Coronavirus: Flixbus und Flixtrain ziehen die Notbremse

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Das Reisen mit dem Fernbus wird in den kommenden Wochen schwierig bis unmöglich. Denn jetzt ziehen auch Flixbus die Notbremse. Mehr noch: Auch der Flixtrain pausiert - und das wohl nicht nur einen Monat.
Flixbus Doppeldecker
Trübe Zeiten für Flixbus: Der Fernbus-Anbieter pausiert sein Angebot.Bildquelle: FlixMobility

Das wieder verstärkt grassierende Corona-Virus sorgt für Turbulenzen auf dem Fernbus-Markt. Bereits berichtet hatten wir dir, dass die Deutsche Bahn den IC-Bus zum Jahresende komplett einstellen wird. Klar ist zudem: BlaBlaBus, erst Ende Juni nach dem ersten Corona-Lockdown wieder neu durchgestartet, pausiert sein Angebot seit dem 26. Oktober. Und zwar mindestens bis in das Frühjahr 2021 hinein. Dann möchte man die angestrebten Expansionspläne neu aufgreifen. Sowohl das Aus des IC Bus als auch die Pause von BlaBlaBus wären eigentlich gute Nachrichten für Flixbus. Doch der Marktführer auf dem Fernbus-Markt in Deutschland schickt sich jetzt selbst in eine Zwangspause.

Neben Flixbus pausiert auch Flixtrain

Gegenüber der „Welt“ sagte FlixMobility-Chef André Schwämmlein: „Wenn die Kanzlerin bittet, nicht zu reisen, hat das natürlich Einfluss auf die Nachfrage.“ Deswegen werde der Bus-Betrieb ab dem 3. November komplett heruntergefahren. Doch nicht nur das. Auch Flixtrain wird laut Schwämmlein ab Dienstag vorübergehend nicht mehr verkehren. Der Bahn-Wettbewerber verkehrt aktuell auf zwei Strecken zwischen Nordrhein-Westfalen und Hamburg beziehungsweise Berlin und hatte eigentlich vor, auf weitere Strecken zu expandieren. Dieser Plan liegt jetzt erst einmal wegen der Pandemie auf Eis. „Flixtrain macht vorübergehend Winterpause“, so Schwämmlein.

Wohl bis zum Frühjahr werden die grünen Züge nicht mehr verkehren. Gerüchten zufolge mindestens bis Ende Februar ist mit keinem Flixtrain-Verkehr zu rechnen. Die grünen Busse will der Flixbus-Gründer hingegen möglichst bald wieder rollen lassen. Man habe die Hoffnung, „an Weihnachten mit Flixbus für unsere Kunden im Einsatz sein zu können“, sagt Schwämmlein. Ob daraus etwas wird, muss man freilich abwarten. Erst müssen die Infektionszahlen in Deutschland deutlich sinken, um das hiesige Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Ob das bis Weihnachten gelingt? Man darf zumindest ein Fragezeichen an diese Hoffnung setzen.

Wie reagiert die Deutsche Bahn?

Unklar ist aktuell, wie die Deutsche Bahn auf den Appell von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagiert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. In einschlägigen Internet-Foren ist bereits davon zu lesen, dass die Bahn ab kommender Woche zumindest einige Züge mit weniger Wagen rollen lassen will. Vor allem in Doppel-Traktion fahrende ICE-Züge sollen nur noch einteilig verkehren. Offiziell bestätigt ist das aber noch nicht.

Ebenso gibt es noch keine Informationen dazu, wie die Flixbus-Wettbewerber Pinkbus und Roadjet auf den „Lockdown-Light“ in Deutschland reagieren. Bisher gibt es keine Anzeichen, dass auch diese beiden Fernbus-Anbieter ihren Dienst (vorübergehend) wieder einstellen. Im Gegenteil: Die RoadJet-Macher posteten am Freitagmorgen auf ihrer Facebook-Seite einen Hinweise, dass in den Luxus-Bussen ausreichend Platz vorhanden sei, um mobil zu arbeiten. „Let’s work on the road„, heißt es dort.

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