Android Q Beta ist da - und das ist neu

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Neues von Google: Ab sofort ist es möglich, die erste Version von Android Q, dem künftigen Android 10, herunterzuladen. Mit an Bord ist nicht nur mehr Sicherheit und Datenschutz, sondern noch viel, viel mehr.
Android Q Logo
Bildquelle: Google

Wenige Tage nach der Ankündigung, dass es nicht mehr lange dauern dürfte, bis die erste Beta der nächsten Android-Version zur Verfügung steht, hat Google Nägel mit Köpfen gemacht. Seit der Nacht zu Donnerstag steht Android Q Beta zum Download bereit. Bis aus der Test-Version eine finale Software-Variante wird, vergehen aber noch ein paar Monate.

Android Q Beta zunächst nur für Pixel Smartphones

Wer die erste Beta von Android Q nutzen möchte, kann sich über eine Unterseite auf der Google-Homepage für das Beta-Programm anmelden. Dabei ist aber zu beachten, dass in einem ersten Schritt in jedem Fall ein Pixel-Smartphone von Google notwendig ist. Neben dem Google und dem Google Pixel XL zählen auch das Google Pixel 2 und das Google Pixel 2 XL dazu. Und natürlich auch die jüngste Generation an Google-Smartphones, das Google Pixel 3 und das Google Pixel 3 XL. Weitere Geräte sollen in Kürze ebenfalls am Android-Beta-Programm teilnehmen können.

Im Rahmen mehrerer Schritte wird Android Q in den kommenden Wochen weiterentwickelt. Gegenwärtig geht Google davon aus, bis zu sechs Beta-Versionen zur Verfügung zu stellen, ehe dann die finale Version von Android 10 zur Verfügung gestellt werden kann. Wenn alles nach Plan läuft soll Android Q in seiner finalen Ausführung im dritten Quartal 2019 erscheinen.

Android Q Beta EntwicklungQuelle: Google

Wichtig für alle Nutzer, die an der Android Q Beta teilnehmen: Es handelt sich um Vorabveröffentlichungen der nächsten Android-Generation, die Fehler enthalten können. Gewohnte Funktionen von Android können nach der Installation von Android Q Beta eingeschränkt sein oder gar nicht mehr funktionieren. Wichtig auch: Wer auf seinem Smartphone eine Beta-Build installiert, erhält keine monatlichen Sicherheitsupdates mehr. Nach Möglichkeit sollte eine Android-Beta also nur auf einem Test- oder Zweithandy installiert werden.

Android Q Beta – Was ist neu?

Mit Android Q Beta bereitet sich Google auf die nächste Generation an Smartphones vor. Denn Smartphones der nächsten Generationen werden nicht nur verstärkt auf Funktionen rund um die künstliche Intelligenz setzen, sondern auch auf 5G. Herausfordernd dürfte aber auch sein, dass in Zukunft häufiger Smartphones mit faltbaren Displays auf den Markt kommen. Auch diesbezüglich bedarf es bei Android entsprechenden Optimierungen.

Die Android-Entwickler legen aber auch Wert darauf, zu betonen, dass Android Q mit Blick auf Sicherheit und Datenschutz eine Weiterentwicklung erfährt. Eine dieser Weiterentwicklungen wird sein, Benutzern mehr Kontrolle darüber zu geben, wann Apps ihren Standort abrufen können.

Standord-Abfrage von Apps besser steuerbar

Besonders sensibel ist der Zugriff von Apps auf den Standort, während die App nicht beziehungsweise nur im Hintergrund verwendet wird. Mit Android Q können Benutzer Apps niemals die Erlaubnis erteilen, ihren Standort zu sehen, nur wenn die App verwendet wird oder ständig – also auch dann, wenn sie im Hintergrund aktiv ist. Ganz ähnliche Einstellungsmöglichkeiten bietet übrigens auch iOS von Apple.

„In Android Q wurden weitere Verbesserungen vorgenommen, um unsere Benutzer zu schützen. “ Dave Burke, Entwicklungschef von Android bei Google

Auch der Datenschutz spielt in Android Q eine entscheidende Rolle. Das neue Smartphone-Betriebssystem erlaubt es Nutzern, Apps besser zu kontrollieren. So lässt sich der Zugriff auf Fotos, Videos oder die Audio-Sammlung über neue Laufzeitberechtigungen steuern. Für Downloads müssen Apps die Systemdateiauswahl verwenden, mit der der Benutzer entscheiden kann, auf welche Downloaddateien die App zugreifen kann.

Apps sollen nicht mehr in den Vordergrund springen

Darüber hinaus sorgt Android Q dafür, dass Apps oder Anwendungen nicht mehr unerwartet in den Vordergrund springen. Stattdessen soll es in Zukunft zum Beispiel bei eingehenden Anrufen oder Alarmen nur noch Benachrichtigungen für den Nutzer geben.

Mit an Bord – und das ist für App-Entwickler von besonderer Bedeutung – sind auch neue APIs sowie neue Audio- und Video-Codecs. So führt Android Q zum Beispiel die Unterstützung für den Open-Source-Videocodec AV1 ein. Damit können Medienanbieter qualitativ hochwertige Videoinhalte mit weniger Bandbreite auf Android-Geräte streamen. Darüber hinaus unterstützt Android Q die Audiocodierung mit Opus – einem für Sprach- und Musikstreaming optimierten Codec und HDR10+ für Videos mit hohem Dynamikbereich auf Geräten, die dies unterstützen.

Apps sollen schneller starten

Für Endnutzer von Android Q interessant: Google führt Verbesserungen in der ART-Laufzeitumgebung ein, mit deren Hilfe Apps schneller starten und weniger Speicherplatz benötigen.

Weitere Details zu Android Q will Google im Mai auf der Google I/O präsentieren. Dabei handelt es sich um eine große von Google selbst organisierte Entwickler-Messe. Ein Name für Android Q – der dürfte aufgrund des Buchstabens Q besonders sein – wird voraussichtlich erst kurz vor der Verbreitung der finalen Version festgelegt.

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