Tausende 5G-Gegner demonstrieren gegen neuen Mobilfunk-Standard

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Der neue Mobilfunk-Standard 5G ist bereits seit längerer Zeit weltweit beschlossene Sache. In Deutschland kann die schnelle Verbindung bereits an mehreren Standorten getestet werden. Die möglichen Vorteile der Technologie sind mehr als vielversprechend. Doch es erklingen auch kritische Stimmen - zuletzt bei einer größeren Kundgebung in Bern.
Demo gegen 5GBildquelle: Frequencia

In der Schweizer Hauptstadt Bern haben sich am Samstag mehrere Tausend Menschen bei einer Kundgebung gegen den neuen 5G-Standard versammelt. Zusammen mit dem Veranstalter Frequencia forderten die Demonstranten, die Umsetzung des 5G-Ausbaus aufzuschieben und die Grenzwerte massiv zu senken. „Dass heute so viele Menschen zusammengekommen sind, ist ein starkes Zeichen gegen die unkontrollierte Einführung von 5G“, sagt Tamlin Schibler Ulmann, Co-Präsidentin von Frequencia. Die Bürgerinnen und Bürger hätten genug von Entscheiden, die über ihren Köpfen und in Missachtung ihrer Gesundheit gefällt werden.

Situation in Deutschland

Auch in Deutschland und anderen Regionen der Welt sorgt das Thema 5G bei Teilen der Bevölkerung für Misstrauen. Dabei existieren zurzeit keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass der neue Mobilfunkstandard gesundheits- oder umweltschädlich ist. Hierzulande kommen bei 5G Frequenzen um 3,5 GHz zum Einsatz. Diese sind nicht wirklich neu. Sie wurden bislang regional für unterschiedliche Dienste eingesetzt. Weiterhin liegt der Frequenzbereich genau zwischen den von handelsüblichen WLAN-Routern verwendeten Frequenzen (2,4 GHz und 5 GHz). Im Gegensatz zu 5G gelten WLAN-Router allgemein jedoch als gesundheitlich unbedenklich und lassen sich in nahezu jedem Haushalt in Deutschland finden.

Ob berechtigt oder nicht: Die Bevölkerung ist in Sorge

Die 3.000 Demonstranten, die sich laut Veranstalter in Bern zusammengefunden hätten, stellen nur die Spitze des Eisbergs dar. In unserer eigenen Umfrage vertraute ein Großteil der Befragten zwar auf Wissenschaft sowie Staat und fühlte sich sicher (47 Prozent). Doch auch der Anteil derer, die sich große Sorgen machen war mit 28 Prozent nicht gerade klein. Dabei muss allerdings erwähnt werden, dass die Umfrage nicht repräsentativ ist. Die Angst innerhalb größerer Teile der Bevölkerung scheint dennoch mehr als real zu sein.

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