Siri: Apple verzichtet auf Analyse von Aufzeichnungen

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iPhone 8 Rückseite
Bildquelle: Michael Büttner / inside handy
Kürzlich gelangte an die Öffentlichkeit, dass Apples Sprachassistent auch private Momente aufzeichnet und der kalifornische Hersteller diese Aufzeichnung an Partner zur Analyse weiterschickt. Apple reagiert nun auf die Kritik und will auf die Analyse weitestgehend verzichten.

Dass Sprachassistenten immer zwei Seiten besitzen, haben die Skandale rund um Alexa, den Google Assistant und auch Siri gezeigt. Sie dienen ihrem Nutzer nicht nur dann, wenn sie sie aktiv dazu auffordern. Die Assistenten zeichnen manchmal auch autonom intime Momente auf. Der jüngste Fall ereignete sich nun bei Apple. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Hersteller die Aufzeichnungen von Siri darüber hinaus auch an Partner zur Analyse sendet – angeblich ausschließlich, um den Sprachassistenten zu verbessern.

Die Kritik war harsch, Apple reagiert prompt. Gegenüber dem Technikmagazin TechCrunch betont Apple, dass man in Zukunft auf die Analyse von Siri durch Mitarbeiter verzichten werde. Stattdessen will man Nutzer vorher eindeutig und transparent um Erlaubnis fragen. Apple will die Option mittels Update auf Geräte mit Siri-Unterstützung aufspielen. Alternativ können Nutzer die Option auch gänzlich deaktivieren.

Bis Apple die Aktualisierung ausrollt, setzt die Überprüfung aus. Ob der Hersteller die Aufzeichnungen, die Siri bei einer exakten Aktivierung aufnimmt, auch weiterhin speichert oder dann löscht, ist nicht klar.

Kein Einzelfall

Dass Apple die Aufzeichnungen von Siri durch Mitarbeiter oder von Partnerfirmen auswerten lässt, ist keine Ausnahme. Auch Google oder Amazon setzen diese Praxis ein, um die Spracherkennung ihrer Assistenten zu optimieren. Vor allem Aktivierungsworte wie „OK Google“ oder „Hey Siri“ verstehen die intelligenten Assistenten in vielen Fällen fehlerhaft. Die Folge sind versehentliche Aktivierungen.

Die eigentliche Crux an der gängigen Praxis ist, dass man Nutzer über die Überprüfung nicht ausreichend informiert. Sie sind sich über die Verwertung nicht bewusst. Zwar beteuern Unternehmen wie auch Apple, die Daten zu anonymisieren. Letztlich lassen sich die Daten aber oft eindeutig Kunden zuordnen, da in den Aufzeichnungen nicht selten Namen oder Adressen genannt werden.

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