Beliebteste WhatsApp-Alternative bittet Nutzer zur Kasse

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WhatsApp kann sich zwar nach wie vor als Platzhirsch unter den Messengers behaupten. Doch Alternativen wie Signal oder Telegram sind spätestens seit diesem Jahr ebenfalls beliebt. Und ausgerechnet jetzt geht es bei einem der Apps um Geld.
Signal, WhatsApp, Telegram und Co. auf einem iPhone
Beliebte WhatsApp-Alternative führt Abomodell ein.Bildquelle: Adem AY/Unsplash

Vor vielen Jahren kostete WhatsApp eine geringe Gebühr. Das schaffte der Dienst jedoch recht schnell ab, seitdem kannst du den Messenger kostenlos nutzen. Auch das russische Telegram und amerikanische Signal sind ohne weitere Kosten nutzbar. Doch ausgerechnet die wohl sichersten Variante Signal führt nun ein Abomodell ein.

Signal mit Abomodell

Mit Signal verbindet man in erster Linie eine App, die das Thema Datenschutz großschreibt. Hinter dem Messenger steht eine gemeinnützige Stiftung, die eine kommerzielle Nutzung von Signal umgehen will. Da es sich um eine Stiftung handelt, sind auch weder Investoren noch etwa Aktionäre mit im Boot. Dennoch kostet die Entwicklung, Wartung und Co. von Signal Geld – logischerweise.

Bis dato finanziert sich Signal durch Spenden. Zusätzlich werden Nutzer nun doch zur Kasse gebeten – allerdings auf freiwilliger Basis. Wenn du Signal nutzt und den unabhängigen Messenger finanziell unterstützen willst, kannst du das nach dem jüngsten Update realisieren. Du kannst im Prinzip ein Monatsabo „buchen“ und so jeden Monat einen Betrag an Signal bezahlen. Damit deine „gute Tat“ nicht ungesehen bleibt, bekommst du sogar ein Abzeichen: In der App zeigt dich Signal fortan als Unterstützer an, sowohl im eigenen Profil als auch im Profilbild. Wer kein Abo buchen will, kann auf Wunsch auch einmalig spenden – als sogenannter „Boost“.

Durch das Abzeichen wolle man ein Bewusstsein für das gemeinnützige Geschäftsmodell von Signal schaffen und wie dieses Modell funktioniert, heißt es in einem Blogeintrag des Messengers. „Signal verkauft keine Daten, hat keine Werbetreibenden, an die sie verkauft werden, und keine Aktionäre, die von diesen Verkäufen profitieren. Wir bauen eine andere Art von Technologie – bei der Ihre Daten in Ihren Händen bleiben – aber wir bauen auch eine andere Art von Technologieunternehmen. Ein Unternehmen ohne Investoren, ohne vierteljährliche Gewinnmitteilungen und ohne Rücksicht auf den Aktienkurs.

Privatsphäre bei Zahlung bleibt bestehen

Wer sich dazu entschließt, Signal finanziell unter die Arme zu greifen, dem ist zugesichert, dass die Privatsphäre bei Zahlungen ebenfalls gewahrt bleibt. Der Dienst betont, dass die Zahlungsinformation nicht mit dem Signal-Konto verknüpft ist. Der Server erkenne lediglich, dass eine Zahlung getätigt wurde.

Trotz des neuen Abomodells soll Signal auch in Zukunft kostenlos nutzbar bleiben. Die Spenden basieren auf Freiwilligkeit.

Bildquellen

  • Von WhatsApp zu Signal wechseln: Alles, was du wissen musst: Blasius Kawalkowski
  • Messenger auf einem iPhone: Adem AY/Unsplash
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7 KOMMENTARE

  1. AH

    Eine gemeinnützige Organisation bittet um Spenden. Was soll dann bitte diese reißerische Überschrift und der anklagende Grundton im Text?

    Das ist kein Journalismus, das ist auch kein Blogging, was ihr da tut ist bedauernswert. Das hilft auch kein Spritzensymbol im Logo mehr, sorry.

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  2. Paul

    Find ich super! Und hab ich direkt gemacht und einmalig gespendet, da ich Signal wirklich klasse finde.
    Allerdings bedauerlich vom Autor, dass er das wichtigste dabei, nämlich dass es freiwillig ist, erst im dritten Absatz erwähnt. Man konnte auch bereits früher per Paypal&Co an Signal spenden; neu ist jetzt, dass man als Spender es im Profil anzeigen lassen kann.

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  3. Nik o Laus

    Reisserische Überschrift und erst am Ende auf die Freiwilligkeit. Unter jedem journalistischen Anspruch. Bild Niveau.

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  4. StefanKork

    Headline irreführend und Panikmache.
    Was soll sowas?
    Könnt ihr keine positiven Meldungen verfassen die den Tatsachen gerecht werden? So wie z.B. „Signal verleiht Sticker für freiwilliges Abo“

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  5. Viktor

    Bei Whatsapp verdient an meinen Daten, bei Signal KANN ich spenden.
    Eine gute Sache. Jeder Dienstleister will für seine Arbeit Geld – was ist dann bei einer Spende verwerflich?

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  6. Christian Harten

    Das ist ja fast der dämlichste Beitrag des Jahres

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  7. Filip

    Es liegt in der Natur der Vermarktung von Werbe- und Bannerplätzen „zwischen“ den Absätzen. Je später der Bezug zur Headline kommt, desto teuer können die Spots verlauft werden. Das inhaltliche Niveau sinkt zugunsten der Reichweite. Leider.

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