AVM: Drei neue FritzBox-Modelle feiern auf der IFA Premiere

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Die FritzBox-Familie bekommt Zuwachs. AVM nutzt die Elektronik-Messe IFA in Berlin, um das eigene Angebot zu erweitern. Gleich drei neue Breitband-Router werden in Berlin erstmals vorgestellt.
Das Logo von AVM umrahmt von grünem Efeu
Bildquelle: Thorsten Neuhetzki

Im Fokus wie immer: Schnelles Internet und smarte Heimvernetzung. Und dieses Mal geht es wirklich um Highspeed-Anschlüsse. Doch wie immer gilt es für interessierte Kunden auch, Geduld mitzubringen. Denn zu kaufen gibt es die neuen Router in diesem Jahr nicht mehr. Streng genommen sind es sogar vier FritzBox-Router, die AVM in den Hallen unter dem Berliner Funkturm zeigt. Eine davon haben die Berliner aber bereits zur Anga Com im Juni öffentlich gemacht: Die FritzBox 6660 Cable. Auf der IFA wird sie aber erstmals einem breiten Publikum gezeigt. Wirklich neu sind zwei Route für echte Glasfasernetze sowie ein 5G-Router.

FritzBox 5550 und FritzBox 5530 für Glasfaser

Im Festnetzmarkt konzentriert sich AVM ganz auf die Zukunft und präsentiert gleich zwei neue, echte Glasfaser-Router. Die FritzBox 5550 kann direkt mit einem passenden Steckmodul an die Glasfaserdose in der Wand angeschlossen werden. Dabei ist es egal, welche Glasfaser-Technologie der Anbieter einsetzt. Denn nicht jede FTTH-Leitung setzt auf die gleiche Technik. Für die Technik-Profis: Unterschieden wird hier zwischen G-PON, XGS-PON oder AON. Dabei geht es darum, auf welche Art das Datensignal zum Kunden gelangt und ob er wirklich eine eigene Glasfaserstrecke bis „ins Internet“ hat oder ob sich mehrere Hausbewohner eine Glasfaserstrecke teilen.

Wichtig: Endet die Glasfaserstrecke bereits im Keller des Gebäudes (FTTB), kann die neue FritzBox nicht verwendet werden. Details dazu haben wir für dich in einem Ratgeber zu Glasfaser-Anschlüssen zusammengestellt. Übrigens hat die Deutsche Telekom angekündigt, künftig verstärkt echte Glasfaser-Anschlüsse zu bauen.

Heimvernetzung: Wi-Fi 6 und 2,5-Gbit/s-LAN

Um das hohe Glasfaser-Gigabit-Tempo aus dem Internet im Haus zu verteilen, ist die FritzBox 5550 bereits mit dem neuen Standard Wi-Fi 6 ausgestattet. Im 5-GHz- Band sind Datenraten von bis zu 2.400 MBit/s möglich. Bei 2,4 GHz können bis zu 600 Mbit/s erreicht werden. Zusammen sind es also 3 Gbit/s Brutto-Datenrate, die der Router über die Luft schicken kann. Zusätzlich gibt es einen 2,5-Gbit/s-LAN-Port. Wie bei den umfangreicher ausgestatteten FritzBox-Modellen üblich, ist auch eine Telefonanlage mit DECT-Zentrale für bis zu sechs Schnurlostelefonen eingebaut und sogar analoge Telefone können noch angeschlossen werden.

FritzBox 5550 und FritzBox 6850 5G
FritzBox 5550 und FritzBox 6850 5GQuelle: AVM

Eine Besonderheit ist, dass die FritzBox 5550 vorhandene Kupfer-Telefonleitungen nutzen kann, um das Glasfasersignal an eine weitere FritzBox 5550 über den Datenstandard G.fast weiterzuleiten. So lassen sich die alten Telefonleitungen weiter nutzen und es müssen keine neuen Netzwerkkabel verlegt werden, um das schnelle Internetsignal von einer Seite des Hauses an eine andere Seite zu transportieren. In Neubauwohnungen mit Glasfaseranschluss sind allerdings keine Telefonkabel mehr vorhanden. Und dort wo es alte Telefonleitungen gibt, wird selten FTTH, sondern FTTB eingesetzt.

Alternativ zur FritzBox 5550 wird es die FritzBox 5530 geben. Sie hat zusätzlich zwei 1-Gbit/s-LAN-Ports, dafür aber nicht den Datentransport per G.fast. Für die meisten Kunden dürfte daher die FritzBox 5530 interessanter sein. Beide Router sollen im Laufe des ersten Halbjahres 2020 auf den Markt kommen. Preise will AVM zur Markteinführung nennen.

FRITZBox 5550 / 5530

  • Für alle gängigen Glasfaseranschlüsse in Europa: GPON, AON, XG-PON, XGS-PON, per SFP-Modul
  • Datentransport per DSL-Technologie G.fast über die Hausverkabelung (nur Modell 5550)
  • 2×2 Wi-Fi 6 (WLAN AX) mit bis zu 3 GBit/s; 2,4 GHz: 600 MBit/s (QAM1024) und 5 GHz: 2.400 MBit/s (HE160)
  • Ein 2,5-Gigabit-LAN-Port (Standard IEEE 802.3bz, NBase-T)
  • Zwei Gigabit-LAN-Ports (nur Modell 5530)
  • DECT-Basis für bis zu 6 Telefone und Smart-Home-Anwendungen
  • Ein Anschluss für analoges Telefon oder Fax

FritzBox 6850 5G : Diese FritzBox kann 5G

Die FritzBox 6850 5G ist nach Eigendarstellung von AVM der weltweit erste All-in-One-Router für die neue Mobilfunkgeneration 5G. Das heißt, er unterstützt nicht nur die Datendienste, sondern bietet als Heimzentrale auch Telefone, eine DECT-Station und die Grundlage für Smart-Home-Anwendungen von AVM.

Die FritzBox 6850 5G unterstützt die 5G-Bänder im Bereich Sub-6-GHz und zusätzlich die gängigen LTE-Bänder in Europa. So können Kunden den Router schon einsetzen, auch wenn der eigene Mobilfunkanbieter noch gar kein 5G ausgebaut hat. Für 5G und die zum Einsatz kommenden Frequenzen besonders wichtig: Zwei externe Antennen lassen sich anschließen.

5G-Router als Heim-Zentrale

FritzBox 6850 5G
FritzBox 6850 5GQuelle: AVM

Verteilt werden die Daten im Haus dann über Dualband-WLAN oder einen der vier Gigabit-LAN-Ports. Auch Telefonieren ist möglich: DECT oder Anschlüsse für analoge Telefone sind vorhanden, die eingebaute Telefonanlage verarbeitet die Sprachdaten. Auch auf die bekannten Heimnetzfeatures wie den Einsatz der FRITZ!Box als Mesh-Master bei WLAN sowie auf Smart Home müssen Nutzer der FritzBox 6850 5G nicht verzichten.

Ebenso können Funktionen wie Firewall, Kindersicherung, WLAN-Gastzugang oder der Fernzugang auch am 5G/LTE-Anschluss genutzt werden. Besonders wichtig: Eine virtuelle Ausrichthilfe hilft Kunden dabei, den optimalen Standort für den Mobilfunkempfang zu finden. Denn die zunächst zum Einsatz kommenden Frequenzen um 3,6 GHz sind sehr empfindlich in Bezug auf den richtigen Standort.

Die Details der FritzBox 6850 5G

  • 4 x 4 MIMO mit Qualcomm SD X55 Chipset
  • 5G-Band-Support: Sub-6-GHz
  • LTE (4G) für Band 1, 3, 7, 8, 20, 28, 32
  • UMTS-Unterstützung
  • Dualband WLAN AC + N mit bis zu 1.266 MBit/s
  • Zwei SMA-Anschlüsse für das Anbringen von externen Antennen
  • Vier Gigabit-LAN-Ports
  • 1 USB-3.0-Anschluss
  • Telefonanlage und DECT-Basis für bis zu sechs Telefone
  • Anschluss für analoges Telefon oder Fax

Zu beachten ist: Der Router hat keinerlei Festnetz-Anschlüsse in der Unterstützung. Die Telefonie erfolgt also per Internettelefonie über Mobilfunk. Somit gibt es auch keine Hybrid- oder Backup-Funktion. Verfügbar sein soll der neue 5G-Router von AVM Anfang 2020. Einen Preis will der Berliner Hersteller auch bei diesem Modell erst dann mitteilen.

Neuigkeiten gibt es von AVM auch aus dem Bereich Smart Home.

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