Corona-App mit Fehlerbehebungen - So hoch sind die Werbekosten

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Im Gespräch mit Steffen Seibert und den Chef-Entwicklern Peter Lorenz und Martin Fassunge wurden ein Monat nach Veröffentlichung der Corona-Warn-App Fragen zur Anwendung beantwortet. Klar ist außerdem, wie viel Geld für Werbung investiert wurde.
Corona-App der Bundesregierung auf einem Android-Smartphone
Corona-App der Bundesregierung auf einem Android-SmartphoneBildquelle: Blasius Kawalkowski

Die Corona-App ist seit dem 16. Juni in den App-Stores erhältlich. Nach über einem Monat Verfügbarkeit ist sie nicht nur Millionenfach heruntergeladen worden. Auch der ein oder andere Bug machte sich bemerkbar.

Fehler, wie etwa eine falsche Anzeige der Tageszählung, wurden inzwischen behoben. Hier hat die App auf der Startseite beispielsweise angezeigt, dass sie 16 von 14 Tagen aktiv sei. Laut den App-Entwicklern ist es für die Problembehebung wichtig, dass die Corona-Warn-App immer die neueste Aktualisierung bekommt. Nur so könne man garantieren, dass die Fehler auf dem eigenen Smartphone behoben werden. Am einfachsten ist es,der App zu erlauben, sich automatisch aktualisieren zu dürfen.

Corona-Apps sollen EU-weit kommunizieren

Jedes EU-Land arbeitet bekanntermaßen an seiner eigenen App arbeitet. Das soll nun in einem gewissen Maß geändert werden: Wie die EU beschlossen hat, soll an einer Lösung gearbeitet werden, damit alle Apps miteinander kommunizieren können, um die Infektionsketten EU-weit nachvollziehbar zu machen. Das wird in einem Video mit Seifert und den Chefentwicklern berichtet.

Hierfür gibt es bereits ein verbindliches Konzept. Die EU-Kommission muss es jedoch noch final beschließen und beauftragen. Am Anfang konnte die deutsche Corona-App nur in den deutschen App-Stores heruntergeladen werden, inzwischen ist diese auch in anderen Ländern verfügbar.

Darüber hinaus wird im Video weiteres Problem angesprochen, das zunehmend hinterfragt wird. Die Thematik: Derzeit ist es nicht möglich, erklärt Entwickler Martin Fassunge, nach dem Eintragen des positiven Testergebnisses der Corona-App mitzuteilen, dass man wieder gesund ist. Da die Macher davon ausgehen, dass die App in der Quarantänezeit nicht benötigt wird, ist das aber pure Absicht. Nach der Quarantänezeit soll die App zurückgesetzt werden. Ab dann zählt die App die Tage neu und es liegt keine Eintragung der Testergebnisse mehr vor. Ein entsprechender Eintrag sei somit hinfällig.

Millionen für Corona-App-Werbung

Nicht nur für die Produktion der Corona-Warn-App wurde viel Geld bezahlt, sondern auch für die Werbung. Insgesamt investierte man laut Dieter Janecek von den Grünen rund 7,5 Millionen Euro. Nicht inbegriffen sind hierbei die Kosten für Agenturen und Anzeigen-Produktionskosten.

Für die Werbung auf Social-Media-Plattformen flossen bisher 231.000 Euro. Influencer von TikTok haben ebenfalls die Corona-App promotet. Wie viel die Bundesregierung hierfür bezahlt, ist nicht bekannt. Die Zahlen will man hierzu erst nach dem Projektabschluss veröffentlichen.

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