ARD mit überraschendem Schritt: Jetzt kommt das Aus für diesen Dienst

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TV-Sender stehen stark unter Druck. Der Grund: Die Digitalisierung und die starke Streaming-Konkurrenz rund um Netflix und Co. Die ARD bemüht sich nachzuziehen und viele Inhalte im Netz aufzubereiten. Von der eigenen App trennt man sich dennoch.
ARD Mediathek
ARD MediathekBildquelle: Thorsten Neuhetzki

Der Trend in deutschen Haushalten geht immer mehr in Richtung Streaming anstatt linearem Fernsehprogramm. Darunter haben Sender wie ARD, ZDF und WDR, aber auch die Privatsender RTL, ProSieben und Co. zu leiden. Streaming-Dienste wie Netflix erreichen in erster Linie ein jüngeres Publikum, das ihre Lieblingsserien über Apps ansieht.

Das bietet auch die ARD, die selbst aktiv im Fernsehen damit wirbt, Filme und Co. schon früher in der Mediathek anzubieten. Doch die „Das Erste“-App wird jetzt in die ewigen Jagdgründe geschickt. Schon seit Ende Januar ist sie nicht mehr im Play Store sowie App Store zu finden. Zuletzt „dachte“ die App, sie sei ein Browser und sorgte damit für den ein oder anderen Schmunzler.

Eine ARD-App für alles

Der Grund für die Einstellung der Das Erste-App ist einfach, wie die ARD erklärt: Man will Inhalte an einem zentralen Ort anbieten und die Handhabung für Nutzer erleichtern. Künftig ist somit nur noch die Mediathek als App für Android sowie iOS verfügbar.

In der Mediathek sind mobil allerdings nicht nur das schon ohnehin breite Angebot der ARD, sondern weitere, dem Ersten zugehörigen Sender, zu sehen. Dazu zählen etwa phoenix, ARD One, tagesschau24, ARD alpha oder auch ARD Kosmos. Auch die regionalen Programme der Dritten sind in der App aufbereitet.

ARD-Mediathek
ARD-Mediathek
Entwickler: ARD.de/SWR
Preis: Kostenlos

Mehr Übersicht und Nutzerfreundlichkeit

Neben dem zentralen Video-Angebot haben die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten auch die Handhabung der ARD-App grundlegend optimiert. Nutzer sollen fortan die Mediathek intuitiv bedienen können und Serien, Filme und Co. kuratiert vorfinden. Darüber hinaus sollen Informationen zu einzelnen Sendungen schneller auffindbar sein, da die Suche in den Sendern nun zum Beispiel plattformübergreifend funktioniert.

Programm-Highlights finden nun einen prominenten Platz in der App sowie der Web-Version der ARD Mediathek. Für Fans, beispielsweise vom „Tatort“, stellt die ARD Zusatzmaterial, Einblicke hinter die Kulissen und mehr zur Verfügung.

Seit Ende März 2020 nutzen die Mediatheken von ARD und ZDF bereits einen gemeinsamen Log-in. Das heißt: Hat man einen Zugang zur ARD Mediathek, aber keinen beim ZDF, kann man sich mit den Zugangsdaten der ARD auch bei der ZDF-Mediathek anmelden.  Denn die Web-Versionen der beiden Mediatheken führen ausgewählte Inhalte des jeweils anderen Senders und verlinken dorthin.

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