Bundesnetzagentur macht den Weg frei für neue 5G-Frequenzen

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Der neue Mobilfunk-Standard 5G wird viele Frequenzen benötigen. Jetzt hat die Bundesnetzagentur den Weg frei gemacht für weitere Frequenzen, die vor allem im Bereich der Festnetz-Ersatz-Dienste eingesetzt werden. Außerdem scheint das Thema lokales Roaming vom Tisch – vorerst.
Ein 5G-Logo auf einer Messewand
Bildquelle: Thorsten Neuhetzki

Wie die Bundesnetzagentur in ihrem aktuellen Amtsblatt mitteilt, hat sie den für Deutschland geltenden Frequenzplan rechtskräftig aktualisiert. Damit stehen für den neuen Mobilfunkstand 5G weitere Frequenzen zur Verfügung. Dem Voraus gegangen waren Diskussionen zwischen verschiedenen Bundes- und Landesbehörden und anderen beteiligten Institutionen. Denn die jetzt freigegebenen Frequenzen waren bislang für Erderkundungssatelliten gedacht.

Es handelt sich um Frequenzen im Bereich um 26 GHz. Diese werden künftig im Bereich von 5G wohl vor allem für direkte Übertragungen in Gebäude eingesetzt werden, um damit Glasfaserleitungen per 5G zu ersetzen. In Hamburg hat O2 bereits ein Pilotprojekt dazu durchgeführt. Mit der Änderung des Frequenznutzungsplan steht der Frequenzbereich von 24,25 bis 27,5 GHz primär für den – so das Behördendeutsch – drahtlosen Netzzugang zur Verfügung. Die Satelliten dürfen die Frequenzen als sekundäre Zuweisung aber weiter nutzen.

Lokales Roaming vorerst vom Tisch

Ein anderes 5G-Thema ist die Diskussion um ein verpflichtendes lokales Roaming zwischen den Anbietern in Gebieten, wo kein oder kaum Netzausbau erfolgt. Vor Beginn der 5G-Frequenzauktion – voraussichtlich am 19. März – wird hier aber nichts mehr beschlossen werden. Das hat das „Handelsblatt“ berichtet. Auf Drängen der Union hätten sich die Koalitionspartner verständigt, entsprechende Beratungen zu verschieben. Man wolle die Auktion nicht gefährden. Wie das „Handelsblatt“ weiter berichtet, ist die Verpflichtung zur Netzöffnung damit nicht vom Tisch. Nach der Auktion soll das Thema wieder aufgenommen werden. Den Mobilfunkanbietern dürfte das auch nicht gefallen. Sie sagen, dass eine solche Verpflichtung die Netzqualität noch schlechter werden ließe.

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