Telekom, Vodafone, O2: Das passiert mit dem EU-Roaming beim Brexit

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Kommt der Brexit? Kommt er nicht? Und wenn er kommt – wann und unter welchen Bedingungen? Das beschäftigt vielleicht auch dich als Handynutzer. Denn ein Brexit könnte auch das EU-Roaming betreffen. Die deutschen Mobilfunkanbieter haben sich jetzt geäußert, wie sie vorerst mit dem Brexit umgehen wollen.
Tower Bridge in LondonBildquelle: Pixabay

Es wäre für viele Handynutzer wohl ein teurer Spaß, wenn der Brexit nun doch noch in diesem Jahr käme, aber der Wochenend-Trip nach London noch bevorsteht. Zumindest dachten das die meisten Handykunden bislang. Doch zum Glück für die Kunden heißt ein Brexit zumindest vorerst nicht auch gleichzeitig ein Ende des EU-Roamings in Großbritannien. Die deutschen Netzbetreiber haben sich nach verschiedenen Medienberichten gegenüber der Nachrichtenagentur dpa zu ihren Brexit-Plänen geäußert.

Das ist in sofern bemerkenswert, als dass die Netzbetreiber bislang unter Verweis auf zu viele Unsicherheiten bezüglich des Deals konkrete Pläne nicht weiter kommentiert hatten. Jetzt also die Kehrtwende.

Das planen Telekom, Vodafone und O2

Die gute Nachricht: Bei allen drei deutschen Mobilfunknetzbetreibern bleibt Großbritannien zumindest vorerst weiterhin in der durch das EU-Roaming regulierten Länderzone. Dabei verwiesen die Sprecher der Unternehmen darauf, dass mit Norwegen, Island und Liechtenstein ja auch schon jetzt Nicht-EU-Mitglieder dem EU-Roaming unterliegen. Der Grund: Es handelt es sich hierbei um Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR). Dieser ist für das EU-Roaming maßgeblich.

Vodafone teilte auf Anfrage mit, Großbritannien bleibe solange unter der Regelung des EU-Roamings bis es selbst einen Ausstieg anstoße. Die Telekom will auch im Fall eines ungeregelten Brexit die Briten zumindest vorerst nicht aus der Länderzone werfen. Einzig Telefónica mit der Marke O2 hat Pläne, nach einem Brexit Großbritannien in eine andere Länderzöne zu verschieben, womit dann auch das Roam-like-at-home-Prinzip wegfallen würde. Bis zum 31. Dezember 2020 werde sich aber erst einmal gar nichts ändern, sagte das Unternehmen.

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