Audi AI:Trail quattro: Science-Fiction pur - Leucht-Drohnen inklusive

4 Minuten
Mit dem Auto durch die Dünen am Strand flitzen oder einfach nur das Offroad-Feeling im Gebirge genießen. Bei Volkswagen ist das mit dem ID.Buggy möglich. Und Audi hat auf der IAA in Frankfurt jetzt das Konzeptauto AI:Trail quattro präsentiert.

Der erste Eindruck beim Anblick des Audi AI:Trail: ein Mondauto. Oder ein Geländewagen aus dem neuesten Science-Fiction-Blockbuster aus Hollywood. Schaut man sich das Fahrzeug aber genauer an, so ist es mehr als das – futuristisches Design mit autonomen Fahren und Elektromobilität. Gesichert ist zudem: Wer mit dem Auto in der Natur unterwegs ist, hat viel Blick auf die Natur. Denn die Kabine ist bis in den Bodenbereich verglast. Auf einen großen Monitor, der das Naturerlebnis stören könnte, hat Audi im Innenraum bewusst verzichtet.

Audi AI:Trail: Geländewagen wie von einem anderen Stern

Für den Antrieb des AI:Trail sorgen vier Elektromotoren. Außerdem an Bord sind Systeme für assistiertes und automatisiertes Fahren, darüber hinaus Audis permanenter Allradantrieb quattro. Mit einer Außenlänge von 4,15 Metern und einer Breite von 2,15 Metern signalisiert der bullige AI:Trail sofort sein Potenzial im Terrain abseits des Asphalts. Auch die großen Räder (22 Zoll) mit 850-mm-Bereifung vermitteln klar den Sinn und Zweck des Fahrzeugs. Die Bodenfreiheit von 34 Zentimetern soll eine Wasserdurchfahrt bis zu einer Tiefe von mehr als einem halben Meter möglich machen.

Audi AI Trail
Wie von einem anderen Stern: der Audi AI:Trail.Quelle: Hayo Lücke / inside digital

Im Innenraum des Audi AI:Trail finden vier Personen Platz. Viele Bedienelemente sucht man allerdings vergeblich. Pedale, ein Steuerhorn als Lenkrad, einige Tasten, dazu ein auf der Lenksäule arretiertes Smartphone als Display und Schaltzentrale für Fahrzeugfunktionen und Navigation – mehr Elemente braucht es nicht für die Interaktion von Fahrer und Automobil.

Praktisch auch: Neben zwei Schalensitzen für Fahrer und Beifahrer kommen in der zweiten Reihe Sitze zum Einsatz, die eher wie Hängematten aussehen. Für einen Seitenhalt sorgen heruntergezogene Lehnen. Und: Sie lassen sich aus dem Wagen herausnehmen, um als mobile Outdoor-Möbel genutzt zu werden.

Festhalten: Drohnen sorgen für die Beleuchtung

Und richtig abgefahren wird es, wenn man sich ansieht, wie Audi das Lichtkonzept des Autos gelöst hat. Statt eines konventionellen Abblend- und Fernlichts verfügt der AI:Trail über insgesamt fünf rotorlose, dreieckige und elektrisch betriebene Drohnen mit integrierten Matrix-LED-Elementen. In der Regel fliegen nur zwei davon, wer sich mehr Licht wünscht, kann aber auch alle fünf Fluggeräte aufsteigen lassen. Sie können auf dem Fahrzeugdach landen, um mit neuer Energie versorgt zu werden.

Die sogenannten „Audi Light Pathfinder“ sind bewusst leicht konstruiert, können mit vergleichsweise geringem Energieaufwand dem AI:Trail vorausfliegen und den Weg ausleuchten. Kameras an Bord übertragen auf Wunsch per WLAN ein Videobild auf das Smartphone-Display vor dem Fahrer. Stehen die Leuchten auf dem Dach, können sie alternativ die Umgebung oder durch das transparente Panoramadach auch den Innenraum ausleuchten.

Die Frontscheibe ist bewusst weit herumgezogen. Und auch das Dach besteht aus Glas, um einen Blick auf Himmel und Landschaft zu ermöglichen. Und wer das pure Naturerlebnis wünscht, kann Frontscheibe und Heckklappe sogar weit öffnen.

Autonomes Fahren? Kein Problem!

Für das automatisierte Fahren ist der AI:Trail bis zum 4. Level konzipiert. Das heißt, die Systeme dieses Fahrzeugs benötigen keine Unterstützung des Fahrers mehr, sind jedoch auf einen bestimmten Funktionsbereich limitiert – etwa die Autobahn oder ein mit geeigneter Infrastruktur ausgerüstetes Areal in Innenstädten. Hier kann der Fahrer sich entspannt zurücklehnen und dem Auto selbst das Steuern überlassen. Abseits der entsprechend ausgerüsteten Gebiete – zum Beispiel im Gelände – übernimmt der Fahrer selbst das Kommando. Nur deswegen ist der Audi-Geländewagen noch mit Lenkrad und Pedalen ausgestattet.

Die Reichweite des AI:Trail liegt nach Angaben des Herstellers übrigens bei 400 bis 500 Kilometern (WLTP-Messung), wenn man sich auf der Straße oder in leichten Offroad-Bedingungen befindet. Im Gelände sollen immerhin noch 250 Kilometer Reichweite möglich sein. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 130 km/h begrenzt. Die Systemleistung beträgt maximal 320 kW, das maximale Drehmoment liegt bei 1.000 Nm.

Ob der Audi AI:Trail in dieser oder ähnlicher Form jemals in den Handel kommt ist ungewiss. Entsprechend ist auch ein Preis für das Konzeptauto nicht bekannt.

Bildquellen:

  • Audi AI Trail: Hayo Lücke / inside digital
Google Maps
Google Maps: So soll die Navigation besser werden
Google Maps ist nicht zuletzt aufgrund der Vorinstallation auf Android-Smartphones eine der beliebtesten Navi- und Karten-Apps. Zumal der Dienst kostenlos ist. Jetzt will Google die Qualität der Daten verbessern – mit deiner Hilfe.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL