Corona-Warn-App vor dem Aus: Das musst du wissen

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Die befürchtete Corona-Sommerwelle läuft und die Warnungen vor dem Herbst werden lauter. Ausgerechnet jetzt irritiert eine Meldung: Die Corona-Warn-App steht vor dem Aus. Wir sagen dir, warum und wann das Ende der App kommt.
Corona-Warn-App
Corona-Warn-AppBildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Die Corona-Warn-App gilt als eines der Hilfsmittel, um die Pandemie einzudämmen. Einerseits dient sie als Nachweis für Testergebnisse und Impfungen, andererseits kann sie aber auch Kontaktpersonen warnen. Das Prinzip sollte hinlänglich bekannt sein: Die Handys tauschen im Hintergrund individuelle Codes per Bluetooth aus, wenn sie sich längere Zeit nah beieinander befinden. Ist der Nutzer eines der Handys positiv getestet, kann er das Ergebnis in der App melden und so alle warnen, die sich in den vergangenen Tagen in seiner Nähe befunden haben – ohne denjenigen zu kennen.

Nach einem Bericht von Spiegel Online wurde aber jetzt bekannt: Schon Ende des Jahres – und somit vermutlich mitten in der nächsten Winter-Welle – könnte die App nicht mehr funktionieren. Denn aktuell enden die Verträge mit den technischen Betreibern SAP und Telekom Ende des Jahres. Eine letzte Verlängerung bis Mai 2023 wird aktuell im Bundesgesundheitsministerium geprüft.

Darüber hinaus kann es auch aus rechtlichen Gründen keine Verlängerung geben. Der Grund: Die maximale mögliche Laufzeit von drei Jahren ist dann erreicht. Der ursprüngliche Auftrag an SAP und die Telekom erfolgte mit Verweis auf die Pandemiesituation im Eilverfahren und direkt. Normalerweise hätte eine Ausschreibung erfolgen müssen. Sollte es eine solche App weiterhin brauchen, müsste also eine komplett neue Ausschreibung her.

Corona-Warn-App: Aus möglicherweise schon Ende 2022

Wie der Spiegel berichtet, steht aber noch nicht einmal die Verlängerung bis Mai fest. Das Gesundheitsministerium prüft, ob eine Verlängerung möglich ist. Dazu muss unter anderem auch die Telekom eine Budgetplanung vorlegen. Die Telekom betreibt die Callcenter, die bis heute für den Betrieb der App notwendig sind. Teilweise dienen sie für technische Fragen, zum Teil aber auch zur telefonischen Verifizierung von positiven Tests.

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass etwa jede fünfte Person, die eine rote Warnung erhielt, sich anschließend selbst positiv testete und das Ergebnis in der App hinterlegte. Da das Hinterlegen freiwillig war und ist, ist die Zahl der tatsächlich positiv getesteten Nutzer vermutlich höher.

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2 KOMMENTARE

  1. Weiß nicht

    Was soll das denn für eine Statistik sein? Nur einer von fünfen, die die Warnung erhalten haben, testet sich und ist direkt positiv. Also 100% Trefferquote? Ist ja wohl eher unwahrscheinlich.

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  2. FranB

    Richtig so. Wie schon der große Donald trump sagte: je mehr wir testen, desto mehr Infizierte gibt es. Weg mit der App und den Tests, dann verschwindet auch die Pandemie! /sarkasmus

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