BlaBlaBus: Jetzt geht es Flixbus mit Kampfpreisen an den Kragen

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Und Abfahrt: BlaBlaCar ist ab sofort nicht nur für Autofahrer als Vermittler von Mitfahrgelegenheiten (mitfahrgelegenheit.de / mitfahrzentrale.de) interessant. Auch Busreisen sind ab sofort über BlaBlaCar möglich. Konkret über die neue Marke BlaBlaBus. Seit Montag fahren die rot-weißen Busse über deutsche Straßen. Sie treten in direkte Konkurrenz zu den giftgrünen Bussen von Flixbus.
BlaBlaBus
Bildquelle: BlaBlaBus

Man kann es schon mutig nennen, was BlaBlaCar mit BlaBlaBus in Deutschland probiert. Denn in direkte Konkurrenz zu Flixbus zu treten, gehört fast schon zu einem tollkühnen Schritt. Schließlich hatte Flixbus in den zurückliegenden Jahren nach und nach fast sämtliche Konkurrenz aufgekauft und sich so einen Fernbus-Marktanteil von 97 Prozent gesichert. Im Jahr 2016 übernahm Flixbus zunächst Megabus, kurz darauf waren nach einer Fusion auch die gelben Postbusse Geschichte. Zuletzt wurde sogar Eurolines, ein besonders etablierter Anbieter für Busreisen, übernommen.

BlaBlaBus hat viel vor

Jetzt gibt es mit BlaBlaBus also einen neuen Konkurrenten. Und anders als etwa DeinBus – der Pionier unter den Fernbus-Anbietern ist vorrangig im Südwesten Deutschlands unterwegs – plant BlaBlaBus den deutschlandweiten Betrieb. Zum Start sind 20 Städte zu erreichen, bis zum Jahresende sollen es über 40 Stationen sein. Die folgenden Linien hat BlaBlaBus schon jetzt im Angebot

  • Frankfurt – Leipzig – Potsdam – Berlin – Berlin Tegel
  • Dresden – Potsdam – Berlin – Berlin Tegel – Hamburg – Bremen
  • Berlin – Leipzig – Nürnberg – Ingolstadt – München Flughafen – München
  • Berlin Tegel – Berlin – Magdeburg – Hannover – Bielefeld – Dortmund – Düsseldorf
  • Hamburg – Osnabrück – Duisburg – Düsseldorf

Weitere Städte folgen schon in Kürze

Wer aufmerksam hinschaut, stellt schnell fest: Städte wie Stuttgart oder Köln fehlen noch im Fahrplan. Doch es soll besser werden. Schon im Juli sollen die BlaBlaBusse zehn weitere Städte anfahren. Darunter auch Stuttgart, Münster, Karlsruhe und Mannheim.

Köln wird noch nicht genannt, was mitunter auch an der Problematik liegen dürfte, dass in der Millionenstadt am Rhein Fernbusse nicht gern gesehen sind. Die Stadt Köln hatte erst den Fernbus-Halt am Hauptbahnhof verboten und später auch einen Halt unweit der Lanxess Arena gesperrt. Zu gefährlich, hieß es damals. Seitdem ist Köln im Fernbus-Netz nur über den Flughafen Köln/Bonn zu erreichen.

BlaBlaBus lässt fahren

BlaBlaBus betreibt seine Busse übrigens nicht selbst. Wie Flixbus arbeitet das Unternehmen mit lokalen Partnern zusammen, die strenge Qualitäts- und Sicherheitskriterien erfüllen müssen. Die Busse selbst sind mit WLAN, Steckdosen an den Sitzen und Klimaanlagen ausgestattet. Komfort-Merkmale, die auch Flixbus seinen Gästen anbietet.

Auf den deutschen Markt will sich BlaBlaBus freilich nicht beschränken. Schon seit einigen Monaten ist das Unternehmen in aktuell 45 Städten in Frankreich aktiv. Auch Brüssel, Rotterdam und Amsterdam fährt der französische Mobilitäts-Anbieter schon an. Noch in diesem Jahr sollen bis zu 70 BlaBlaBus-Linien durch Europa fahren und 200 Städte miteinander verbinden.

Was kostet BlaBlaBus?

Zum Start sind ausgewählte Verbindungen bei BlaBlaBus im Rahmen einer Marketing-Kampagne zu einem Preis ab 99 Cent zu haben. Buchbar unter www.blablabus.de und per BlaBlaCar-App.

Stichproben von inside handy ergaben, dass die Discount-Preise zumindest bei kurzfristigen Reisen und bei Fahrten am Wochenende oft nur schwierig zu finden sind. Eine Verbindung von Osnabrück nach Berlin kostet zum Beispiel in der Regel zwischen 15 und 20 Euro. Zu Stoßzeiten auch gerne mal über 50 Euro.

Wer etwas flexibler ist, findet aber viele 99-Cent-Tickets zum Beispiel noch für Verbindungen von Hamburg nach Düsseldorf oder von München nach Leipzig. Aktuell sind Buchungen bis Anfang September möglich.

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Bildquellen:

  • Online-Shop für E-Scooter bei Media Markt: Media Saturn
  • BlaBlaBus: BlaBlaBus
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