Aufatmen bei Huawei und Honor: Trump will Embargo beenden

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Der Handelsstreit der USA und China hat in den vergangenen Monaten für massive Verunsicherung in der Mobilfunkwelt geführt. Grund dafür: US-Präsident Trump hatte den chinesischen Netzausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei auf die schwarze Liste gesetzt. Dadurch sollte es US-Unternehmen untersagt sein, die Chinesen zu beliefern. Jetzt deutet sich ein Ende des Embargos an.
Das Logo von Huawei vor lila Leuchtstoffröhren
Huawei soll von Schwarzer Liste entfernt werdenBildquelle: Rita Deutschbein / inside digital

Am Rande des G20-Gipfels in Osaka, Japan, haben sich der Präsident der USA, Donald Trump, und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auf eine Abrüstung im Handelskrieg geeinigt. Laut „Welt“ habe es ein Gespräch gegeben, in dem unter anderem auch der Lieferstopp von US-Waren an den chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei erörtert wurden. Das Ergebnis: Google und Co. dürfen Huawei weiter beliefern.

Damit sind vorerst Befürchtungen vom Tisch, das Huawei vom Android-Umfeld abgeschnitten wird. Auch Chip-Hersteller dürften aufatmen. Beliefern sie doch die Hardware-Sparte Huaweis. Trump will auch außerhalb des Falls Huawei „zumindest vorerst keine neuen Zölle hinzuzufügen“. Das Gespräch stellt jedoch nicht das Ende des Handelsstreits dar. Doch ist wohl die heiße Phase vorbei: „Wir sind wieder auf dem richtigen Weg“, sagte US-Präsident Donald Trump.

Trump hatte die Belieferung Huaweis mit Sicherheitsbedenken begründet. Dabei wurde jedoch nicht nur die Belieferung auf den Prüfstand gestellt. Die Sanktionen gegen Huawei gingen auch auf einer anderen Ebene weiter. Die USA und auch andere Nationen haben Huawei aus ihren Ausbauplänen der neuen 5G-Netze ausgeschlossen. In Deutschland wurden ebenfalls Bedenken ausgesprochen. Die Mobilfunkanbieter hierzulande dürfen schlussendlich dennoch auf Huawei-Technik beim Aufbau ihres Netzes bauen.

Druck von Google und Co.

Im Laufe der vergangenen Wochen hatte sich Huawei mit einem eigenen Betriebssystem nicht nur gewappnet gezeigt, auch der Android-Anbieter Google hatte sich dafür stark gemacht, den Lieferstopp nicht eskalieren zu lassen. Das hatte sicher auch den Grund, dass Huawei einer der größten Partner war. US-Unternehmen seien laut Trump „nicht glücklich“ über den Lieferstopp gewesen. Ob Huawei und die Submarke Honor schon im Vorfeld von der Einigung gewusst haben, ist nicht bekannt. Beide Unternehmen hatten in den vergangenen Tagen jedoch neue Android-Updates angekündigt und Zeitpläne für viele Modelle bereitgestellt.

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2 KOMMENTARE

  1. Meine „chinesische Quelle“ in Deutschland berichtet mir von merkwürdigen Verzögerungen in China beim „Spedieren von Apple-Produkten“, „sich stauendem Frachtgut“ und von einer Absatzflaute bei Apple-Produkten in modernen chinesischen Hochburgen.

    Es soll auch – und das ist ja richtig kurios – zu „peinlich verzögernden Problemen“ bei der Einfuhr von US-Komponenten für die Apple-Produktion in China gekommen sein. – Foxconn soll – nicht nur wegen Apple – auch sehr unruhig geworden sein.

    Der „Schuss“ ging anscheinend wohl – wie von mir schon anderweitig vermutet – heftiger nach hinten los, als es „Corporate America“ lieb sein konnte. GOOGLE stand sowieso permanent maulend bei TRUMP auf der Matte…
    – mlskbh –

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