Wenn der Audi kommt, springt die Ampel auf Grün

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Das Autos mit der Verkehrsinfrastruktur vernetzt sind, ist bisher eher eine Zukunftsvision. Doch Audi bringt die Zukunft in die Gegenwart. Denn der Automobilhersteller aus Ingolstadt startet den Vehicle-to-Infrastructure-Servíce (V2I) "Ampelservice" ab Juli in Deutschland. Dann werden neue Modelle von Audi direkt mit Ampeln vernetzt.
Vehicle-to-Infrastructure-Servíce (V2I) von Audi
Bildquelle: Audi

Los geht es mit Ampeln in Ingolstadt, wie es am Dienstag in einer Konzernmitteilung hieß. Weitere europäische Städte sollen ab 2020 folgen. Ziel ist es, dass Autos dann möglichst auf einer „grünen Welle“ durch die Stadt fahren. Audi-Fahrer sehen im Cockpit, bei welcher Geschwindigkeit sie die nächste grüne Ampel erreichen. Ist das im Rahmen des geltenden Tempolimits nicht möglich, zählt bei einer Rotphase an der Ampel ein Countdown bis zur nächsten Grünphase.

Dienst in den USA schon aktiv

In den USA ist der „Ampelservice“ bereits seit Ende 2016 im Einsatz. Der Service ist dort an über 5.000 Kreuzungen verfügbar. Zum Beispiel in Städten wie Denver, Houston, Las Vegas, Los Angeles, Portland oder Washington D.C. Allein in der US-Hauptstadt sind rund 1.000 Kreuzungen mit Ampelinformationen vernetzt.

Audi ist nach eigenen Angaben der erste Hersteller weltweit, der seine Serienmodelle mit Ampeln in Städten vernetzt. Der Anspruch an den Service ist, das Fahren entspannter und effizienter zu machen. In Zukunft sollen die Daten aus den vernetzten Autos dafür sorgen, Ampeln in Städten besser zu schalten und den Verkehrsfluss zu optimieren.

Diese Modelle erhalten den Ampelservice

Die neuen Ampel-Dienste sind zum Start in Ingolstadt in ausgewählten Audi-Modellen aktiviert. Dazu zählen alle Audi e-tron, A4, A6, A7, A8, Q3, Q7 und Q8, die ab Mitte Juli produziert werden (Modelljahr 2020). Voraussetzung ist das Paket „Audi connect Navigation & Infotainment“ sowie die optionale „kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung“.

„Wie schnell weitere Städte an die Technologie angebunden werden, hängt vor allem davon ab, ob sich Datenstandards sowie Schnittstellen etablieren und Städte ihre Ampelanlagen digitalisieren.“ Andre Hainzlmaier, Leiter Entwicklung Apps, Connected Services und Smart City bei Audi

Langfristig soll der Verkehr in Städten profitieren. Wenn die Autos zum Beispiel anonymisierte Daten an die Stadt schicken, könnten Verkehrssignale flexibler schalten. Jeder Autofahrer kennt die Situation: Man steht abends an einer roten Ampel – weit und breit ist kein anderes Auto in Sicht. Vernetzte Ampeln würden dann bedarfsgerecht reagieren.

 

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