Corona-Warn-App: Darum schlägt sie jetzt wieder häufiger Alarm

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Seit einem Update Ende 2020 schien es bei vielen, als wenn sich bei der Corona-Warn-App nichts mehr tut. Nicht einmal mehr „grüne Begegnungen“ gab die App bei vielen aus. Das dürfte sich jetzt ändern, denn es gab eine gravierende Änderung.
Corona-Warn-App
Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Demnach wird ein Kontakt zwischen zwei Personen, die Handys mit aktivierter Corona-Warn-App bei sich tragen, nun bereits nach fünf Minuten berücksichtigt. Bislang waren es Begegnung von mindestens zehn Minuten, die die App erfasste. Die Folge: Durch die Anpassung des epidemiologischen Modells der Risiko-Berechnung erwarten die Macher einen „moderaten Anstieg“ der erfassten Begegnungen mit niedrigem Risiko. Das sind jene Begegnungen, die die App als „grün“ markiert.

Vor allem jene, die häufiger unterwegs sind und beispielsweise Bus, U-Bahn oder S-Bahn nutzen, dürften wieder häufiger Warnungen angezeigt bekommen. Das wird insbesondere jene betreffen, die regelmäßig nur kurze Strecken im ÖPNV fahren. Bisher war dieser Zeitraum deutlich länger. Auch ein leichter Anstieg der roten Warnungen wird erwartet.

Hintergrund der Anpassung sind die Mutationen des Virus. Insbesondere die B117-Variante, landläufig als britische Variante bezeichnet, gilt als deutlich leichter übertragbar. Kürzere Begegnungen reichen hier für eine Infektion aus.

Checkin-Funktion kommt nicht, aber…

Eine Checkin-Funktion für den Besuch von Restaurants und Kneipen wird die App hingegen nicht bekommen. Jedenfalls nicht als Ersatz zu den vom vergangenen Sommer bekannten Listen oder Zetteln, auf denen du dich eintragen musstest. Die Infektionsschutzgesetze der Länder gäbe das nicht bundesweit her, so die simple Begründung. Es soll aber die Möglichkeit geben, dass du dich über einen QR-Code an einem Cluster-Punkt wie einem Konzert oder einem Restaurant anmeldest. Dann soll die App auch Begegnungen erfassen, die mehr als zwei Meter Abstand aufweisen.

Nach wie vor ist aber ein Problem, dass sich die Corona-Warn-App nicht im Umfang der einstigen Erwartungen auf den Handys der Deutschen befindet. Aber auch die Zahl der potenziell teilbaren positiven Testergebnisse ist mit einer Quote von 59 Prozent gering. Hier liegt das Testergebnis durch den Scan des Codes und die Benachrichtigung des Labors bereits in der App vor, doch rund 40 Prozent der Nutzer teilen es nicht. Das führt den Sinn der App ad absurdum.

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