Spionage-Aktion: Einige Apps wissen, wann sie deinstalliert wurden

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In den vergangenen Jahren haben soziale Netzwerke, Wearables und Trends wie "Quantified Self" die Metapher vom gläsernen Menschen auf die Spitze getrieben. Die Daten, die gewonnen werden können, sind immer umfangreicher. Ein Artikel berichtet nun über die Möglichkeit Nutzer, die eine Anwendung deinstalliert haben, mit gezielter Werbung zum Umdenken zu bewegen.
Smartphone Bedienung mit mit dem Finger
Bildquelle: Pixabay / stevepb

Dass es für den Durchschnittsnutzer im digitalen Zeitalter nahezu unmöglich ist, anonym im weltweiten Datennetz zu surfen, dürfte kein großes Geheimnis sein. Egal ob an dem heimischen Rechner oder dem Smartphone – es existieren zahlreiche Tracking-Dienste, die das Nutzverhalten rund um die Uhr nachverfolgen. Bei einigen werden die privaten Daten bewusst und freiwillig bereitgestellt. Andere Dienste sammeln die Daten hingegen im Hintergrund und ohne Kenntnis des Nutzers. Dies soll auch aktuell der Fall sein.

Wie Bloomberg berichtet, kann die Deinstallation von Anwendungen sowohl auf einem iOS- als auch auf einem Android-Gerät nachverfolgt werden. Mehrere Unternehmen bieten solche Funktionen an und unter anderem App-Größen wie T-Mobile, Spotify und Yelp gnutzen sie. Im Nachhinein ist es demnach möglich, zielgerichtet Werbung an den entsprechenden Nutzer zu schicken, um diesen von einer Rückkehr zur Anwendung zu überzeugen. Die Tracking-Methode ist dabei gleichermaßen schlicht und effektiv.

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Push-Benachrichtigungen zum Ausspähen missbraucht

Dreh- und Angelpunkt sind dabei sogenannte Push-Benachrichtigungen, die zahlreiche Anwendungen einsetzten. Dabei erhält der Nutzer einen Hinweis mit relevanten Informationen wie einem Software-Update. Laut Bloomberg kann diese eigentlich harmlose Funktion jedoch auch zum Ausspionieren verwendet werden. Dabei gehen in regelmäßigen Abständen Push-Benachrichtigungen an Nutzer raus, die jedoch nicht auf dem Smartphone-Bildschirm erscheinen und somit für den Nutzer unsichtbar bleiben.

Sobald diese Benachrichtigungen nicht mehr ankommen, ist klar, dass die Anwendung sich nicht mehr auf dem Handy befindet. Die Werbe-Flut kann beginnen. Die Betonung liegt dabei jedoch auf „kann“, denn es ist unklar, ob diese Dienstleistung tatsächlich entsprechend missbraucht wurde. Es stimmt allerdings bedenklich, dass sich weder die genannten Unternehmen noch Google oder Apple zu der Thematik äußern wollten.

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