Patentstreit: iPhones dank abgeänderter Hardware wieder erhältlich

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Auf ein Neues: Die Apple-Qualcomm-Schachpartie geht weiter, wobei Apple dieses Mal am Zug ist. Der amerikanische Hersteller hat gute Nachrichten für seine deutschen Nutzer: die ursprünglich gerichtlich verbotenen Smartphones iPhone 7 und 8 sind erneut im hiesigen Handel verfügbar. Technisch handelt es sich allerdings nicht mehr um dieselben Geräte wie frühere Modelle.
Apple iPhone 8 Hands-On
Bildquelle: inside handy

Gute Neuigkeiten für Apple-Enthusiasten. Nachdem Qualcomm Ende 2018 ein Verkaufsverbot für das iPhone7, das iPhone 8 und das iPhone X in Deutschland erwirkt hat, können Käufer die ersten beiden Modelle nun wieder auch in den hiesigen Apple Stores ergattern. Um dies zu bewerkstelligen, musste Apple die verbauten Intel-Modems, um die es bei dem Rechtsstreit ging, gegen Qualcomm-Modems austauschen. Diese werden dazu genutzt, um das Smartphone mit dem kabellosen Netzwerk zu verbinden.

Hintergrund: Das ist passiert

Nachdem Apple von Qualcomm- auf Intel-Technik umgestiegen ist, verklagte Qualcomm das Unternehmen wegen Urheberrechtsverletzung. Demnach verletzen Power-Management-Chips des Apple-Zulieferers Qorvo ein Qualcomm-Patent. Qorvo wies die Beschuldigungen zwar zurück, weigerte sich jedoch Details preiszugeben. Folglich fällten die Richter das Urteil, ohne die Technik wirklich geprüft zu haben.

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Nach der Bekanntgabe des Urteils nahm Apple das iPhone 7, 8 und X aus seinem hiesigen Sortiment. Daraufhin konnten die betroffenen Geräte weder in einem der 15 deutschen Apple-Stores, noch auf der offiziellen Website erworben werden. Bei anderen Händlern wie Saturn oder Amazon blieben die Geräte hingegen weiterhin erhältlich.

Apple selbst sieht die Schuld indes nicht bei sich: „Qualcomm versucht, mit gerichtlichen Verfügungen gegen unsere Produkte, Apple dazu zu bringen, ihren erpresserischen Forderungen nachzugeben.“, verkündete das US-Unternehmen gegenüber Reuters. Ob die neusten Entwicklungen dazu führen, dass der Streit beigelegt wird – zumindest hierzulande – bleibt abzuwarten.

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