Bekannter TV-Sender stellt Betrieb ein

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Feierabend für immer: Am 31. Dezember 2024 wird ein TV-Sender, der die Medienlandschaft Jahrzehnte bereichert hat, den Betrieb einstellen. Bekannt wurde der Sender unter anderem durch Stefan Raab und Oliver Kalkofe.
Eine Fernbedienung mit einem Aus-Knopf im Fokus
TV-Sender wird abgeschaltetBildquelle: PublicDomainPictures / Pixabay

„Abschied einer Ära“ – so bescheiden verkündet die Betreiberfirma adviqo in einer Pressemitteilung das Aus ihres TV-Senders AstroTV. Der Sender stelle zum Jahresende den Sendebetrieb ein. Zwei Jahrzehnte war man auf Sendung, doch jetzt steht eine strategische Neuausrichtung durch die Eigentümerin Ingenio Europe bevor. Wie diese aussieht, verrät man zwar nicht detailliert, macht aber Andeutungen. „Es ist nun an der Zeit, dass wir unseren Fokus anpassen und die Weichen für die Zukunft in einer zunehmend digitalisierten Welt stellen“, sagt Tom Tews, Geschäftsführer der adviqo GmbH. Möglich also, dass man Astro TV zwar nicht mehr als linearen Kanal betreibt, sondern in soziale Netzwerke verschiebt. Das Unternehmen betreibt aber beispielsweise auch eine Horoskop- oder auch Astrologie-Webseite.

Astro TV vor allem durch Parodien bekannt

Astro TV erreichte in den vergangenen zwanzig Jahren eine große Bekanntheit. Der Sender machte immer wieder durch esoterische Lebensberatung und spirituelle Inhalte auf sich aufmerksam. Zuletzt setze man auf eine Mischung aus Live-Beratung, Homeshopping und einem spirituellen Lifestylemagazin. Den meisten Fernseh-Zuschauern dürfte Astro TV aber aus anderen Programmen bekannt sein. Denn der Nischenkanal diente immer wieder als Grundlage für Parodien des Fernsehkritikers Oliver Kalkofe. Auch Stefan Raab arbeitete sich seinerzeit bei TV total an Astro TV ab – ebenso sein Nachfolger Sebastian Pufpaff. Und auch bei Switch Reloaded machte man auf Astro TV aufmerksam.

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Finanziert hat sich das Programm vor allem durch die kostenpflichtigen Anrufe der Zuschauer, die auf der Suche nach Lebensberatung waren. Doch zuletzt hat man nach einem Bericht von digitalfernsehen.de vor allem im Kabel viele Zuschauer verloren. Durch die Änderung der Kanalbelegung sei das Programm in den Belegungslisten oft weit nach hinten gerutscht.

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1 KOMMENTAR

  1. Nutzerbild Heinz Multhaup

    Habe ich nicht

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