Byton M-Byte: Neue Details zum E-SUV mit Monster-Display

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Sie gelten wegen ihres hohen Verbrauchs als potenziell klimafeindlich und mitunter für Fußgänger und Radfahrer sogar als gefährlich. Trotzdem sind SUVs in Deutschland sehr beliebt. Der chinesische Hersteller Byton hat jetzt auf der IAA in Frankfurt sein erstes vollelektrifiziertes SUV-Modell ganz offiziell in Europa vorgestellt. Vor allem ein Detail sorgt dabei für Aufsehen.

Das Interieur wird nämlich von einem gigantischen, 48 Zoll großen Display bestimmt. Es ist leicht gebogen und über die volle Breite des Innenraums direkt unter der Windschutzscheibe integriert. Unter anderem, um als Navigationsgerät zu dienen. Der Fahrer hat darüber hinaus Zugriff auf alle wichtigen Fahrdaten wie Reisegeschwindigkeit, verbleibende Reichweite und Ladezustand der Batterie. Ob die Größe tatsächlich zweckdienlich ist oder während der Fahrt nicht doch eher ablenkt, bleibt abzuwarten.

Byton M-Byte: Touchscreens wohin man sieht

Zwischen Fahrer und Beifahrer ist vor der Mittelarmlehne zudem noch ein zweites Touch-Display (8 Zoll) zu finden, das als Zentrale für die Infotainment-Funktionen des Autos dient. Und auch im Lenkrad hat Byton für die wichtigsten Funktionen einen Touchscreen integriert. Es ist 7 Zoll groß. Man hat also sozusagen ergänzend zum Mega-Display noch Zugriff auf zwei kleine Tablets.

Weitere interessante Funktion im Innenraum: Bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h lassen sich die beiden Sitze in der Front um 10 Grad drehen. Das soll eine angenehmere Gesprächssituation zwischen Fahrer und Beifahrer ermöglichen. Zum Beispiel im Stau oder auf einer Fahrbahn.

In späteren Modellen des M-Byte könnte diese Funktion auch beim autonomen Fahren dienlich sein. In der zweiten Sitzreihe haben Käufer die Wahl zwischen einer Konfiguration mit zwei oder drei Sitzen.

Byton M-Byte: Masse pur

Rein äußerlich wirkt der Byton M-Byte sehr wuchtig. Das liegt vor allem daran, dass er fast 2,2 Meter breit ist. Zum Vergleich: Eine A-Klasse von Mercedes-Benz bringt es beispielsweise nur auf 1,8 Meter. Der Verzicht auf einen klassischen Kühlergrill lässt schnell den Eindruck aufkommen, dass es sich bei dem SUV um ein E-Auto handelt.

Und weil der Byton M-Byte natürlich auch mit Blick auf Online-Dienste auf der Höhe der Zeit sein möchte, hat man sich dazu entschieden, nicht nur eine LTE-Antenne zu verbauen, sondern auch 5G-Technik. So kommen zum Beispiel Echtzeit-Verkehrsinformationen ins Auto. Und wenn Verkehrs-Infrastruktur entsprechend ausgerüstet ist, sind noch ganz andere Sicherheitsfunktionen im Straßenverkehr der Zukunft denkbar.

In Deutschland erst ab 2021 zu haben

Bis der elektrisch angetriebene Byton M-Byte mit seinen bis zu 408 PS (300 kW) nach Europa kommt, müssen übrigens noch ein paar Monate vergehen. Der aktuelle Plan sieht vor, dass Auslieferungen hierzulande nicht vor 2021 starten. Das E-Auto soll in zwei Batteriegrößen (72 & 95 kWh) zur Verfügung stehen und wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb ausgestattet sein.

Je nachdem für welches Modell man sich entscheidet, liegt die Reichweite bei optimalen Bedingungen bei eher mauen 360 bis 435 Kilometern. Wer das Auto mit 190 km/h Höchstgeschwindigkeit über die Autobahnen scheucht, muss mit einer deutlich niedrigeren Reichweite rechnen. Per DC-Schnelllader (150 kWh) verspricht Byton eine Wiederaufladung der Batterie auf 80 Prozent der Maximalkapazität in etwas mehr als 30 Minuten.

Was kostet der Byton M-Byte?

Der Preis soll hierzulande in der Basisausstattung bei knapp 55.000 Euro liegen. In China soll der E-SUV schon Mitte 2020 starten. In einer aktuellen Unternehmensmitteilung spricht Byton übrigens von schon jetzt mehr als 50.000 Vorbestellungen.

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Der tschechische Autobauer Skoda hat die vierte Generation des Octavia vorgestellt. 2020 soll das neue Modell als Stufenheck-Limousine und als Kombi, als Mild-Hybrid und erstmals auch als Plug-in-Hybrid zu den Händlern rollen. Besonders Business-Kunden, die das Fahrzeug auch privat nutzen, können sich über die neuen Antriebe freuen.

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