Darum geht die Telekom bei LTE jetzt bis an die Grenze

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Die Deutsche Telekom hat nach eigenen Angaben die LTE-Versorgung entlang der deutschen Grenze signifikant verbessert. Mit einem Schlag würden 760.000 Haushalte von einem schnelleren Netz profitieren, wenn sie in einer Grenzregion wohnen.
LTE bis an die Grenze
Bildquelle: Telekom

Etwa 500 bestehende Mobilfunk-Standorte entlang der deutschen Außengrenzen haben bislang mit angezogener Handbremse gesendet. Denn bisher durften die Mobilfunk-Anbieter entlang der Grenzen zu unseren Nachbarn das Potenzial ihrer LTE-Antennen nicht voll ausschöpfen. So sah es eine Vorschrift der Bundesnetzagentur vor, durch die vermieden werden sollte, dass deutsche Mobilfunknetze ausländische Funkdienste stören. Bei Überschreitungen haftete bisher die Bundesnetzagentur. Diese Haftung ist nun auf die Netzbetreiber übergegangen. Zuvor hatte auch Vodafone schon seine Grenz-Standorte nachjustiert.

In der Folge hat die Telekom die „Leistungsbremse“ rausgenommen. Die Mobilfunkantennen arbeiten jetzt mit den gleichen Leistungsparametern wie an allen anderen Standorten. Dadurch verbessere sich der Handy-Empfang in vielen Kommunen entlang der deutschen Grenzen. Auch die Surfgeschwindigkeit steige deutlich, teilte die Telekom mit. 760.000 Haushalte würden alleine durch diese Maßnahme von einem besseren Netz profitieren. Bislang waren dort oftmals ausländische Netze besser zu empfangen als die deutschen.

So viele Haushalte profitieren von den stärkeren Sendern

  • Baden-Württemberg: 90.000 Haushalte
  • Bayern: 50.000 Haushalte
  • Brandenburg: 39.000 Haushalte
  • Mecklenburg-Vorpommern: 82.000 Haushalte
  • Niedersachsen: 88.000 Haushalte
  • Nordrhein-Westfalen: 92.000 Haushalte
  • Rheinland-Pfalz: 61.000 Haushalte
  • Saarland: 33.000 Haushalte
  • Sachsen: 69.000 Haushalte
  • Schleswig-Holstein: 160.000 Haushalte

Diese Maßnahme sei jedoch nur der erste Schritt. Derzeit gibt es entlang der deutschen Außengrenzen rund 260 Standorte ohne LTE. Die Telekom wird alle diese Standorte im Laufe der kommenden Monate zusätzlich mit LTE versorgen. Außerdem sind weitere neue Mobilfunkstandorte geplant, um LTE-Lücken entlang der Grenze zu schließen. Neue Standorte dauern am längsten, da hier Baugenehmigungen erteilt werden müssen. Bestehende Standorte mit LTE aufzurüsten erfordert „nur“ Genehmigungen durch die Bundesnetzagentur. Durch diese beiden Maßnahme werden nach Angaben der Telekom weitere 285.000 Haushalte Zugang ins LTE-Netz der Telekom bekommen.

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