Bargeld vor dem Aus: Diese 3 Probleme sind bereits Realität

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Für viele ist es inzwischen nur eine Frage der Zeit, bis das Bargeld endgültig verschwindet. Nun wird deutlich: Das könnte schneller gehen als gedacht. Denn bereits heute ist Bargeld auf dem Rückzug. Diese drei Probleme sind bereits Realität.
Bargeld vor dem Aus: Diese 3 Probleme sind bereits Realität

Bargeld vor dem Aus: Diese 3 Probleme sind bereits Realität

Die Deutschen lieben Bargeld. Durchschnittlich hat jeder 100 Euro im Portemonnaie. Doch Münzen und Scheine verschwinden langsam aber sicher. Banken und Sparkassen montieren Geldautomaten vielerorts ab und verweigern Kunden sogar den Zugang zu Bargeld. So kündigte die Postbank Ende des vergangenen Jahres an, fast die Hälfte ihrer Filialen dichtzumachen. An 250 Orten in Deutschland verschwinden damit Schalter und Geldautomaten und mit ihnen der Zugang zu Bargeld. Und auch die Sparkasse schließt immer mehr Filialen. Doch das ist noch längst nicht alles.

Bargeld auf dem Rückzug

Die Akzeptanz und der Zugang zum Bargeld wird für Menschen in Deutschland immer schwieriger. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale. Wie eine Umfrage zeigt, hat sich für gut ein Viertel der Befragten in den vergangenen drei Jahren der Weg zum Abheben von Bargeld verlängert. Der heißt: Man muss weitere Strecken gehen und fahren, bis man zum nächsten Geldautomaten kommt. Zudem sind die Kosten für eine Bargeldabhebung für 23 Prozent der Befragten gestiegen.

Bargeld verschwindet: Diese Menschen stecken hinter der Abschaffung

Doch nicht nur der Geldautomatenschwund trägt dazu bei, dass das Bargeld Schritt für Schritt aus dem Alltag verschwindet. Fast ein Drittel (27 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie im vergangenen halben Jahr mindestens einmal in der Situation waren, nicht bar bezahlen zu können, weil eine Barzahlung gar nicht möglich war.

Menschen müssen wählen dürfen

„Verbraucher müssen auch in Zukunft die Möglichkeiten haben, zwischen Bar- und Digitalzahlungen zu wählen“, fordert Ramona Pop vom Verbraucherzentralen Bundesverband. Denn: „Bezahlen mit Bargeld ist einfach, anonym, hinterlässt keine Daten und ist universell einsetzbar“, so Pop. Doch nicht nur das. Bargeld ermöglicht als einziges Zahlungsmittel die wirtschaftliche Teilhabe aller Bürger, unabhängig davon, ob sie ein Bankkonto besitzen oder nicht. Dazu zählen auch Kinder, für die Scheine und Münzen meist der erste und zeitweise auch einzige Weg sind, am Wirtschaftsleben teilzunehmen und den Umgang mit Geld zu erlernen. Apropos Umgang mit Geld: Der Staat verschickt kostenlose Geld-Pakete, die auch noch versandkostenfrei nach Hause kommen.

Bildquellen

  • Bargeld zu Hause aufbewahren: Zwei Dinge, die viele Menschen nicht wissen: Markus Spiske / Unsplash
  • Bargeld vor dem Aus: Diese 3 Probleme sind bereits Realität: Ibrahim Boran / Unsplash

1 Kommentar

  1. Paul
    Geldautomaten gibt es weiterhin mehrere Zehntausend in Deutschland, hinzu kommt die Möglichkeit zur Abhebung beim Einkaufen in Drogerien und Supermärkten. Deshalb wenn möglich immer bar zahlen, und wenn Karte, dann Girocard, statt US-Kreditkarte oder gar Apple/Google. Zur Stärkung von Bargeld würde kurioserweise die Abschaffung von 1-2 Cent Münzen beitragen, wie in einigen EU-Ländern bereits geschehen; gerne auch die 5 Centmünze.
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