Sofort updaten: Gefährliche Lecks im Chrome und Firefox Browser

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Alarmstufe Rot: Wer den Browser Chrome von Google nutzt, sollte so schnell es geht ein neu erschienenes Update installieren. Es beseitigt nämlich unter anderem eine als "kritisch" eingestufte Sicherheitslücke. Für ein weiteres Leck soll bereits ein Exploit im Umlauf sein.
Browser Apps von Chrome und Firefox auf Smartphone
Für Chrome und auch für Firefox stehen neue Browser-Versionen zur Verfügung.Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Nach längerer Zeit ist mal wieder eine als „kritisch“ eingestufte Sicherheitslücke im Browser Chrome von Google entdeckt worden. Wie gefährlich das jetzt gefixte Leck zu sein scheint, wird schon an einem Fakt deutlich: Satte 25.000 US-Dollar überweist Google nach eigenen Angaben an die beiden Entdecker der Sicherheitslücke, Rong Jian und Guang Gong. Über eine nicht viel niedrigere Summe, 20.000 Dollar, dürfen sich die Entdecker einer weiteren Schwachstelle freuen, deren Gefahrenpotenzial Google als „hoch“ einstuft.

Chrome Update: Exploit im Umlauf

Mit dem neuesten Chrome-Update, das jetzt unter der Versionsnummer 91.0.4472.101 für Windows, Mac und Linux sowie für Android-Smartphones zur Verfügung steht, schließt Google nach eigenen Angaben 14 neu entdeckte Sicherheitslücken. Die oben genannten Prämien zahlt Google aus, weil die Entdecker ihre Beobachtungen vertrauensvoll an den Internet-Großkonzern meldeten. So bestand die Möglichkeit, einen passenden Patch zu bauen. Neben den beiden schon genannten Software-Fixes beinhaltet das Update noch sechs weitere als wichtig eingestufte Patches. Zudem werden noch zwei als „moderat“ gefährlich klassifizierte Schwachstellen aus der Welt geschafft.

Details zu den neu entdeckten Sicherheitslücken in Chrome hat Google noch nicht verraten. Das ist ein normales Vorgehen. Die Entwickler möchten verhindern, dass anhand der Details potenzielle Hacker auf die Sicherheitslücke aufmerksam werden; und unter Umständen umfangreiche Angriffe starten. Für eine der Sicherheitslücken soll aber bereits ein Exploit im Umlauf sein. Also sozusagen eine Anleitung, wie man die Schwachstelle ausnutzen kann. Schon allein aus diesem Grund solltest du, sofern du den Chrome-Browser nutzt, das neu bereitliegende Update schnell installieren.

Firefox 89 mit neuem Design

Übrigens: In Kürze dürfte auch für den Internet-Browser Edge von Microsoft ein entsprechendes Update erscheinen. Weil der Edge-Browser auf der Chrome-Infrastruktur basiert, dürfte eine entsprechende Aktualisierung nicht lange auf sich warten lassen. Und seit dem 1. Juni kannst du auch eine neue Generation des Firefox-Browsers nutzen. Version 89 möchte mit einem klareren, aufgeräumten Design punkten – auch auf dem Smartphone. Der Browser verfügt jetzt über deutlich weniger Schaltflächen. Auch neun Sicherheitslücken wurden im neuen Firefox 89 beseitigt.

Browser-Update installieren – so geht’s

Eine Aktualisierung von Chrome, Firefox und Edge funktioniert auf deinem PC oder Notebook grundsätzlich sehr ähnlich. Du musst dafür nur das Hauptmenü des Browsers aufrufen. Möglich ist das, indem du auf die drei vertikal (Chrome) oder horizontal (Firefox, Edge) angeordneten Punkte (Chrome, Edge) beziehungsweise Striche (Firefox) am Bildschirmrand rechts oben klickst.

Über den Menüpunkt „Hilfe“ kannst du anschließend die Browser-Info aufrufen („Über Google Chrome“, „Über Firefox“, „Infos zu Microsoft Edge“) und den dann startenden automatischen Update-Prozess abwarten. Wichtig: Die heruntergeladenen Updates werden erst dann wirksam auf deinem Computer installiert, wenn du deinen Browser nach der Installation neu startest.

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1 KOMMENTAR

  1. Man kann nur jedem Chrome-Nutzer raten andere Browser zu nutzen. Jede Webseite wird von Google getrackt, Verweildauer, Tastatureingaben, Nutzungsverhalten usw. Nutzt Firefox, Brave, Opera&Co – es gibt genügend Alternativen. Und als Suchmaschine finde ich DuckDuckGo top, ich google nicht mehr, sondern „ducke“ nur noch.
    Lasst uns diese Datenkraken wie Google oder Facebook nicht noch weiter unterstützen.

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