sich von solchen Großkotzen blöd kommen lassen müssen fällt vom Himmel

  3. Bevor ihr die preise hochschraubt kümmert euch darum das die züge pünktlich sind jeden monat hab ich 15-20 mal pro fahrt mehr als 10 min verspätung hinzu kommt die mangelhafte leistung bei ausfällen über mehrere tage einen schienenersatzverkehr ein zu richten

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