Apple warnt vor Handelskrieg mit China - und bereitet den Abzug vor

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Die wirtschaftliche Auseinandersetzung zwischen den USA und China beunruhigt Tech-Firmen. Vor dem Huawei-Hintergrund malt sich nun auch Apple ein Schreckenszenario aus. Dennoch arbeitet das Unternehmen hinter den Kulissen wohl an einem langfristigen Abzug seiner Produktion aus China.
Rückseite des iPhone X auf einer Zeitung
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside handy

Fazit: Wir bitten Sie eindringlich darum, die Zölle nicht zu erheben.“ Das ist die Schlussfolgerung eines Dokuments (PDF), das Apple an den Handelsbeauftragten der USA, Robert Lighthizer, schickte. Der hatte Unternehmen darum geben, Stellungnahmen und Kommentare zu den möglichen Zöllen auf Waren aus China zu verfassen. Diesem Aufruf sind neben Apple auch noch weitere Tech-Unternehmen wie Dell, HP, Intel, und Microsoft gefolgt.

Apple gab in seiner Stellungnahme an, dass die Strafzölle in Höhe von rund 25 Prozent so gut wie alle Produkte des Unternehmens betreffen würde. Damit würde der „wirtschaftliche Beitrag“ des Herstellers reduziert und die „globale Wettbewerbsfähigkeit“ belastet. Dementsprechend fällt auch das schon zitierte Fazit aus. Apple ist mit seiner Meinung übrigens nicht allein. Auch die anderen Unternehmen sind sich sicher, dass die Zölle die Wirtschaftskraft der US-Unternehmen schädigen werde.

Apple bereitet Produktionsabzug aus China vor

Während sich das Unternehmen aus Kaliforniern gegen die US-Zölle ausspricht, bereitet es auf der anderen Seite einen Abzug seiner Produktionsstätten aus China vor. Laut einem Bericht von „Nikkei“ wolle man zwischen 15 und 30 Prozent der Leistung in andere Länder in Südostasien verlagern. Hintergrund sei einerseits der Streit zwischen den USA und China. Andererseits wolle sich Apple breiter aufstellen und flexibler werden. Das Unternehmen sei in den vergangenen Jahren sehr abhängig geworden von den Produktionsstätten in China.

Ein Wechsel in andere Länder wie Mexiko, Indien, Vietnam, Indonesien und Malaysia werde jedoch dauern. Erst in „zwei bis drei Jahren wird man erste Ergebnisse sehen“, so eine Quelle von „Nikkei“. Das Problem für Apple sei unter anderem, dass in vielen Ländern schlechtere Ausgangssituationen herrschen als seinerzeit in China. Dies mache es schwer, schnell einen geeigneten Standort für neue Produktionsstätten zu finden. Dennoch: Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen den USA und China habe allen Beteiligten vor Augen geführt, dass man im Notfall einen Plan B bräuchte.

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