Das schmutzige Geheimnis von Netflix: Diese Zahlen sind schockierend

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Ob Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video: Die Gewinner der Corona-Pandemie sind unter anderem Anbieter von Streaming-Diensten. Nun zeigt eine Studie am Beispiel von Netflix, welche verheerenden Folgen das hat.
Netflix und der CO2-Fußabdruck
Das schmutzige Geheimnis von Netflix: Diese Zahlen bringen alle Abonnenten zum NachdenkenBildquelle:

Netflix hat fast 210 Millionen Abonnenten. Allein 40 Millionen sind seit dem Beginn der Pandemie im ersten Quartal 2020 hinzugekommen. Obwohl Amazon Prime Video hierzulande beliebter ist, ist Netflix damit dennoch der größte Streaming-Anbieter der Welt. Doch die Nutzung des populären Dienstes hat auch dramatische Folgen.

So viel streamen Netflix-Nutzer

Im vergangenen Jahr streamten die gut 200 Millionen Abonnenten 265,5 Milliarden Minuten. Laut Nielsen umfasst diese immens hohe Zahl ausschließlich die 10 beliebtesten Serien bei Netflix. Auf Platz 2 mit rund 40 Milliarden Minuten: Grey’s Anatomy. Jeder Nutzer hat 2020 demzufolge fast 23 Stunden lang Serien aus der Top 10 gesehen. Auf alle Inhalte bezogen hat jeder Netflix-Abonnent vergangenes Jahr im Schnitt 3,2 Stunden Filme und Serien pro Tag gestreamt; das sind 1.168 Stunden im Jahr.

Geheime Netflix-Codes für versteckte Filme und Serien

Diese Zahl überrascht

Eine aktuelle Studie von mehreren Universitäten (Purdue University, Yale University und Massachusetts Institute of Technology) in den USA hat die Umweltbilanz von Videokonferenztools, Video-Chat-Apps wie WhatsApp und dem Streaming-Dienst Netflix analysiert. Das Ergebnis: Netflix hat mit 440 g CO₂ pro Stunde die schlechteste CO₂-Bilanz. Im Schnitt verursachte somit jeder Abonnent 2020 knapp 514 kg CO₂. Doch ist das viel? Zum Vergleich: Ein Flug von Köln nach Berlin erzeugt pro Person gut 170 kg CO₂. Wer einen Benziner mit einem Verbrauch von 7,5 l im Jahr 10.000 km weit fährt, erzeugt etwa 1.740 kg CO₂. Übrigens: Netflix selbst gibt an, dass eine Stunde Streaming etwa 100 g CO₂ verursacht – also nur etwa ein Viertel dessen, was die Wissenschaftler errechnet haben.

Der CO₂-Fußabdruck von, WhatsApp, Netflix und Co.
Der CO₂-Fußabdruck von, WhatsApp, Netflix und Co.

So kannst du die CO₂-Bilanz beim Streamen verbessern

Wer seinen CO₂-Fußabdruck klein halten möchte, dem geben die Wissenschaftler der Studie einen Tipp mit auf den Weg. Statt Filme und Serien bei Netflix und Co. in hoher Auflösung zu schauen, sollte man auf die Standardauflösung setzen. Das reduziert den Experten zufolge die CO₂-Bilanz um schätzungsweise 86 Prozent. Wer bei der nächsten Videokonferenz über Zoom seine Kamera ausgeschaltet lässt, kann seinen CO₂-Fußabdruck um etwa 96 Prozent reduzieren.

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8 KOMMENTARE

  1. Schockierend, naja wie mans nimmt. Hab jetzt sowas erwartet wie, wir haben in der Pandemie zuviel geschaut und sollten uns mal wieder bewegen oderso.

    Ich behaupte aber mal dass jetzt keiner hektisch seine Auflösung für videostreaming wegen co2 runterschrauben wird.
    Am besten das Internet nur 1h pro Tag nutzen.
    Am besten garnichtmehr atmen.

  2. So ein Blödsinn wieder mit den CO2 bei digitalen Medien. Wie sollen Daten denn CO2 ausstoßen? Meinen die damit den Strom, der für die Server gebraucht wird? Sind die nicht ohnehin in Dauerbetrieb, auch wenn gerade niemand oder wenig gestreamt wird? Und was ist wenn der Strom hauptsächlich aus erneuerbaren Energiequellen genutzt wird? Schon sieht das mit den CO2 wieder komplett anders aus.
    Lieber Mal auf die wirklichen CO2 Killer konzentrieren, wie große Fabriken oder eben schmutzige Kohlekraftwerke.

  3. Spinnts es jetz olle??? CO2 Bilanz beim Videostreamen .Jetz kemma schee langsam an Schmarrn eine. Aba olle fahrn an Urlaub, des is wichtig. Mia kunntn einfach nimma schnaufa, war a wos oda, sama zwar olle hi danoch aba CO 2 Bilanztechnisch Tip Top. Kümmerts eich amoi um wichtige sachan. Olle 10 Sekunden verhungert ein Kind , weils nix zum fressn hod.Mia ham in Deitschland 12 Millionen Tonen( 12000000000 kg) Lebensmittel weggeworfen und es regts eich wega dem CO Schmarrn auf. DO merkt ma wieda wia dumm und selbstsüchtig da Mensch is. Darauf einen Durjadin. Prost

  4. Da hat sich doch ein Rechenfehler eingeschlichen! Wenn der Ausgangswert 365 Milliarden Minuten ist, beachte: nicht Stunden!, muss man noch durch 60 teilen um den Wert Stunde/pro Jahr je Nutzer zu erhalten. Somit hat jeder Abonnent 0,065 Stunden pro Tag im Durchschnitt Netflix geschaut und nicht wie angegeben 3,2 Stunden. Damit ist die CO2 Bilanz auch falsch berechnet. Bitte prüfen.

  5. Ja klar, man kann jetzt Netflix und Streaming verteufeln, aber mal ehrlich was hätten die Menschen stattdessen gemacht, wenn nicht gestreamt? Sie wären mit dem Auto durch die Welt gefahren, Kreuzfahrten gemacht, mit Flugzeugen verreist, Grillpartys usw. Die Umweltbilanz wäre durch Corona deshalb nicht besser gewesen. Das sagt nur aus, dass man nicht das große Ganze betrachtet. Typisch Menschheit.

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