Apple Car: Diese Hersteller könnten Apples Auto-Träume realisieren

4 Minuten
Seit einigen Wochen gibt es wieder verstärkt Berichte zu Apples Ambitionen, ein eigenes Auto zu entwickeln. Doch wer könnte die eigentliche Produktion übernehmen? Hier eine Übersicht der möglichen Partner.
Apple Car Illustration
Welches Unternehmen könnte den Zuschlag zur Fertigung des Apple Car erhalten?Bildquelle: Hyundai

Während Apple zwar die Entwicklung von iPhone und iPad übernimmt, findet die Fertigung bei Partnern statt, die das Unternehmen aus Kalifornien dafür auserkoren hat. Ähnlich dürfte es auch bei einem Auto des iPhone-Herstellers der Fall sein, sollten sich die angeblichen Pläne zum Apple Car der vergangenen Jahre bewahrheiten.

Schon heute ist es in der Automobilindustrie nicht unüblich, dass Firmen wie beispielsweise BMW die Produktion von einzelnen Bauteilen oder kompletter Autos auf externe Dienstleister wie Magna Steyr auslagern. Apples Pläne wären also nicht völlig neu. Bloomberg hat nun eine Reihe potenzieller Unternehmen zusammengestellt, die eine Produktion des Apple Car ganz oder teilweise übernehmen könnten.

Hyundai oder Kia

In den vergangenen Wochen sorgten die beiden koreanischen Unternehmen Hyundai und Kia bereits für Schlagzeilen. So hieß es zunächst, dass man Gespräche mit Apple führe. Wenig später klärte man jedoch auf und sagte, dass es keine derartigen Unterhaltungen gäbe.

Beide Unternehmen haben bereits Fabriken in den USA. Eine dedizierte Plattform für Elektroautos verspricht eine Reichweite von mehr als 500 Kilometer. In nur 18 Minuten sollen die Akkus auf 80 Prozent geladen werden können. Bis zum Jahr 2025 will man insgesamt 23 neue Elektromodelle anbieten; die Verkaufsziele dieser liegen bei 1 Million Autos.

Ein großes Problem für Hyundai und Kia könnten die oben genannten Berichte zu angeblichen Gesprächen darstellen, legt Apple doch extremen Wert auf Diskretion.

Ein altbekannter Partner: Foxconn

Mit Foxconn beziehungsweise Hon Hai Precision Industry Co ist laut Bloomberg auch der langjährige Partner des kalifornischen Unternehmens in einer möglicherweise engeren Auswahl. Wie Bloomberg beschreibt, hat das chinesische Unternehmen im vergangenen Oktober ein eigenes Chassis für E-Autos nebst passender Software vorgestellt, mit der man Autohersteller locken will.

Im Januar hat Foxconn bereits ein Abkommen zur Produktion für das chinesische Elektroauto-Startup Byton unterzeichnet. Die Massenproduktion des M-Byte soll im ersten Quartal 2022 beginnen.

Magna: Das Schwergewicht unter den Automobilzulieferern

Und auch Magna bringt Bloomberg ins Rennen. Das kanadisch-österreichische Unternehmen aus Ontario in Kanada ist in der Automobilindustrie bekannt dafür unter anderem für BMW, Mercedes-Benz, Peugeot oder auch Jaguar Land Rover zu produzieren. Der Zulieferer wirbt ebenfalls mit den eigenen Fähigkeiten zur Entwicklung und Produktion von Elektroautos. So soll der E-SUV Fisker Ocean eine Plattform von Magna nutzen.

Im Dezember kündigte man ein Joint Venture mit LG Electronics an. Die Folge: 450 Millionen US-Dollar sollen in die Fertigung von Elektroantrieben fließen. Bereits vor rund fünf Jahren, zu Beginn der Gerüchte um Apples Automobil-Ambitionen, soll es Gespräche zwischen den beiden Unternehmen gegeben haben.

Nissan: Ein unwahrscheinlicher Partner

Zuletzt hatte es zudem Gerüchte um Nissan gegeben. Bloomberg berichtet aber, dass es unwahrscheinlich sei, dass Nissan den Zuschlag für die Produktion eines Apple Car erhalten würde. Gleichzeitig will man das Unternehmen jedoch nicht ausschließen, da es beispielsweise in Kooperation mit Renault die Plattform des künftigen Ariya entwickelt hat. Der kompakte SUV soll im Laufe des aktuellen Jahres debütieren.

Auf die Frage an den Nissan-CEO, ob man gewillt sei Autos für Apple zu bauen, sagte Makoto Uchida, dass sein Unternehmen “die DNA habe, Dinge zu tun, die andere nicht tun”. Wie die „Financial Times“ aktuell jedoch berichtet, sollen Unterhaltungen zwischen Apple und Nissan nur kurz gewesen sein und zu keinem Ergebnis geführt haben.

Ashwani Gupta, Nissans Chief Operating Officer sagte, dass man generell an Partnerschaften interessiert sei. Diese würden jedoch voraussetzen, dass sich die Services des Partners an die Produkte von Nissan anpassen müssen und nicht umgekehrt.

Stellantis: Ein Partner mit freien Produktionskapazitäten

Aus Bloombergs Sicht könnte Apples Wahl auch auf ein Unternehmen fallen, das die notwendigen, freien Produktionskapazitäten für das Apple Car bietet. In diese Kategorie fällt zum Beispiel Stellantis mit Sitz in Amsterdam. Das Unternehmen entstand erst vor wenigen Wochen aus der Fusion der Groupe PSA (Citroën, DS, Opel, Peugeot) und Fiat Chrysler.

Laut dem aktuellen Bericht ist das Unternehmen unter Druck, neue Kunden zu finden. CEO Carlos Tavares sagte in einer Pressekonferenz im vergangenen Januar, dass man ebenfalls gewillt sei, mit Apple oder anderen Technologieunternehmen zu kooperieren, um Elektroautos zu realisieren.

Intern sollen Apples Pläne rund um das Elektroauto auf den Codenamen „Project Titan“ hören. Das Geheimprojekt sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen, nachdem der iPhone-Hersteller beispielsweise viele Spezialisten aus der gesamten Automobilindustrie für sich gewinnen konnte. Zuletzt wechselte beispielsweise der für den Porsche Taycan verantwortliche Manager Raimund Schesswendter zu Apple.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL