Bahnstreik – was nun? Alle Infos, die du jetzt brauchst

3 Minuten
Es ist mal wieder soweit – und vor allem Pendler müssen stark sein: Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken. Wenn du heute oder morgen mit der Bahn dein Ziel erreichen willst, wird das schwierig - oftmals auch mit der S-Bahn. Wir geben dir Tipps, was du nun machen kannst.
Service-Personal der Deutschen Bahn am Bahnhof.
Auf das Service-Personal der Deutschen Bahn kommt viel Arbeit zu: der nächste GDL-Streik steht an.Bildquelle: Deutsche Bahn

Seit Juli steht es fest: Die GDL ruft zu Streiks auf. Aber erst nach einer Urabstimmung traten die Lokführer Anfang August erstmals in den Ausstand. Nun ist wieder so weit und die Lokführer sowie einige Mitarbeiter anderer Unternehmensbereiche der Deutschen Bahn legen ihre Arbeit nieder. Das hat nicht nur Folgen für den Güterverkehr, sondern auch für den Personenverkehr.

Bahnstreik: Das bedeutet es für Urlauber und Pendler

Der Streik im Personenverkehr hat dieses Mal am Montag um 2 Uhr nachts begonnen. Das heißt, dass viele Bahnen heute früh direkt im Depot stehen blieben. Seit Samstag sind bereits die Lokführer der Güterzüge im Ausstand. Dauern soll das ganze bis Mittwoch, 2 Uhr nachts. Das heißt, dass erst im Laufe des Mittwochs der Verkehr wieder normal laufen wird, viele Züge dich aber schon morgens wieder zur Arbeit bringen dürften. Betroffen sind nicht nur Fernverkehrszüge, sondern auch Regional- und Nahverkehr. Die Deutsche Bahn verspricht, so viele Ausfälle wie möglich aufzufangen und stellt einen Notfahrplan bereit.

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von Twitter ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Trotz des Streiks bleiben Privatbahnen vom Lokführer-Streik unberührt. Flixtrain fährt beispielsweise somit wie geplant. Ebenso die Züge des RRX, von National Express, Odeg und anderen privaten, regionalen Anbietern – sie werden nicht von Lokführern der Deutschen Bahn gefahren.

Zugausfälle: Das musst du rund um den Streik wissen

Bist du von dem Streik auf die eine oder andere Art betroffen, greifen die Fahrgastrechte. Je nach Verspätung erstattet die Bahn gemäß EU-Fahrgastverordnung einen Teil oder den gesamten Betrag des Ticketpreises. Diese hängt letztlich von der Verspätung an sich ab: Ab 60 Minuten sind 25 Prozent der Kosten drin; ab zwei Stunden Verspätung bekommst du die Hälfte deines Geldes zurück. Wichtig ist, dass du diesen Anspruch über das Fahrgastrechteformular der Deutschen Bahn geltend machst. Das gibt es entweder an der DB-Information, in den Reisezentren oder online. Darüber hinaus verspricht die Deutsche Bahn weitreichende Sonderkulanzregeln.

Hast du bereits ein Ticket gelöst, kannst du ab 20 Minuten Verspätung deines Zuges ohne weitere Kosten mit einem anderen IC, EC oder ICE fahren als von dir gebucht. Bei Abomodellen wie etwa Semestertickets kann die Regelung abweichen. Alternativen zur Bahn sind etwa Taxen oder das eigene Auto. Greifst du auf letzteres zurück, bekommst du die anfallenden Spritkosten allerdings nicht von der Deutschen Bahn erstattet. Weitere Bahn-Alternativen sind im unten stehenden Artikel zusammengefasst.

Die Bahn ruft dazu auf, nicht notwendige Fahrten zu verschieben. Dein Ticket bleibt bis 4. September als Flex-Ticket gültig – auch wenn du einen Sparpreis hast. Solltest du eine Fahrrad-Reservierung für den Fernverkehr haben, kannst du es mit dem DB Gepäckservice transportieren lassen.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE ARTIKEL