Neuer Gaming-Trend Auto Chess: Was sind Teamfight Tactis und DotA Underlords?

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Nach den Battle Royals folgt nun Auto Chess: Ein neuer Trend ist aus den unendlichen Weiten der Gaming-Welt aufgetaucht. Dabei geht es um Taktik und Strategie und weniger um schnelle Reaktionen. Was Auto-Chess ist und wieso es auf dem Smartphone eine gute Chance hat, das nächste große Ding zu werden, steht hier.

Der letzte große Hype aus der Gaming-Welt hieß Battle Royal. Dabei spielten 100 Nutzer gegeneinander um den Sieg. Wer übrig blieb, gewann. Die Formel fand unter anderem in Minecraft sowie im Ego- und Third-Person-Shooter-Genre Anwendung. Die größten Battle-Royal-Titel heißen Fortnite und Players Unknown’s Battleground.

Nun schickt sich jedoch ein neuer Trend an, Battle Royal von seinem Thron zu stoßen. Der hört auf den Namen Auto Chess, wird teilweise aber auch Autobattler genannt. Es handelt sich dabei um eine Art Rundenstrategie. Das Genre stammt aus dem Umfeld der sogenannten MOBAs (kurz für Multiplayer Online Battle Arena). Es hat jedoch nicht mehr viel mit seinem Ursprung gemeinsam. Denn anstatt eine (oder mehrere) Einheit(en) in Echtzeit zu steuern, kämpfen sie automatisch für den Spieler. Sie schickt der Nutzer in den Kampf gegen sieben Mitspieler. Für jede Niederlage werden Lebenspunkte abgezogen. Wer am Ende übrig bleibt, gewinnt.

Auto Chess: Strategie und Taktik sind wichtiger als schnelle Reaktionen

Zusehen, wie sich computergesteuerte Einheiten bekämpfen, klingt im ersten Moment langweilig. Der Reiz von Auto Chess versteckt sich in den strategischen Überlegungen, die der Spieler treffen muss. So erhält er jede Runde eine Auswahl an Figuren, die er aufs Feld schicken kann. Die unterschiedlichen Einheiten besitzen untereinander jedoch Synergien (auch Allianzen genannt), die für Boni wie mehr Angriffsschaden oder Verteidigung sorgen. Bedenkt man jetzt noch, dass es weitere Taktik-Ebenen wie Aufstellung der Figuren, Items oder Einheitenlimits gibt, wird schnell klar: Auto-Chess ist ein sehr strategisches Spiel – trotz (oder gerade wegen) der indirekten Kontrolle.

Den Ursprung hatten die sogenannten Autobattler als Mod für das MOBA „Dota 2“ von Entwickler Valve. Daraus sind bisher drei nennenswerte Titel entsprungen: „(Dota) Auto Chess“ von den original Mod-Entwicklern, „Dota Underlods“ von Entwickler Valve und „Teamfight Tactics“, von den Entwicklern hinter League of Legends, Riot. Alle drei Titel buhlen aktuell um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Auf der Streaming-Plattform Twitch konnte sich in der letzten Zeit vor allem der jüngste Ableger, „Teamfight Tactics“ von Riot, durchsetzen.

Auto Chess auf dem Smartphone: Ein Genre mit Zukunft

Dank seiner einfachen Steuerung und dem eher gemächlichen Spieltempo eignen sich Auto-Chess-Titel perfekt für das Smartphone. Das sehen auch die Entwickler von „Auto Chess“ und „Dota Underlords“ so und haben ihre Titel deshalb schon auf iOS und Android veröffentlicht. Sie sind aktuell kostenlos erhältlich. Bei „Dota Underlords“ von Valve ist es auch möglich, gegen Nutzer auf dem PC zu zocken. Bei „Auto Chess“, das exklusiv für den Epic Games Store erscheinen wird, soll die Funktion in Zukunft folgen. Allein „Teamfight Tactics“ soll sich laut aktuellen Berichten noch nicht in der Mache befinden.

 

Wird Auto Chess größer als Battle Royal? Eher nicht, denn während Titel wie Fortnite schnell zu erlernen sind, kämpfen die taktiklastigen Autobattler mit einer größeren Einstiegshürde. Dennoch könnten Spiele wie „Auto Chess“, „Dota Underlords“ und „Teamfight Tactics“ ein großer Erfolg werden. Sie sprechen mit ihrem strategischen Gameplay eine komplett neue Zielgruppe an. Außerdem haben sie mit Dota 2 und League of Legends teilweise große Marken im Hintergrund, die vielen Spielern ein Begriff sind.

Das Genre ist wegen seines ruhigen Gameplays besonders für das Smartphone geeignet. Dementsprechend fokussiert sich der Titel „Auto Chess“ vor allem auf den Mobile-Gaming-Markt. Das Gegenteil ist Riot mit ihrem „Teamfight Tactics“, die sich erst einmal auf den PC-Markt konzentrieren wollen. Valve fährt mit „Dota Underlords“ hingegen eine Hybrid-Strategie. Auf welcher Plattform sich welcher Titel nun durchsetzt, bleibt abzuwarten. Aktuell ist noch nichts entschieden, da sich alle Titel noch in einem Alpha- oder Beta-Build befinden.

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