Apple: iPhones unter Druck

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Neue Zahlen aus dem Hause Apple: Nein, keine konkreten Verkaufszahlen zum iPhone. Die kommuniziert das Unternehmen nicht mehr. Aber viele andere interessante Werte zum dritten Quartal des laufenden Jahres. Wir fassen für dich die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
Mann mit iPhone 11 Pro
Bildquelle: Apple

Da wäre zum Beispiel der Umsatz. Er legte zwischen Juli und September um 2 Prozent auf 64,0 Milliarden US-Dollar zu. Das entspricht umgerechnet 57,4 Milliarden Euro. Während der Umsatz in den USA zulegte, ging er in fast allen anderen Regionen der Welt zurück. Zum Beispiel in Europa von 15,4 auf 14,9 Milliarden Dollar. Nur in asiatischen Gefilden – abseits von China und Japan – verzeichnete Apple ein kleines Gewinnplus von 230 Millionen Dollar.

iPhone-Umsatz geht zurück

Spannend ist auch ein Blick auf jene Zahlen, die bescheinigen, mit welchen Produkten Apple den meisten Umsatz macht. Weiterhin mit dem iPhone, klar. Smartphone-Verkäufe allein steuerten knapp 33,4 Milliarden Dollar zum Umsatz bei. Das war allerdings weniger iPhone-Umsatz als noch vor einem Jahr. Das dritte Quartal 2018 hatte Apple noch mit einem Umsatz von 36,8 Milliarden Dollar in der iPhone-Sparte abgeschlossen.

Der Jahresvergleich zeigt zudem, dass Apple mehr Umsatz aus iPad und Wearables-Verkäufen (Apple Watch) generieren konnte. Beim iPad-Umsatz war ein Wachstum um fast 700 Millionen auf knapp 4,7 Milliarden Dollar zu verzeichnen. Das Wearables- und Zubehör-Geschäft legte sogar um fast 2,3 Milliarden auf 6,5 Milliarden Dollar zu. Leicht rückläufig war hingegen der Umsatz in der Mac-Sparte: von 7,3 auf 7,0 Milliarden Dollar.

Services werden immer wichtiger

Klar wird aber auch, dass Apple abseits der Hardware-Verkäufe einen weiteren Geschäftszweig immer weiter pusht: digitale Dienste. Diese im Apple-Quartalsbericht als „Services“ gekennzeichnete Sparte steuerte im dritten Quartal schon 12,5 Milliarden Dollar bei. Das waren fast 2 Milliarden Dollar mehr als noch vor einem Jahr. Gemeint sind damit nicht nur Umsätze aus Musik- und Video-Diensten, sondern auch Einnahmen aus dem App Store oder von Apple verkaufter zusätzlicher Cloud-Speicherplatz zum Beispiel für Fotos. Zukünftig fließen in diesem Bereich auch die Umsätze aus dem neuen Videostreaming-Dienst Apple TV+ mit ein. Er startet am 1. Oktober.

Der Gewinn von Apple ist im dritten Quartal übrigens leicht zurückgegangen. Von 14,1 auf 13,7 Milliarden Dollar. Das lag aber nicht nur an den gesunkenen iPhone- und Mac-Umsätzen, sondern auch daran, dass Apple mehr Geld für Forschung und Entwicklung ausgegeben hat. Allein im dritten Quartal des laufenden Jahres waren es 4,1 Milliarden Dollar; 370 Millionen Dollar mehr als noch vor einem Jahr.

So soll das Weihnachtsgeschäft von Apple laufen

Für das laufende Quartal, das auch das für Apple wichtige Weihnachtsgeschäft umfasst, rechnet der US-Konzern mit einem Umsatz in Höhe von bis zu 89,5 Milliarden Dollar. Das bisher beste Weihnachtsquartal schloss Apple 2017 mit einem Umsatz in Höhe von 88,3 Milliarden Dollar ab. Viel setzt Apple in diesem Zusammenhang auf seine neue iPhone-Generation, die laut Apple-Boss Tim Cook einen „vielversprechenden“ Verkaufsstart hingelegt habe.

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